(11) Erfolg ist (auch) Kopfsache!

von Sandra Mastropietro am 12. Mai 2014

>>> Läuferleben <<< 

Erfolg ist (auch) Kopfsache! 

Dass wir zum Laufen mehr als nur unsere Beine brauchen, hat sich inzwischen rumgesprochen 😉

Doch meine ich mit „mehr“ an dieser Stelle nicht das teure Equipment wie Pulsuhren, mp3 Player und sagenumwobene High-Tech Fasern, sondern ein eher…sagen wir…„körpereigenes Gadget“ 🙂

Eines, dass wir immer bei uns tragen, bei dem der Akku niemals versagt!

Was, so etwas gibt es? Ja, unseren Kopf. 🙂 Der kann –gerade im Wettkampf- nämlich so einiges verrichten!

„Quäl Dich“, „Jetzt umdrehen wäre auch doof“,  „Distanz ist, was Dein Kopf draus macht“ etc. – Appelle, die man an Wegstrecken immer wieder liest, die uns zum Schmunzeln bringen und vor allem eines tun: uns zum Weiterlaufen motivieren!

Appelle an unseren Kopf, an die Schaltzentrale unseres Körpers! Denn aufopferndes Training und alles in die Wiege gelegtes Talent reichen nicht, wenn wir nicht im entscheidenden Moment unsere Leistung abrufen können. So sind Hormon- und Adrenalinausschüttung letztendlich oft Richter über „Sieg oder Niederlage“, Entscheidungsträger ob wir heute „das Letzte“ aus uns herausholen können oder nicht.

Ok, klingt in der Theorie ja ganz nett, aber was genau muss ich in der Praxis tun?

  1. Glaube an Dich selbst und daran, dass Du es schaffen kannst!

Oft setzen wir uns Ziele, glauben aber tief im Inneren nicht daran, dass wir Sie erreichen können. Der Kampf mit uns Selbst, der auferlegte Druck – beides bringt die Biochemie unseres Körpers so ins Wanken, dass Stresshormone den Körper fluten, die Muskeln verspannen und die Durchblutung reduziert wird – alles ist blockiert, der Wettkampf zum Scheitern verurteilt! 🙁

Von daher: Steh morgens auf, schau in den Spiegel, lächle Dich an und sage Dir: Ich werde es schaffen!

  1. Setze Dir realistische Ziele

Du willst Deinen ersten Halbmarathon oder gar Marathon laufen? Dann sei Dir bewusst, dass das Training dafür zeitintensiv ist und einige „Tribute“ fordert.

„Wenn Sie ständig zwischen Partner, Familie, Job und Freunden hin- und hergerissen sind und eigentlich niemandem gerecht werden, können Sie Ihr Leistungsvermögen nicht ausschöpfen“, sagt Axel Hager, Coach beim Beratungsunternehmen Mindvisory in Hamburg und Olympiadritter im Beachvolleyball in Sydney

Da hat er Recht! Also: Passt Eure Ziele Euren Lebensumständen an. Sie dürfen und sollen groß sein, müssen aber gleichermaßen realistisch sein! … Denn wer seine eigenen Erwartungen zu oft enttäuscht, verliert das Vertrauen in sich selbst. Diese schmerzliche Erfahrung musste ich nach dem Mumbai Marathon machen.

Mein Tipp:

Setzt Euch kleinere bzw. Etappenziele, dann habt Ihr (zwischendurch) Erfolge und Anerkennung; das motiviert ungemein! 🙂

  1. Vergesst den Spaß nicht!  

Wettkampf hin, Wettkampf her. Eigentlich doch auch nur ein Lauf wie jeder andere, nur eben mit vielen schnellen Mitläufern 😉 Respekt vorm Happening ist gesund, aber behaltet trotz Anspannung den Spaß an der Sache. Lebt Eure Leidenschaft und Euer Kopf wird Euch mit jeder Menge Adrenalin und entspannten Muskeln unterstützen!

Dies Phänomen des „Nicht Drucks“ durfte ich selbst erst vor kurzem beim Regensburg Marathon erleben. Der Startschuss fiel und ich lief; einfach so. Lief, weil es mir Spaß machte; genoss das Wetter, die Stimmung und die Zurufe meiner Familie an der Strecke! Nach überqueren der Halbmarathonmarke fühlte ich mich fit wie nie; beschloss also ein bisschen mehr Gas zu geben– mit dem Wissen, dass ich diesen Marathon nur für mich laufe – ohne auf die Zeit zu achten.

Ich siegte in meiner Altersklasse und überquerte die Ziellinie als 8. Frau gesamt.

Danke an meinen Kopf, der all meine Leistung zum richtigen Moment freigegeben hat 🙂

Bestleistung ist ein Zusammenspiel vieler Faktoren, der Wettkampf immer ein Kampf zwischen dem Willen und den Möglichkeiten; doch eines habe ich nach Mumbai und Regensburg gelernt: Erfolg ist zu einem großen Teil auch Kopfsache!

In diesem Sinne: Just do it!

Ich wünsche Euch einen schönen und erfolgreichen Wochenstart

Ganz liebe Grüße und #keeponrunning

Eure Sandra


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