(3) Über die hohe Kunst sich selbst zu motivieren

von Sandra Mastropietro am 24. Februar 2014

>>Läuferleben<<

Über die hohe Kunst sich selbst zu motivieren

Es ist nicht einfach; dieses Läuferleben: Im Sommer zu warm, im Herbst zu nass, im Winter zu kalt und im Frühjahr zu müde oder dem Putzwahn verfallen… von Überstunden und Wäschebergen mal ganz abgesehen, scheint uns der Alltag  tausend und einen Grund nicht zu laufen sprichwörtlich auf einem Silbertablett zu servieren! …Theoretisch 😉

Aber wer will schon „einfach“? Also heißt es in der Praxis natürlich Laufschuhe an und ab auf die Piste; denn Laufen macht den Kopf frei, schüttet Glückshormone aus, ist gesund und macht jüngsten Statistiken nach auch noch erfolgreich! 🙂

Klingt doch super, oder?! 🙂 Aber wie motiviere ich mich nach einem langen Arbeitstag, wenn es draußen stürmt und schneit, schlimmstenfalls auch noch dunkel ist?

Hier ist der Plan:

  • Regel Nummer 1 – Der Selbstmotivation Entfaltungsmöglichkeiten bieten! 😉

Die Couch ist der Feind! Jaja, die bekannten 5 Minuten! „Nur ganz kurz ausruhen“ – das scheint nach einem langen Arbeitstag plausibel – Fakt ist aber: aus dem „ganz kurz“ wird meist „ganz lang“; denn wer einmal liegt kommt selten wieder hoch …und Vorgenommenes nicht einhalten ist leider ein ganz großer Motivationskiller 🙁

Deswegen: Am besten direkt nach der Arbeit rein in die Laufklamotten und los geht’s! Ihr werdet sehen: Die Couch ist nach einem „Kopf-Klar Ründchen“ sogar noch bequemer und das Gewissen befriedigt 🙂

  • Regel Nummer 2 – Gruppenzwang aufbauen 😉

Prima, Ihr habt Eure Laufsachen mit in der Arbeit – der erste „Schritt“ ist also schon getan! 🙂 Da man täglich ja sowieso mindestens eine gute Tat vollbringen sollte; was haltet Ihr davon den oder sogar die Lieblingskollegen mit in Euer vorhaben einzubinden? Oder einen Freund/eine Freundin, mit dem/der Ihr Euch direkt nach der Arbeit im Park trefft? In der Gruppe läuft es sich leichter und macht das Ausreden finden schwerer.

Noch ein Tipp: Erzählt Leuten im Umfeld von Euren Laufvorhaben; denn Sie werden sicherlich nachfragen wie es läuft 😉

  • Regel Nummer 3 – Ziele stecken, Ehrgeiz wecken!

Meldet Euch für eine offizielle Laufveranstaltungen an. Es gibt Distanzen ab 5 Kilometer aufwärts. Das Wissen, sich am Tag X mit vielen, unbekannten Gleichgesinnten zu messen verleiht der Eigenmotivation Flügel; denn auch wenn der Weg das Ziel ist möchte ja doch niemand vom berüchtigten Besenwagen weg gekehrt werden. 😉  Aber selbst wenn es mal so sein sollte; hey: Ihr habt auf jeden Fall alle Couch-Kartoffel überholt – jeder Läufer ist ein Gewinner!!!

  • Regel Nummer 4 – Das alt-bewerte Belohnungssystem 😉

Ihr habt Sport gemacht; trainiert! Körper und Geist etwas gutes getan; Kalorien verbrannt und Muskeln aufgebaut – belohnt Euch; Ihr habt es Euch verdient 🙂 Wie wäre es mit einem unbeschwerenden..ähm unbeschwerten… 😉 Pizza-Essen, bei dem ihr stolz Freunden und Bekannten von Euren Trainingsfortschritten berichten könnt?! Die Anerkennung ist Euch Gewiss 🙂

  • Regel Nummer 5 – Live. Love. Run.

Führt man etwas regelmäßig über den Zeitraum von etwa drei Wochen aus, so wird es vom Körper als „Gewohnheit“ anerkannt. Nach ein paar „Couchkämpfen“ und ein wenig Selbstüberwindung  ist das Laufen also ein fester Bestandteil unseres Lebens und nicht mehr wegzudenken! Hat man dieses Stadium einmal erreicht, gibt es im wahrsten Sinne des Wortes kein zurück mehr; denn „hier ist der Start, dort ist das Ziel – dazwischen musst Du Laufen“ 😉

Übrigens: Es wird immer Phasen geben, in denen Euch Euer innerer Schweinehund auf der Nase herumtanzt 😉 (Bitte nicht bildlich vorstellen 😉 ) Damit seid Ihr nicht allein; diese Phasen haben sogar Profi-Sportler! Einfach nicht entmutigen lassen. Portale wie zum www.run.de bieten täglich tolle Motivationsposts bei denen man gar nicht anders kann als zu denken: Jawohl, Morgen greife ich auch wieder an! 🙂

Schlusswort: Sieger (und damit meine ich nicht die Bestplatzierten eines Wettkampfes) werden im Kopf gemacht. Das aller wichtigste ist, dass Eure Einstellung stimmt. Habt Spaß an dem was Ihr tut und seid positiv gestimmt; dann läuft der Rest schon fast von ganz allein! 🙂

Die folgenden Zitate bringen meinen inneren Schweinehund übrigens oft zum Schweigen und ein Lächeln auf meine Lippen:

„Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe.“
-Willy Meurer

„Der Unterschied zwischen dem Unmöglichen und dem Möglichen liegt in der Entschlossenheit einer Person.“
Tommy Lasorda

„Nie entmutigt sein, Geheimnis meines Erfolges.“
-Ernest Hemingway

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Laufen und Trainieren 🙂

#keeponrunning

Eure Sandra

PS: Das heutige Thema ist Markus und Robert gewidmet 🙂 Solltet Ihr Themenwünsche oder sonstige Anmerkungen zur Kolumne haben, könnt Ihr mir diese jederzeit sehr gerne per Email an Sandra@run.de oder via Facebook www.facebook.com/sandra.mastropietro.running mitteilen 🙂


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