(1) Ein bisschen Spaß muss sein!

von Sandra Mastropietro am 10. Februar 2014

>>Läuferleben<<

Ein bisschen Spaß muss sein!

Man sagt „Früher war alles besser“. Stimmt das? …Nicht bei mir; denn früher war ich kein Läufer! Früher habe ich die Mittagspause bei  McDonalds und Abende vor dem TV auf der Couch verbracht; Nächte durchgefeiert.

Heute gibt`s Quinoa Salat zum Mittag, die Runner’s World Lektüre in der S-Bahn, einen Lauf am Abend und auch an Wochenenden genügend Schlaf um ausgeruht den „langen Pflichtlauf“ zu absolvieren.

Kurzum; seit ich laufe ist mein Leben(sstil) viel gesünder und somit besser geworden.

Dienstag: Endlich; der lang ersehnte und seit Ewigkeiten geplante „Mädelsabend“ steht an. Da wir alle Mamis sind, wurde der Zeitpunkt des Treffens „bettbringgerecht“ auf acht Uhr abends gelegt. Bis wir unser Essen hatten, war es schon um halb 9. Eigentlich meine „Stabi-Übungszeit“. Wir haben Spaß und amüsieren uns köstlich; dennoch wandert mein Blick immer wieder zur Uhr. Etwas in mir schlägt Alarm! OMG!!! Morgen ist Mittwoch; mein Early-Bird Run Tag.

„Ähm Mädels; ich glaube … so langsam…“ druckse ich herum; suche nach den richtigen Worten.

„Stimmt – Zeit für einen Cocktail…schließlich haben wir heute Abend Kinder- und Männerfrei!!!“ beendet Nadine meinen Satz mit einem großen Lächeln!

Alkohol?! … NEEEEEEEEEEEEIN!! …ganz ganz schlecht – ruiniert die Kondition – besonders wenn in Form eines quietsch-süßen Cocktails verabreicht!

Während die freundliche Bedienung die pinken Sahnecocktails namens „LolliPop“ serviert frage ich mich, wie viele Kalorien, Farbstoffe und Umdrehungen da wohl drinstecken?    

Prost! Wir stoßen an… Mhhh, gar nicht mal so schlecht… wenn ich morgen früh ein oder zwei Kilometer an die übliche Runde dranhänge, fällt der bestimmt gar nicht ins Gewicht.

So nimmt der Abend  seinen Lauf (und mir meinen – aber dazu später!). Hundemüde, leicht beschwipst aber total happy falle ich dann kurz nach Mitternacht ins Bett.

Hochkonzentriert und pflichtbewusst stelle ich meinen Handywecker auf 4:20 Uhr. 10 Minuten früher als sonst für den Early Bird, schließlich müssen die zwei Cocktails mit zwei Extrakilometern beglichen werden!

DER ALARM KLINGELT IN 4 STUNDEN UND 07 MINUTEN erscheint auf dem Display.

Aha; denke ich und falle in den Tiefschlaf noch bevor ich realisieren kann was ich gerade gelesen habe.

Ich laufe am Strand entlang, die Sonne scheint, eine angenehme Brise weht.  Das Wellenrauschen wird von GOING THE DISTANCE vom Rocky Soundtrack unterlegt. Uiiii…plötzlich sind da andere Läufer…schnell schnell schnell; Im Ziel gibt es pinke Cocktails! Der Rocky Soundtrack schmettert immer lauter. Irgendjemand packt meine Schulter; wie unsportlich! Ich höre meinen Namen. Ha, die Stimme kenne ich: Mein Mann. Er steht bestimmt im Ziel; jetzt kann ich ihn sogar sehen… warum lacht er nicht? Ich winke ihm zu und versuche zu verstehen, was er mir sagen will…“

„Aufstehen oder Wecker aus“ knurrt er verschlafen.

Opppps; alles nur geträumt!  Wo ist mein Wecker und wie schalte ich ihn aus? Warum klingelt der überhaupt so früh?

Taste gefunden…nur noch 2 Minuten…

Natürlich gehe ich nicht laufen. Mühselig quäle ich mich um 6 Uhr aus dem Bett, versuche mich menschlich herzurichten, ziehe meine Tochter an und fahre in die Arbeit.

Während die Kaffeemaschine grummelt und schnauft tippe ich schnell drei Schlagworte in die Google Suchleiste ein: Laufen – Alkohol – Kondition

Auch Läufer dürfen mal feiern
“ “ Ich will niemanden zum Trinken animieren, doch wenn sich Sportler ab und zu ein Gläschen gönnen, kann das der Gesundheit durchaus förderlich sein“, sagt unsere Ernährungsexpertin Dr. Nancy Clark. Hinzu komme auch ein psychologischer Nutzen, wenn man mit Freunden in angenehmer Runde einen Tropfen genießt.
“ …heißt es auf der Homepage der Runner’s World.

Danke Frau Clark; you made my day 🙂

Da aufgeschoben nicht gleich aufgehoben ist, will der am Morgen versäumte Lauf natürlich am Abend nachgeholt werden. Also heißt es Kleine ins Bett bringen und rein in die Laufschuhe!

Resümee: Es läuft einfach nur prima! 🙂 13,5 Kilometer in 1:04:30 Stunden.

Also: Es schadet definitiv nicht hin und wieder auch mal „abzuschalten“. Im Gegenteil; es tut gut. Wer das Laufen und alles drum herum zu verbissen sieht, verliert irgendwann den Spaß daran. Und das wäre sehr schade!

Ich zumindest freue mich schon auf den nächsten Mädelsabend 😉


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