3 Macken die jeden Läufer stärker machen

von run.de am 2. Februar 2015

Ab und zu ein bisschen joggen gehen: Das machen viele. Und doch ist es ein Unterschied, ob man als Jogger ab und an unterwegs ist, oder ob man sich als Läufer bezeichnet und fühlt. Ein Läufer zeichnet sich nicht nur dadurch aus, bestimmte Distanzen in einer bestimmten Zeit zurück legen zu können.

Ein Läufer zeichnet sich auch häufig durch ganz bestimmte “Macken” aus, die man positiv formuliert auch als Faktoren mentaler Stärke bezeichnen kann.

Aber welcher dieser Faktoren machen einen Läufer wirklich stark?

Resilienz

Liest man aktuell Aufsätze und Bücher zum Thema Management, Führung und Karriere, taucht dieses Wort ganz oben auf den Listen auf, was eine gute Führungskraft ausmacht. Resilienz – ein Wort, dass man bis vor Kurzem kaum kannte und bei dem man heute noch schauen muss, wie es denn nun wirklich geschrieben wird. Beim Läufer bedeutet Resilienz jedenfalls, dass man bereits ist, zu leiden, zu kämpfen und Schmerzen zu erdulden – und das nur, um eines Tages schneller, weiter, besser laufen zu können. Wer schnelle Erfolgserlebnisse braucht, sollte sich nicht unbedingt Laufen als Hobby auswählen.

Fokussierung

Es ist eine alte Floskel: Wer erfolgreich laufen möchte, der braucht Ziele. Und auf diese Ziele sollte man sich fokussieren. Bei Kilometer 38 während eines Marathons sagt einem der ganze Körper, dass man sofort und auf der Stelle mit dem Laufen aufhören sollte. Läufer schaffen es dann, den Fokus auf das Ziel in vier Kilometern Entfernung zu legen. Gleiches gilt, wenn eine Trainingsrunde ansteht, es aber regnet. Fokussierte Läufer machen ihr Verhalten nicht von der aktuellen Situation sondern von ihrem großen Gesamtziel abhängig.

Vertrauen

Ein Läufer lernt auf Dauer, in seine Stärken zu vertrauen. Er wird sich von kleinen Unsicherheiten nicht vom großen Ziel abbringen lassen. Er weiß aus Erfahrung, dass er seine Ziele erreichen kann. Zu diesem Grundvertrauen eines Läufers gehört neben der Erfahrung, die man im Laufe der Kilometer sammelt, auch die Offenheit für neue Impulse im Training. Wer seinen Zielen treu bleibt und die Wege, diese Ziele zu erreichen, wechselt, wird sich einen Erfahrungsschatz aneignen. Und wie im “richtigen Leben” sind es diese Erfahrungen, die einen Läufer wissen und spüren lassen, was gut und richtig ist.

Laufen ist Kopfsache und auch diese kann man gezielt und bewusst trainieren. Nutzt Du diese Möglichkeit und falls ja, welche Erfahrungen hast Du damit gemacht?


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Christian Februar 17, 2015 um 10:58

Ich glaube, Resilienz – oder ich nannte es immer ‚Wi­der­stands­fä­hig­keit‘ – ist das Schwerste, denn damit steht und fällt am Ende der große Erfolg.
Das Beispiel Marathon bei Km 38 – viele fangen an zu gehen und schleppen sich durch, weil sie das Ziel schon fokussiert haben, aber sie erliegen doch dem Schmerz.
Gleiches gilt für den 10km-Läufer, der z.B. immer 40 Minuten braucht. Man muss es einmal angehen in schnellerem Tempo – es testen und den Schmerz dann aushalten. Schafft man das, wächst auch das Vertrauen und man kommt in eine positive Spirale.

Hat man Widerstandsfähigkeit, gewinnt man das Vertrauen in sich, um den Fokus immer weiter nach vorn zu legen. Aber ja, diese drei Dinge benötigt ein Läufer, sehr schön geschrieben 🙂

LG,
Christian

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