Abwechslung im Training: Raus auf den Trail

von run.de am 4. März 2015

Laufen ist für viele auch einfach nur ein Kampf. Ein Kampf gegen sich selbst, ein Kampf gegen die Strecke, ein Kampf gegen das Wetter, ein Kampf gegen die Uhr. Wie wäre es noch mit einem Kampf gegen den Lauf-Untergrund. Zum Beispiel beim Trail-Running.

Vereinfacht gesagt, geht es beim Trail-Running über Stock und Stein, querfeldein durch das Gelände. Und viele Läufer, die müde sind, immer die gleichen Runden in Parks und auf Radwegen zu laufen, entdecken die Trails für sich. Ein guter Vorsatz ist es also, endlich mal mehr Trail-Erfahrungen zu sammeln.

Bild: Heiko Hartsuijker.nl | CC BY-SA 2.0

Die Strecke gibt die Pace vor

Neben dem zusätzlichen Element im Kampf, zeichnet sich ein Trail-Lauf insbesondere dadurch aus, dass man es noch direkter spürt, in der Natur unterwegs zu sein als bei einem herkömmlichen Lauf. Das hat auch zur Folge, dass die Beschaffenheit des Bodens und des Geländes wichtiger ist als zum Beispiel die gelaufene Zeit. Auch wenn das Trail-Training hart sein kann: Zeiten haben in dem Training wenig verloren. Das müssen viele erst lernen, dass die Strecke die Pace vorgibt und nicht die Uhr. Aber gerade das kann eine schöne Abwechslung im Training sein, nach der sich ja viele sehnen.

Härtetest für Gelenke, Muskeln & Sehnen

Hinzu kommt: Ein schnelles Training im Gelände ist ganz anders als ein schnelles Training auf der ebenen Strecke. Das Training fordert den ganzen Körper. Gelenken, Muskeln und Sehnen wird viel abverlangt. Im Umkehrschluss heißt das auch: Eine Runde in rauhem Geländer kann dazu beitragen, den Körper für den Laufsport generell zu stärken.

Bäume auf der Trail-Runde können wunderbar als Meilensteine genutzt werden: Bis zum nächsten Baum gibt man Vollgas im Training, dann lässt man es bis zum dritten Baum ruhiger angehen, ehe man für die nächsten zwei Bäume Vollgas gibt. Auch hier gibt die Strecke bzw. die Umgebung der Strecke das Training vor. Und das mögen viele mehr als wenn dieses die Uhr macht.

Auch gut: Hügel und Anstiege. Ein Lauffreund hat den Anspruch, bei Anstiegen im Gelände das Tempo aufrecht zu erhalten. Fühlt er sich fit, dann dreht er die eine oder andere Schleife extra, um mehrere Anstiege in sein Training einzubinden. Das ist ein gutes Training, um generell seine Grundlagenausdauer zu steigern, da er bei den Anstiegen weit im anaeroben Bereich unterwegs ist. Und auch hier gilt: Der Anstieg und damit die Strecke definiert das Tempo. Die Uhr kann zu Hause bleiben.

Trail-Running = Willkommene Abwechslung

Es muss jetzt nicht gleich jeder Läufer zum Trail-Runner mutieren. Aber das gelegentliche Training im Gelände hat viel für sich: Der Körper wird gestärkt, man erhält neue motivierende Trainingsimpulse und man kann spielerisch positive Trainingseffekte erzielen, die einen auch später auf Asphalt weiter voran bringen.


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