(4) Von empathischen Nasen und anderen Störfaktoren

von Sandra Mastropietro am 3. März 2014

>>Läuferleben<<

Von empathischen Nasen und anderen Störfaktoren

Laufen; Idylle – Gleichmäßige Schritte auf weichem Waldboden; die Gedanken schweifen, die Erholung setzt ein… und dann: ein unwillkürliches „Mhhhkkkkrrxxx“…

Ja; die Nase möchte eben auch mitlaufen 😉

Und das ist auch gut so; denn diese „Reaktion“ sorgt unter anderem dafür, dass die Muskeln trotz Belastung genug Sauerstoff bekommen. 🙂

Und wie bitte soll das gehen; wenn doch nur was raus und nix rein kommt?! 😉

Ja, so genau kann ich Euch das leider auch nicht erklären, aber eines steht fest: Die Nase reinigt die Luft die wir einatmen, bevor sie in die Lunge gelangt. Bei kalten Temperaturen erwärmt und feuchtet unsere Nase sie auch noch an. Also eine ganz enorme Leistung für so ein kleines Riechorgan. 🙂

Während wir bei Belastungen schwitzen; läuft unsere Nase eben wenn sie Schwerstarbeit verrichtet 😉

Solltet Ihr also das nächste Mal über Eure „Running Nose“ fluchen wollen; haltet inne; lächelt und reicht Ihr ein Taschentuch als Anerkennung für Ihren Fleiß 😉

Zurück in die Idylle – es riecht nach Moos und feuchtem Holz; der Erzähler des Hörbuchs nimmt mich mit auf eine unglaubliche Reise bis …bis plötzlich ein gelber Tennisball und ein angeleinter Zottel-Hund in gefühlter Lichtgeschwindigkeit auf mich zu rasen. Irritiert schaltet mein Körper auf „Vollbremsung“ und noch bevor meine Sinne überhaupt reagieren können landet der Ball direkt vor meinen Füßen. Der Hund überschlägt sich äußerst dramatisch mindestens zehn Mal um dann wie einstudiert genau zwei Zentimeter vor mir zum stehen zu kommen. Ein kurzes Schwanzwedeln und entschuldigendes auf-die-neuen-Laufschuhe-sabbern später sind der Ball und der kalbsgroße Zottel-Hund wieder verschwunden. Was bleibt ist das Piepen meiner Pulsuhr, die von 135 auf 180 geschnellt ist.

In der Ferne winkt einen jungen Mann, der gekonnt mit einem langen rotem Stab den Tennisball aufhebt (was es nicht alles gibt; bücken war scheinbar gestern!). Als ich nicht reagiere, wirft er den Ball erneut, allerdings in Richtung der nächsten Joggerin… 😉

Ich lächle und setze mich wieder in Bewegung; Erholungs- und Genießermodus an. 😉 Die klare Luft strömt in meine geweiteten Lungen … doch was ist das?! Vor mir taucht eine Gruppe junger Menschen in einer riesigen Rauchwolke auf… sie reden nicht; sie laufen nebeneinander her: in der einen Hand die Zigarette, in der anderen das Handy. 🙁

Der Geruch schneidet die sonst so klare Waldluft. Ich zieh mir mein T-Shirt über die Nase und überhole. Laute Musik verschiedener Genres klirrt aus den Smartphones – Wer will schon miteinander reden?!

Kopfschüttelnd wünsche ich, dass das Rauchen in Stadtparks und Wälder verboten wird!

An der nächsten Lichtung schlage ich den Heimweg ein. Als ich schnaufend die Haustür erreiche, lasse ich den Lauf Revue passieren. Es war wieder nahezu perfekt!

Meine Nase lief; also arbeitet mein Körper richtig. Der Hund war ein Test meiner Reaktionen; funktioniert alles noch – yeah 😉

…Nur an den Jugendlichen mit Zigaretten und Smartphones, daran kann ich leider nichts Gutes finden 🙁

Ansonsten: #keeponrunning und lasst Euch durch nichts und niemanden aus der Bahn werfen 🙂

Eure Sandra


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