(10) The Day After (the Marathon). Der Schmerz geht – der Stolz bleibt

von Sandra Mastropietro am 5. Mai 2014

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„The Day After“

Der Schmerz geht – der Stolz bleibt 

„So sehen Sieger aus, Schalalalalaaaaa“- eine Hymne, eigentlich bekannt aus dem Fußball. Doch meiner Meinung nach für nichts passender als den Tag nach dem Marathon. 🙂

Zum einen, weil ALLE Marathon Finisher Sieger sind und zum anderen, weil man diesen Sieg einem jeden Einzelnen wirklich ansieht. 🙂

Au ja, „the Day After“ – ein Schauspiel, dass von Nicht-Marathonies belächelt und von Gleichgesinnten mit allergrößtem Respekt gezollt wird; während der oder die Betroffene gerade oft nicht weiß, ob er / sie lachen oder weinen soll.

Wenn der Wecker morgens klingelt und Deinen erschöpften Körper aus dem wohlverdienten Tiefschlaf reißt, das Aufstehen zur scheinbar unlösbaren Aufgabe wird, der Gang ins Bad einem Eiertanz gleicht und Du Dich dennoch mit einem breiten Grinsen im Spiegel begrüßt, dann Gratulation – Du bist ein Marathon Finisher! 😀

Und um den Tag bzw. die Tage danach möglichst angenehm zu gestalten, hier ein paar Tipps:

  • Relax! Marathonveranstaltungen sind meist an einem Sonntag. Es ist mehr als nur empfehlenswert, sich den (Mon)Tag darauf frei zu nehmen. (Denkt nur an das Grinsen Eurer Kollegen, wenn Ihr Euch aus dem Bürostuhl quälen müsst und noch viel Schlimmer; wieder hinsetzen! 😉 )
  • Haut rein! Euer Körper hat Höchstleistung vollbracht und dabei jede Menge Kalorien verbrannt. Esst, wonach es Euch gelüstet 🙂   (Wichtig: Die erste Mahlzeit unmittelbar nach dem Marathon sollte gesund und vitaminreich sein)
  • Dankt Euren Muskeln! 😉 Sie haben großartiges geleistet und wollen nun genauso liebevoll umsorgt werden, wie es auch Euch gebührt. Dies kann man am besten mit Kalt/Warm-Wechselpackungen. Dadurch werden die Muskeln nämlich mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und die Ausschwemmung von Schadstoffen, wie Proteinen aus geschädigten Muskelzellen, wird gefördert.
  • Sauna, Infarotkabine, Dampfbad – alles was Eure Muskeln wärmt tut gut und ist gut. Auch ein warmes Bad kann kleine Wunder bewirken.
  • Massiert Eure Beine ab und an mit entzündungshemmenden Salben und/oder ätherischen Ölen. Aus eigener Erfahrung kann ich Euch alles empfehlen, dass Arnica enthält. 🙂
  • Ihr seid zäh! Wenn Ihr oben an einer Treppe steht und Euch fragt, wie Ihr da nur jemals herunterkommen sollt, denkt daran, dass Ihr vor kurzem 42.195 Kilometer bezwungen habt. Da können Euch doch so ein paar Stufen nichts 😉 Und da Ihr heute sowieso „etwas angeschlagen“ seid, darf es auch gerne etwas länger dauern – schließlich wart Ihr gestern unheimlich schnell unterwegs!
  • In Erinnerungen schwelgen: Genießt die Bewegungseinschränkung am Tag danach genauso, wie den Triumph unterm Finisher-Bogen. Sie gehört zum Marathon wie die Tränen im Ziel, der Heißhunger danach und der Stolz eines jeden Finishers 🙂

Ihr Lieben Marathonies, haltet Euch immer vor Augen: Der Schmerz geht, aber der Stolz bleibt 🙂

Und bitte, gönnt Eurem Körper Ruhe. Je nachdem wie schnell Ihr wart und wie viel ihr im Vorfeld trainiert habt, kann die vollkommene Regeneration nach einem Marathin bis zu 8 Wochen dauern.

Ich wünsche Euch einen schönen Wochenstart

Liebe Grüße und #keeponrunning

Eure Sandra


{ 2 Kommentare… lies sie unten oder füge einen hinzu }

Katrin Mai 5, 2014 um 10:52

Ich bin zwar gestern nur 5k gelaufen, dafür deutlich unter der selbst gesetzten Zeit ins Ziel gesprintet und freue mich heute wie eine Grinsekatze über den tollen Lauf gestern.
An alle Marathon-Finisher da draußen: Respekt!

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Sandra Mai 6, 2014 um 07:15

Hallo liebe Katrin, herzlichen Glückwunsch zum super 5k Finish! Freut mich sehr zu hören 🙂 Das durchlaufen des Zielbogens, egal nach welcher Distanz, ist einfach ein ganz besonderes Gefühl 🙂

Weiter so! #keeponrunning

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