Ärger mit der Achillessehne

von run.de am 25. März 2015

Die Wade und die Achillessehne gehören zu den empfindlichsten Stellen bei Läufern. Kommt es zu einer Überlastung oder zu einer Fehlbelastung, so ist die Wade häufig der leidtragende Muskel.

Letztlich besteht die Wade sogar aus drei einzelnen Muskeln, dem sogenannten Schollenmuskel und zwei Zwillingsmuskeln. An der Achillessehne kommen diese Muskeln zusammen und die Sehne überträgt die Muskelkraft dann auf den Fuß. Es gibt kaum eine Stelle im Körper, die stärker belastet wird als die Stelle rund um die Achillessehne. Das gilt insbesondere bei Sportlern allgemein und bei Läufern ganz besonders.

Vielen Läufern ist es bekannt: Sie stehen vom Stuhl oder morgens aus dem Bett auf und auf den ersten Metern schmerzt die Sehne. Es braucht einige Schritte, bis man rund läuft. Hinzu kommen eine Verhärtung der Wade insbesondere im unteren Bereich und eine besonders druckempfindliche Achillessehne.

Das Dumme daran: So bekannt die Symptome sind, so unbekannt sind die wirklichen Ursachen. Fakt ist, dass die Achillessehen einiges abfedern muss – bei jedem Schritt ein Mehrfaches des Körpergewichts. Je schneller das Tempo und je höher das Gewicht des Läufers, desto schwerer die Arbeit, die die Sehne leisten muss. Auch Tempoläufe oder Bergläufe stellen eine besondere Belastung dar. Außerdem gehören falsche Schuhe (zu steif), eine ungünstige Fußform sowie eine Überpronation zu den Verdächtigen, die die Beschwerden an der Achillessehne auslösen können.

Dieses Wissen hilft nur nicht, wenn man dann doch Probleme mit der Achillessehne bekommt – die sich oft auch als Wadenprobleme äußern. In jedem Fall ist kühlen angesagt. Das darf man ruhig intensiv über einen oder zwei Tage lang machen. Die Kühlung hilft, die Reizung, die sich häufig zu einer Entzündung entwickelt, zu reduzieren.

Beim Training sollte man ein wenig kürzer treten und während des Laufens wiederum dafür sorgen, dass es die Sehne und die Wade schön warm haben – im Winter können zum Beispiel Kompressionsstrümpfe unter der langen Laufhose helfen. Schmerzt die Sehne nach dem Training weiterhin, dann ist wieder Kühlen angesagt. Es dauert in der Regel sechs bis acht Wochen, bis sich eine Achillessehne auskuriert hat.

Um mögliche Probleme mit der Achillessehne erst gar nicht aufkommen zu lassen, empfiehlt es sich, die Muskulatur der Waden gezielt zu trainieren, auf die richtigen Schuhe zu achten und im Zweifel auch einen Orthopäden aufzusuchen, der mögliche weitere Ursachen für die Probleme ausfindig machen kann – zum Beispiel den Schiefstand des Beckens.


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