adidas Ultra Boost

von Florian Boehme am 9. April 2015

adidas Ultra Boost
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Design
Passform / Laufgefühl
Material / atmungsaktiv
Verarbeitung / Haltbarkeit
Preis / Leistung
Rating: 8.5/10 (15 votes cast)

ultra Boost – der beste Laufschuh aller Zeiten?

Seit 2013 hat adidas die Boost-Technologie auf dem Markt. Aktuell ist das Modell „ultra Boost“ der Renner auf dem Laufschuhmarkt. Was macht den Boost aus und für wen ist der neutrale Laufschuh geeignet? Hält adidas sein Werbeversprechen?

Ein fetzig, modern gelber Schuhkarton trifft bei mir ein – der neue ultra Boost. Die User auf Facebook sind hin und weg von diesem Schuh der momentan nicht leicht zu ergattern ist.
Zeit für mich diesen gleich auszuprobieren und anzulaufen!

Der Schuh trägt sich im Obermaterial; dem Primeknit, wie ein zweites Paar Strümpfe. Der Tragekomfort ist äußerst hoch und die Sohle ist sehr weich. Quasi wie auf Wölkchen zu stehen ist der erste Eindruck. Die flexible Gummisohle (Stretch Web Aussensohle) schmiegt sich dem Untergrund an was einem im Laufen selbst das Gefühl gibt barfuß zu laufen.

Die Ferse wird im Heel Counter sehr gut gehalten ohne Druck auf die Achilles Ferse auszuüben. Mittels Lasche kann der Fuß ähnlich wie bei einem Schuhlöffel in den Schuh gesteckt werden. Einziges Manko: wem der Schuh zu groß ist der kann leider keine Marathonschnürung anwenden und ein Schnürsenkel Loch weiter hinten nutzen. Diese gibt es hier nicht.

Die Eindrücke der ersten Läufe stützen das Werbeversprechen von adidas. Es handelt sich um einen sehr guten Dämpfungsschuh der beim Abdruck vom Boden Energie zurückgibt. Der Tragekomfort ist immens und der Schuh ist bestens geeignet für Personen die einfach nur genussvoll joggen möchten und nicht auf die Uhr schauen sowie für den einen oder anderen Regenerationslauf.

Wer den ultra Boost auch ultra lange trägt in seinen Trainingseinheiten (Langer Lauf) sollte feststellen dass die Zehen zwar vorne Kontakt mit dem Obermaterial haben – Nächte in denen die Zehenkuppen jedoch schmerzten und die Füße unter der Bettdecke hervorschauen mussten – sind jedoch nicht nötig, da das komplette Obermaterial flexibel ist im Gegensatz zu anderen Modellen die meist eine harte Zehenbox haben.

Wer erwartet seine Bestzeiten hiermit zu verbessern wird sich täuschen. Hierzu eignen sich in der Regel Dämpfungsschuhe im Allgemeinen keinesfalls. Eine Dämpfung kostet dem Läufer immer wieder Kraft um sich vom Boden abzustoßen. Ein harter Laufschuh wäre hier also wünschenswerter.

Wollen Sie die Natur genießen und höchsten Tragekomfort, dann greifen Sie zum ultra Boost. Da die Stretch Web Außensohle jedoch aus einer weichen Gummimischung besteht ist der Verschleiß auf Asphalt erhöht weshalb ich den Schuh eher auf Schotter- oder Waldwegen empfehle.
Eine ausschließliche Nutzung auf Asphalt hätte eventuell zur Folge dass der Schuh bei seinen hohen Anschaffungskosten von 179,95€ (UVP des Herstellers) nach ca. 400km abgenutzt und entsorgt werden muss.

Wer auf die boost-Technologie verzichten kann aber dennoch ein fluffiges Gefühl an seinen Füßen verspüren möchte und auch keine Bestzeiten auf seiner täglichen Joggingstrecke erreichen will, der kann zum Saucony Kinvara greifen. Für etwas härtere Dämpfung, aber dennoch weich genug und dem Vorteil weniger Verschleiß auf Asphalt zu haben empfehle ich den Asics Gel Nimbus.

Jedoch kann der ultra Boost auch als Alltagsschuh getragen werden. Ich trage ihn zum Beispiel als Ersatz zum alten Nike Free 3.0.

Der Schuh wiegt bei einer Größe von 42 2/3 302 Gramm und hat 11 mm Sprengung, aber auf das Gewicht kommt es dem Genussläufer ohnehin nicht an.

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