10 (dumme) Fragen an Läufer und noch bessere Antworten

von run.de am 16. Oktober 2014

Es gibt wenige Sportarten, bei denen man mit seinem Sport ein ganzes Lebensgefühl ausdrücken kann. Das Schöne: Laufen gehört eindeutig dazu. Wer aus frohem Herzen sagen kann “Ich bin ein Läufer”, der weiß um das Schöne, um das Anstrengende, um das Befreiende, um das Herausfordernde in diesem Sport.

Wer kein Läufer ist, kann damit mitunter nur wenig anfangen und das zeigt sich teilweise in den Fragen, die einem in der Familie, von Arbeitskollegen oder auf Parties gestellt werden, wenn man sagt: “Ich bin ein Läufer”.

So wirklich deutlich wurde mir das vor allem, als ich die “The 25 worst questions to ask a runner” gelesen habe. Von diesen 25 Fragen wurden mir im Laufe des letzten Jahres zehn Fragen gestellt und ich wünschte, ich hätte dabei die Antworten aus dem oben genannten Beitrag schon parat gehabt:

Läufst du schnell?

Ich hasse es. Aber was will man anderes sagen, außer: “Es kommt darauf an.” Es gibt allein in meiner Stadt wohl hundert Läufer, die meine Strecke schneller absolvieren als ich. Aber ich laufe sie aktuell zwei Minuten schneller als noch vor einem Jahr. Ich fühle mich schnell. Also bin ich es wohl auch. Es kommt halt darauf an.

Ist Laufen nicht langweilig?

Du tankst Sauerstoff. Du bist an der frischen Luft. Wenn du Glück hast, siehst du abends oder am frühen Morgen im Wald ein Reh oder zumindest einen Hasen. Du läufst mit Freunden und unterhälst dich eine Stunde lang ununterbrochen. Du rechnest permanent deine durchschnittliche Geschwindigkeit im Vergleich zur letzten Trainingseinheit. Du versucht den einen Läufer vor dir einzuholen. Du verarbeitest den Stress im Job oder du hörst einfach gute Musik oder ein Hörbuch, während du deine Kilometer abspulst. Was genau davon ist langweilig?.

Läufst du immer draußen?

Ja. Wo sonst? Manchmal, wenn ich beruflich unterwegs bin, laufe ich auf dem Laufband im Hotel. Aber das nur in Ausnahmefällen – denn, es ist immer die schlechtere Alternative.

Ist es nicht viel zu warm, um zu laufen?

Ja, es ist warm. Ich nehme mir mehr zu trinken mit, laufe eher abends und im Wald. Und alles ist gut.

Ist es nicht viel zu kalt, um zu laufen?

In den ersten zehn Minuten können die Finger noch kalt sein. Aber dann: Der Schnee knirscht, der kalte Regen bei Gegenwind peitscht irgendwie doch voran und das Brennen der kalten Luft in den Lungen hört auch sehr schnell auf. Bis minus zehn Grad geht es. Danach kann es vielleicht zu kalt werden. Vorher nicht.

Läufst du auch bei Regen?

Immer. Sogar sehr gerne. Gute Socken, eine Kopfbedeckung und eine wasserdichte Weste oder Jacke: Mehr braucht man nicht.

Brauchst du wirklich noch ein Paar Laufschuhe?

Zwei Paar für das tägliche Training. Ein Paar für den Wettkampf. Ein paar für den Wald. Mindestens. Ein Paar Allrounder zusätzlich können nicht schaden. Und die alten Ausgeleiherten aus der letzten Wettkampf-Vorbereitung kann man auch noch gut nutzen. Bei Laufschuhen hört die Logik mitunter auf…

Und was ist mit deinen Knien?

Denen geht es wunderbar. Über meine Waden möchte ich allerdings nur ungern reden.

Hast du das Rennen gewonnen?

Bei meinem letzten Halbmarathon bin ich in der Gesamtwertung 1.857 geworden; in meiner Altersklasse wurde ich 477. Meine Zeit war knapp vier Minuten schneller als bei meinem vorangegangenen Halbmarathon. Ja: Ich habe gewonnen.

Warum joggst du gerne?

Ich jogge nicht. Ich laufe. Und das nicht nur gerne, sondern mit vollster Leidenschaft.

Welche nervigen Fragen rund ums Laufen wurden euch schon gestellt? Und wie lauteten eure Antworten darauf?


{ 2 Kommentare… lies sie unten oder füge einen hinzu }

Sandra Oktober 16, 2014 um 06:30

Wie weit ist denn der xyz Marathon? 😉

Antworten

Walter Oktober 16, 2014 um 06:44

Was machst du, wenn’s mal bergauf geht?

Antworten

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