(20) Der Karwendelmarsch 2014 oder vom Willen, der Berge versetzen kann

von Sandra Mastropietro am 1. September 2014

Der Karwendelmarsch 2014

oder

Vom Willen, der Berge versetzen kann 

Der Unterschied zwischen dem Unmöglichen und dem Möglichen liegt in der Entschlossenheit einer Person. *Tommy Lasorda

Und genau mit dieser Entschlossenheit gingen am Samstag, den 30.08.2014 um sechs Uhr morgens rund 1.800 Menschen an den Start des Karwendelmarsches – um dem Regen und allen Zweiflern zu trotzen, um sich selbst zu beweisen, dass das scheinbar Unmögliche möglich ist!

Aber von Anfang an 🙂

Karwendel-was?

Der Karwendelmarsch, benannt nach dem wunderschönen Gebirge durch das er führt, ist Laufveranstaltung bzw. ein Volksmarsch von Scharnitz bis zur Eng (35km) oder für die ganz Verrückten bis nach Pertisau am Achensee (52km).

Scharnitz, eine verschlafene Kleinenstadt in Tirol, wurde vergangenen Samstag zum sechsten Jahr in Folge am letzen Augustwochenende unsanft durch den Schuss einer Kanone, gefolgt vom Stampfen ambitionierter Gipfelstürmer und dem Klacken ultraleichter Wanderstöcke geweckt.

Mein Karwendel-Erlebnis

In der Spontanität ist kein Platz für Angst.*Ute Lauterbach

Jaja, wie sagt man doch so schön? Spontanität ist das halbe Leben. In meinem Falle das ganze Läuferleben oder hier ganz konkret ein viertel meiner Monatsgesamtkilometer.

So bot sich 204 Stunden (8,5 Tage) vor dem besagten Kanonenschuss die Möglichkeit der Teilnahme am Karwendellauf.

Und was macht man mit so einer Möglichkeit? Richtig, man packt sie beim Schopfe 🙂

Genau das habe ich also getan und saß 7 Tage später im Zug nach Seefeld in Tirol; was mich erwarten würde wusste ich nicht… bis auf eine wundervolle Landschaft, 52Kilometer und 2281 Höhenmeter.

Da meine Antwort auf die Frage Berge oder Meer immer eindeutig Meer hieß, hatte ich nur sehr wenig Vorstellungen,  geschweige denn Erfahrungen im Gepäck.

Nein; um ehrlich zu sein hatte ich nur Laufklamotten, eine Regenjacke, geborgte Wanderstöcke (von denen ich nicht wusste wie ich sie auf meine Größe justiere) und nicht eingelaufene Trailschuhe dabei. Das war’s!

(Ok, Kosmetika – aber das ist als Frau ja selbstverständlich ;))

Umso nervöser war ich, als ich am Samstagmorgen um kurz nach 5 Uhr meine Startnummer von gut gelaunten Helfern entgegennahm.

Meine Hände zittern, mein Atem kondensiert und aus dem leichten Nieselregen werden allmählich Bindfäden. Die Zahl 52 hängt über mir wie ein Damoklesschwert.

Oje – Was habe ich mir da bloß wieder eingebrockt?

5:50 Uhr: Wir werden gebeten Startaufstellung zu nehmen.

5:55 Uhr: Ich stehe im Regen zwischen gut gelaunten Läufern. „Karwendelwetter“ wird aus der Lautsprecherbox und um mich herum gewitzelt.

5:57 Uhr: Schulterkreisen, Lockerungsübungen, die Schnüre der Rücksäcke werden noch einmal festgezogen. Ich tue es den scheinbar Erfahrenen gleich – Tarnung 😉

5:59 Uhr: Wir zählen gemeinsam runter: 10…9…8… es kribbelt in meinen Fingern und in meinen Beinen

…7..6… die vorfreudige Stimmung und die gute Laune um mich herum stecken an 😉

5…4… ich freu mich auf die Herausforderung!

3..2… OMG gleich ist es soweit! Jetzt wird also wirklich ernst …

6:00 Uhr: Startschuss

Unter Jubel, Applaus und Blitzlichtgewitter laufen wir dem ersten Anstieg entgegen. Kaum haben wir die ersten Höhenmeter bewältigt, können wir das wunderschöne Panorama, dass sich noch schüchtern in Dunkelheit hüllt, schon erahnen. Im Minutentakt wird es heller und die Sicht auf das in Wolken gehüllte Gebirge klarer.

Mhhhh…in Wolken gehüllt… Ich kann den Karwendel gut verstehen und denke einen kurzen Moment an mein warmes, weiches Bett zurück, dass ich um 3:30 Uhr verlassen habe.

Während der ersten 250 Höhenmeter trabe ich locker, staunend und fotografierend vor mich hin; verliere mich in der Schönheit der Natur.

Wann habe ich das letzte Mal so klare Luft geatmet, Luft „gerochen“?

Ich spüre die großen Regentropfen auf meiner Haut, lächle und setze zufrieden einen Schritt vor den anderen; genieße meine Leidenschaft…fühle mich lebendig!

Viele nette Unterhaltungen mit Mitläufern und einige Kuhselfies später erreiche ich die erste Labestation (dts.: Verpfelgungspunkt) nach 10 Kilometern. Hier werden wir mit Tee, Holundersaft, Wasser, Keksen und Obst versorgt.

Diese erste kleine Pause wird für weitere Fotos genutzt 😉

Am liebsten würde ich jedes Bergbächlein, jede tiefhängend Wolke und jeden Baum fünf Mal fotografieren. Typisch Städter ermahne ich mich und laufe weiter. Daran, dass diese erste Etappe eine Art Warm-Up war und von hier an die Marathondistanz beginnt, verschwende ich keinen Gedanken.

Zur nächsten Labestation gilt es erst einmal 10 weitere Kilometer mit 600 Höhenmeter  zu bewältigen! Der Anstieg wird steiler, bleibt aber meines Erachtens nach im Rahmen des Machbaren. Aus dem anfänglichen Traben wird trotzdem ein schnelles Gehen, die Fotopausen werden durch Blicke auf die Uhr ersetzt.

15 Kilometer – 2 Stunden.

Hier fehlt mir die Relation. Ein Freund, der oft an Trailveranstaltungen teilnimmt, prognostizierte mir eine Zielzeit um die 9 Stunden.

„Ernsthaft?“ fragte ich ihn ungläubig? Als Antwort bekam ich ein müdes Lächeln.

Ich versuche die Uhr aus dem Kopf zu bekommen und nehme dankbar die Belohnung, die wir für jeden Schritt bekommen, entgegen:

Eine wunderschöne Aussicht.

Am Karwendelhaus, dem 2. Verpflegungspunkt, werden wir mit einem warmen Lächeln; Tee, Kartoffelsuppe und Broten empfangen.

Ich bin unschlüssig, ob ich stehenbleiben und pausieren oder weiterlaufen soll. Einerseits ist es verdammt kalt hier oben, andererseits habe ich riesigen Hunger 😉

Nach einem warmen Tee und 2 nicht-veganen Bio-Käse Broten (die so furchtbar lecker sind das ich mir gleich noch eines mit auf den Weg nehme) geht es weiter. Satt und vom Rückenwind angetrieben genieße ich meinen ersten Abstieg; hier lasse ich einfach laufen – das geht wunderbar. Auf 6 Kilometern verlieren wir knapp 450 Höhenmeter, das ist „human“.

Dennoch ist hohe Konzentration gefordert. Jeder Schritt will gut überlegt sein, und das in Bruchteilen von Sekunden. Der Untergrund besteht hauptsächlich aus Geröll, also großen und kleinen Steinchen.

Kurz vor Kilometer 25 kommen wir zum Verpflegungspunkt „Kleiner Ahornboden“. Auch hier gibt es lächelnde Gesichter, warmen Tee und leckere Kekse.

Es mag komisch klingen, aber ich fühle mich widererwartend fit. Der Abstieg tat gut.

Chakka – Die Hälfte ist ja schon so gut wie geschafft… 🙂

Keksmampfend nehme ich „wieder Fahrt auf“ und lasse mich die letzten Meter mit dem Regen bergab treiben, bevor der erneute Anstieg beginnt.

Oh wird das je ein Ende nehmen, verflixt?!

Alles brennt, alles tut weh! Die Oberschenkel, die Waden, die Knien… auf 4 Kilometer müssen wir 500 Höhenmeter bewältigen; davon allein 250 auf den letzten 1.5 Kilometern. Ich beginne zu leiden, zu schnaufen und zu fluchen. Mein sonst so rhythmischer Atem verwandelt sich in ein unkontrolliertes, jämmerliches Schnaufen.

Falkenhütte heißt das scheinbar unerreichbare Ziel und wilde Geschichten von gescheiterten Bergwachtfahrzeugen untermalen die 21%ige Steigung.

Doch gemeinsam ist man stark. Und so fluchen, lachen und sprechen wir uns gegenseitig Mut zu; bis wir oben sind. Nein, wir kennen uns nicht. Aber uns verbindet etwas – der Wille, dan Karwendelmarsch zu bewältigen!

Ja; und jetzt haben wir uns alle diese verdammt leckere Hafersuppe auch so richtig verdient! Sogar vegan! 😉

Gerne würde ich Euch von einem umwerfenden Ausblick auf 1850 Metern erzählen; aber es gab keinen. Die Falkenhütte hüllte sich mürrisch in dicke, graue Nebelschwaden und zieht meine Stimmung für kurze Zeit in Ihren düsteren Bann.

„Na Du kleine Maus, was guckst denn gar so traurig aus? …Haha, das reimt sich ja sogar…Ist das Dein erster Karwandelmatsch…ähm Marsch?“ fragt ein nebenstehender Mann im sächsischen Dialekt.

Unwillkürlich muss ich lachen. „Ja der Erste.“ antworte ich mit einem Lächeln und schiele auf meine Nasenspitze, wo sich Schweiß und Regen zu einem riesengroßen Tropfen vereinen.

„Uiiii…und 35 oder Full House 52 Kilometer?“ möchte er wissen.

„All In – wenn schon denn schon“ seufze ich und denke daran, dass mir von hier an noch einmal mehr als die Halbmarathondistanz bevorsteht.

„Sehe ich genau so – Kleene; von hier an gehts erstmal bergab, da gibt es Heidelbeersuppe im Tal zum Mampfen und dann nur noch eine Welle zum nuffkraxeln. Das schaffste!“ Er tätschelt mir auf die Schulter und schlürft hörbar seinen Tee.

„Danke!“ Murmel ich lachend.

„Ich bin der Kevin…übrigens… wenn Du was brauchst! …Und nu mach ich’s wie’s Wasser: Abwärts! Alles Gute Dir Maus“

Ehe ich mich versehe hüpft er von Stein zu Stein und führt seine Reise gutgelaunt fort. Wieder muss ich lachen und beschließe es ihm gleich zu tun.

Der versuch, den Zipper meiner Regenjacke noch weiter nach oben zu ziehen scheitert; er ist bereits am Anschlag. Weiter, ich muss weiter! Stehenbleiben ist Gift. Die Kombination aus der inneren Hitze vom Anstieg und der eisigen Gipfelkälte ist nicht gut.

Also Rucksack auf und los. Die Strecke weist von hier an nur noch wenig Vegetation auf. Ein größtenteils steiniger Weg führt uns an der Nordwand vorbei zu einem 500Höhenmeter-auf-knapp-3-Kilometer-Abstieg. Nach meinem Empfinden ist das sehr steil und ich tu mich schwer Tritt auf der rutschigen Strecke zu finden.

Vorsichtig bewege ich mich von Stein zu Stein, lande beim Versuch über einen Bergbach zu springen mittendrin. Schockstarre an den Füßen.

Doch weiter geht’s! Es wird langsam wieder grün am Streckenrand 🙂 Der Untergrund wechselt von Stein zu Matsch. Karwendelmatsch. Viel Karwendelmatsch. Im Überholen und überholt werden höre ich es immer wieder, den Marschwitz 2014:

How Much? Viel Matsch!!!

In der Eng bei Kilometer 35 angekommen gibt es köstliche warme Heidelbeersuppe, Gemüsefond, Obst und jede Menge Kekse.

„Jetzt noch eine Welle“ rufe ich mir Kevins Worte in Erinnerung; mache mich gut gestärkt und voller Kampfgeist auf den Weg zur letzten Etappe!

Die Stimmung auf diesem letzten Kraftakt ist angespannter als auf der Strecke zuvor. Niemand witzelt mehr, viele Leute tragen nun Kopfhörer und versuchen sich scheinbar mit Musik anzutreiben.

Da ich nicht weiß, was mich bei diesem letzen Anstieg erwartet, versuche die Mystik der verhangenen Berge weitestgehend zu genießen. Allerdings muss ich hier ehrlich zugeben, dass die wundervolle Landschaft nach 35-40 Kilometern langsam den Charme verliert.

Oberschenkel und Waden brennen, Hände und Füße kurz vorm Abfrieren und ich nass bis auf die Unterwäsche.

Die besagte „letzte Welle“ tut weh, sie brennt. Auf weniger als 5 Kilometer legen wir knapp 700 Höhenmeter zurück. Der Weg über den  1.903 m Hohen Binssattel/Gramaisattel ist schmal, unwegsam und nass.

Come on, gleich oben. Du schaffst das! sage ich mir, die Zähne fest aufeinander gepresst.

Aus dem Standardspruch „Nicht nach unten“ schauen wird „Nicht nach oben schauen“, denn dann sieht man wie weit und wie steil es noch bergauf geht. Jeder kämpft für und mit sich.

Die Luft fühlt sich dünn an. Ich japse und hoffe bei jeder Serpentine, dass sich dahinter das Ende verbirgt; der Gipfel auf 1903 Meter.

Irgendwann ist es dann tatsächlich soweit. Ich stehe oben. Die Bergwacht begrüßt jeden Einzelnen von uns.

„Super gemacht! Von nun an nur noch bergab!“ sagen Sie ermutigend.

Yes yes yes… geschafft! Höhenmeter erledigt. Ab geht’s – Nur noch 11 Kilometer bis ins Ziel 🙂

Der Abstieg gestaltet sich schwierig, macht aber Spaß – nicht zuletzt wegen dem Wissen, dass jeder Schritt das Ziel näher bringt 😉

Der sprichwörtliche Vergleich zwischen Pest und Cholera kommt mir in den Sinn. Tritt man auf das Gras sackt man mit jedem Schritt in kaltes Wasser, bleibt man auf dem Trail rutscht man unaufhaltsam mit der Matschlawinie.

Da ich sowieso schon komplett durchnässt bin entscheide ich mich für das Wasser. Die Strecke flacht mit jedem Meter mehr ab.

Ein Schild verrät: Noch 9 Kilometer – Dahinter grinst ein dicker Smiley!

Ich muss lachen und setze mich in Trabbewegung. Die Strecke scheint ohne Höhenmeter so unglaublich einfach. Nur noch 6 Kilometer. Noch fünf , vier…  gleich geschafft. Ich laufe, ich renne. Woher kommt nur diese Kraft?

Mein Element; das Laufen. Nur noch drei Kilometer. Noch zwei.

Ein weiteres Schild verrät: Von hier an einen Kilometer bis zum Ziel. Noch ein letztes Mal Geschwindigkeit aufnehmen. Alles in mir Kribbelt. Das Adrenalin übermannt mich. Ich spüre keinen Schmerz, keine Erschöpfung – will nur noch finishen. Den Karwendelmarsch beenden.

Da ist auch schon die Zielgasse, die Leute jubeln. Der Sprecher nennt meinen Namen. Ich renne, laufe, fliege… und durchquere den Zielbogen.

Unglaublich. Unglaublich. 52 Kilometer. 2208 Höhenmeter. Das Undenkbare ist Realität geworden, das Unmögliche möglich.

Um meinen Hals baumelt eine Medaille, in der Zielgasse bekomme ich ein alkoholfreies Weißbier, stoße mit allen Leuten um mich herum an. Auch Kevin kommt und legt den Arm um mich.

„Klasse gemacht Mäuschen – nu schaust aber och wirklich a bissi fertig aus!“ sächselt er liebevoll und prostet mir zu.

Ich realisiere nicht, was gerade geschehen ist und schenke dem Hunger mehr Aufmerksamkeit als dem Glücksgefühl.

Käsebrote und Kekse in mich hineinstopfend lasse ich das Geschehene Revue passieren, sehe zu wie überglückliche Teilnehmer ins Ziel fallen; verstehe langsam was passiert ist. Freue mich mit Ihnen, freue mich für Sie. Die Stimmung im Ziel ist einzigartig.

Über Zeiten und Platzierungen redet niemand, der Wettkampfgedanke ist nicht präsent. Hier ging es beim Großteil der Starter um etwas anderes. Um den Mut, an den Start zu gehen. Sich der Herausforderung zu stellen, sie zu meistern. Sich selbst etwas zu beweisen. Die Natur zu genießen.

Wunderschöne Motive, die zu einer freundschaftlichen Stimmung führen, unterstrichen von fürsorglichen Helfern und liebevollen Organisatoren – Einfach ein traumhafter Lauf, den ich gerne liebendgerne weiter empfehle. 🙂

Für wen ist der Lauf geeignet:

Auf die Distanz von 52 Kilometern sollten sich nur Leute mit Bergerfahrung und/oder einem sehr guten Fitnesslevel anmelden.

Die 35 Kilometer bis zur Eng sind zwar anstrengend, aber durchaus zu schaffen.

Was braucht man für solch einen Lauf?

Ich empfehle definitiv spezielle Trailrunning-Schuhe. Der Untergrund ist größtenteils sehr Uneben. Das erfordert ein spezielles Profil. Des weiteren ist trotz super Verpflegung an der Strecke eine zusätzliche Trinkflasche angebracht. Die Anstiege sind schweißtreibend. Der Flüssigkeitsverlust sollte unverzüglich wieder ausgeglichen werden.

Außerdem natürlich wetterfeste Kleidung. Die Stöcke waren hilfreich, aber für mich persönlich nicht essentiell. Sollte ich noch einmal laufen, würde ich ohne an den Start gehen, denn jedes Gramm extra erschwert den Anstieg 😉

Ist so ein Marsch mit einem Marathon zu vergleichen?

Nein, definitiv nicht. Zum einen weil hier wie gesagt der Wettkampfgedanke sehr schwach ausgeprägt ist, zum anderen weil es eine andere Belastung ist. Es ist keine stetiges Durchlaufen möglich; Kopfabschalten und „stur ab durch die Mitte“ sowieso nicht.

Wie ging es mir am Tag danach?

Gute Frage, nächste Frage 😉 Nein Spaß bei Seite! Wiedererwartend ok. Auch wenn ich im ganzen Körper Muskelkater hatte (habe ;)), war ich nach dem Regensburgmarathon weitaus „kaputter“.

Heute, 2 Tage nach dem Marsch spüre ich nur noch die Oberschenkel und die Schultern. Das überrascht mich selbst.

Und wie lang habe ich nun gebraut? 😉

8:25:26 Stunden. Eine Zeit, mit der ich tatsächlich mehr als zufrieden bin! 🙂

Fazit:

Das Distanz ist, was der Kopf draus macht und der Kopf eher aufgibt als die Beine, ist bereits bekannt. Aber das man mit einem starken Willen das Karwendelgebirge versetzen kann, war mir neu 😉

Der Glaube an sich selbst und der Wille, etwas zu schaffen können wahre Wunder bewirken. Versucht es einmal: It’s all in your head! 😉

Ich möchte mich bei allen Unterstützern bedanken; bei den Spendern für mein Kiew Projekt, bei den Organisatoren und Freiwilligen Helfern des Marschs, bei Madgalena (Der schnellsten Maus vom Achensee ;)) und bei der Olympiaregion Seefeld für die Einladung zur Teilnahme. Es war mir eine große Ehre! 🙂

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine wunderschöne Woche; let your dreams come true!

#keeponrunning

Eure Sandra


{ 11 Kommentare… lies sie unten oder füge einen hinzu }

gregor September 2, 2014 um 16:17

Danke für den schönen Bericht, spricht mir aus der Seele. War auch zum ersten mal dabei, in 9.22 durchgematscht. Für bisher max. Halbmarathon bin ich sehr zufrieden. Wetter egal, war ein wunderbarer Tag. Liebe Grüsse und bis nächstes Jahr. (oder am 06.09. achenseelauf!!) ciao, gr

Antworten

Sandra September 15, 2014 um 15:10

Hallo liebe Gregor,
vielen lieben Dank für das Feedback und Gratulation zum tollen Finish! 🙂 Wie „lief“ es beim Achenseelauf? (War leider nicht dabei, hab aber an Euch gedacht 😉 – wunderbare Fotos!!!)

GLG und bis nächstes Jahr zum Karwendel 🙂
#keeponrunning
Sandra

Antworten

Jenny September 3, 2014 um 06:02

Toller Beitrag, liebe Sandra! Ich kann mir vorstellen wie anstrengend der Lauf war – ich war nach 4 Stunden Trailrunning schon am Anschlag 😉

Antworten

Sandra September 15, 2014 um 15:12

Danke liebe Jenny 🙂 So anstrengend es auch sein mag, so wunderschön ist es aber auch <3

Antworten

kiefer inge September 3, 2014 um 19:35

Liebe Sandra,
Superpräzise Dein Bericht.
Du hast da eine Klasse Laufleistung gestanden.Deine Zukunft ist
Sportlich auf einem Superweg.Weitsichtig einteilen! Deinen Körper pflegen,Deine Seele ist die Sonne. Ich habe erst vor 9Jahren ,mit 60angefangen mit joggen/marschieren.“Unseren“Karwendeltag in Pertisau mit 10:48st.glücklich beentet.
Liebe Sandra,wenn Du ein Buch Schreibst,Kauf ich es gleich!!!
Inge Kiefer1945 lt/Ettlingen Saarlandstr.9. 76187Karlsruhe.
Dir von ganzem Herzen alles Gute,Fluss heil.

Antworten

Sandra September 15, 2014 um 15:14

Herzlichen Dank für Deine lieben Worte Inge, das freut mich sehr zu lesen. Auch Dir herzlichen Glückwunsch zu dieser wahnsinns Leistung – Hut ab! #keeponrunning
LG Sandra

PS: Ein Buch ist tatsächlich in Arbeit; gerne melde ich mich wenn es erscheint 😀

Antworten

Nina September 3, 2014 um 21:24

Toller Beitrag, liebe Sandra! hast du sehr gut geschrieben. Weil ich das erste Mal dabei war, bin ich „nur“ 35 km gelaufen und die habe ich in 6:04 Stunden geschafft. So anstrengend habe ich den Marsch mit nicht vorgestellt, aber jetzt weiß ich was mich im nächsten Jahr erwartet und ich kann mich gezielter darauf vorbereiten. Zwischendurch habe ich mir gesagt „warum tust du dir das an“ aber dann hat mein Wille gesagt „da musst du durch, du schaffst es“…

Ein Wort noch an die Organisatoren – Ihr habt den Lauf super (!!!) organisiert. Vielleicht spielt nächstes Jahr das Wetter bisschen besser mit.

Danke!!! Eure Nina

Antworten

Sandra September 15, 2014 um 15:17

Hi Nina,
vielen Dank und herzlichen Glückwunsch – klasse Leistung. die ersten 35k sind auch wirklich die Schönsten, also alles richtig gemacht 🙂

Freu mich auf vielleicht ein persönliches Kennenlernen nächstes Jahr 🙂

#keeponrunning
Sandra

Antworten

Frank Britze September 9, 2014 um 04:45

Danke für den schönen Bericht, welchen wir Wanderer über 52km nachvollziehen können.
Uns hat nur am Start gewundert, das alle losgerannt sind ab 10 km hat es uns dann auch erwischt, aber auch dem Wetter geschuldet.

Danke noch einmal an alle Helfer, welche uns an der Strecke so toll betreut haben.

Antworten

Sandra September 15, 2014 um 15:21

Hi Frank, Gratulation zum Finish – super! 🙂
Die „Hektik“ am Anfang kann ich bestätigen; bin auch mit losgerannt; aber schon am ersten Berg in „Speedhike“ Modus gewechselt.

Ich staune über die Streckenrekordzeiten; wirklich eine wahnsinnige Leistung der Topläufer.

Vielleicht bis nächstes Jahr 🙂
#keeponrunning
Sandra

Antworten

Sandra September 15, 2014 um 15:18

Herzlichen Dank an Euch Alle für die lieben Kommentare, es ist wirklich schön so ein Feedback zu erfahren <3

Auch an dieser Stelle von mir noch einmal ein dickes Dankeschön an die Organisatoren! Eine fabelhafte Veranstaltung!

Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: