(5) Sit back and relax

von Sandra Mastropietro am 10. März 2014

>>Läuferleben<<

Relax 😉

Eine Läuferweisheit besagt, dass die Sieger der kommenden Wettkampf-Saison im Winter gemacht werden! 2014 verspricht also spannend zu werden; denn einen Winter „zum Sieger machen“ gab es ja nicht so wirklich. 😉

Spaß bei Seite – natürlich ist mit dem Sprichwort in erster Linie die Kontinuität des Trainings gemeint; dennoch steckt sehr viel Wahrheit hinter dieser Aussage.

Am Wochenende läuteten die ersten Laufveranstaltungen die besagte Saison ein und zeigten deutlich, wer in diesem Nicht-Winter fleißig war….und wer nicht. 😉

Allem voran natürlich DAS Braveheartbattle-Event in Münnerstadt; aber auch der Lufthansa-Halbmarathon in Frankfurt oder der kleine Westparklauf in München dienten vergangenes Wochenende nicht nur dem Re-Meet & Greet der lokalen Läufer-Szene, sondern auch dem Überprüfen der eigenen Form.

Immer wieder stelle ich fest, dass viele Läufer zwei Wochen vor dem Wettkampf sprichwörtlich kalte Füße bekommen und härter trainieren als in der gesamten Zeit davor.

An dieser Stelle möchte ich den Zeigefinger heben: Einen Trainingsrückstand kann man kurz vor dem geplanten Wettkampf ganz sicher nicht mehr einholen!

Im Gegenteil: Nur ein gut erholter Körper kann am Wettkampftag auch die gewünschte Hochleistung erbringen.

Deswegen: Sit back and relax 🙂

Eigentlich gibt es sowieso nur zwei Möglichkeiten: Entweder Du hast ausreichend trainiert und bist bestens vorbereitet (ja; Ihr habt Recht – man ist nie bestens vorbereitet 😉 ) oder Du siehst den Lauf als Training an, um dann anhand Deiner gelaufenen Zeit entsprechend weiter aufbauen zu können 🙂

Eine dritte Möglichkeit: Du läufst Just for Fun, was ich persönlich großartig finde *Daumen hoch* 🙂

Nach dem Mumbai Marathon im Januar habe ich das Trainingspensum zurückgefahren und meinem Körper eine Pause versprochen. So kamen im Februar mit Ach und Krach nur knappe 120 Trainingskilometer zusammen, wobei 21 davon dem Halbmarathon in Verona geschuldet sind. Wäre der nicht gewesen; hätte ich wahrscheinlich nicht mal die 100 geknackt.

In der ersten März-Woche waren sogar nur 20 Kilometer „auf meinem Tacho“ 😉 Bis Sonntagmorgen; da habe ich aus dem Fenster geschaut und gedacht: Wow, was für ein Wetter – da MUSS man einfach laufen gehen! 🙂 Einige Freunde hatten mir von dem Westparklauf erzählt und laut der Homepage des Veranstalters konnte man sich sogar noch nachmelden. Also auf ging’s!

Mal wieder einen schnellen 10er laufen, um zu sehen wo ich stehe. Schon während ich den Zettel zur Nachmeldung ausfüllte schwante mir Böses. Kein gezieltes Training, ein hügeliger Westpark als Strecke vor mir. Ohweh!

Doch nun gab es kein zurück. Um 10 Uhr fiel der Startschuss und versetze mich in meine eigene Welt. Ohne zu denken ließ ich einfach laufen, genoss die Sonnenstrahlen im Gesicht und verfluchte mich selbst an den Bergen. Also alles wie immer 😉

Nach 47:33 Minuten überquerte ich die Ziellinie. Neue persönliche Wettkampfbestzeit und Platz 5 meiner Altersklasse über zehn Kilometer trotz ungewohnt hügeliger Streckenführung.

Wow!!! Mein Körper signalisiert mir: Er hat regeneriert und ist scheinbar bereit für neue Marathon-Schandtaten. 😉

Ihr seht, einfach mal „relaxen“ kurz vor dem Wettkampf schadet auf keinen Fall. Im Gegenteil! Studien beweisen, dass Läufer, die in der Woche vor dem „Kräftemessen“ nichts tun außer sich gesund zu ernähren, über 6% mehr Leistung erbringen können.

Ich wünsche Euch Allen eine tolle Wettkampf – Saison 2014, egal ob Ihr schon im Frühjahr durchstartet oder erst im Herbst, viel Erfolg und Spaß bei den Läufen. Bleibt verletzungsfrei und erholt Euch vor und nach dem Lauf gut 😉

#keeponrunning

Eure Sandra


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