Asics DynaFlyte

von Sandra Mastropietro am 29. Juni 2016

Asics DynaFlyte
VN:F [1.9.15_1155]
Design
Passform / Laufgefühl
Material / atmungsaktiv
Verarbeitung / Haltbarkeit
Preis / Leistung
Rating: 8.6/10 (14 votes cast)

Höher, schneller, weiter

– Der Asics Dynaflyte im run.de test –

Es ist ein Trend, an dem keiner vorbei kommt. Auch die großen Schuhhersteller nicht. Marktführer ASICS bringt mit dem DynaFlyte nun seinen bislang leichtesten Cushioning-Schuh (zu dts: Schuh mit gedämpfter Sohle) auf dem Markt.

Klingt spannend, aber was kann der Schuh außer spacig-schick ausschauen?  – Das wollte ich genau wissen und habe ihm am vergangenen Wochenende (25.06.16) bei einer Nachtmarathonveranstaltung getestet.

Normalerweise laufe ich den DS Trainer auf die 42.195 Königskilometer und wechsele mein Wettkampfmodell auch nur schweren Herzens – doch wo, wenn nicht auf der Marathonstrecke, kann man ein neues Modell auf Herz und Nieren bzw. Mittelsohle und Passform besser testen 🙂

Bereits beim ersten Einlaufen stelle ich fest: Der Schuh ist richtig bequem! (ok, ich habe ehrlich gesagt nichts anderes erwartet – aber so „rundum“ fühlt er sich positiv auffällig weicher als mein DS Trainer an) Die Passform ist perfekt, auch ohne Verwendung der Marathon-Ösen sitzt der Schuh wie angegossen.

Mit ganz viel Aschenputtel-Feeling hüpfe ich also über den Asphalt und merke: It’s getting faster and faster.

Anmerkung hier: Meiner Meinung nach ist der Schuh nicht für die gemütliche Sonntagsrunde geeignet, denn durch Abrollverhalten  und besonderer Leichtigkeit fällt das „Langsamlaufen“ im DynaFlyte schwer.

Also ab auf die Marathonstrecke und auch wenn ich weiß, dass ich aufgrund meiner aktuellen Form definitiv keiner Bestleistung entgegenlaufe, so bin ich doch gespannt wie gut die Dämpfung im Leichtgewichtsschuh ab Kilometer 32 noch funktioniert – und vor allem welche Zielzeit am Ende stehen wird 😉

Startschuss: Es läuft. Also ich laufe – viel zu schnell. Aber es macht eben Spaß. Die Strecke führt uns die ersten Kilometer über Asphalt und ich scheine tatsächlich zu fliegen. Kurze Bodenkontaktzeiten, gute „Rückmeldung“ vom Schuh.

Ab Kilometer 12 geht es vermehrt auf Waldboden, matschigen Waldboden, weiter. Hier bin ich über Grip und Response der Sohle trotz weichem Untergrund überrascht. Kilometer 15: Kies / Schotter – und ich spüre nichts! 🙂 Y E A H!

Kilometer 20: Es wird dunkel und ich nehme das Tempo raus. Nicht, weil der Schuh schlecht ist, sondern weil ich ein Blindfisch bin und aufhören sollte, Nachtmarathons zu laufen.

Kilometer 36 – Ich finde mich endlich auf einer beleuchteten Straße wieder und kann trotz vorangegangenen Kilometern nochmals auf Sub 5er Pace beschleunigen (ja, das ist für mich schnell)

Die Dämpfung hält was sie verspricht. Ich kann keine Einschränkung im Komfort feststellen.

Ich finishe leichten Fußes, ohne Blasen trotz mangelnden Einlaufens und mit dem Wissen, dass mich der DynaFlyte noch bei vielen Marathons begleiten wird. Dann im Hellen und auf einer schnelleren Strecke ohne Höhenmeter – vielleicht sogar zu einer neuen Bestzeit.

Zur Sohle (Die Technik-Pflichtlektüre für alle Detailliebhaber und Kenner unter Euch)

Der DynaFlyte ist auf ganzer Länge mit einer Zwischensohle aus FlyteFoam* ausgestattet, welches das das neueste ASICS-Patent im Bereich der Zwischensohlentechnologie darstellt. Er wiegt weniger als 300 g und ist mit einem Gewicht von ca. 270 g (US 9 men) der leichteste Cushioning-Laufschuh von ASICS. Die Sprengung liegt bei 8mm.

*FlyteFoam ist die von ASICS’ patentierte, leichte und reaktionsstarke Dämpfungstechnologie, welche im November 2015 zum ersten Mal beim Modell ASICS MetaRun zum Einsatz kam. Beim DynaFlyte wird FlyteFoam nun erstmalig in seiner reinsten Form verwendet. Durch die Nutzung von verstärkten organischen Fasern, die die Dämpfung unterstützen, ist das Material um etwa 55 % leichter als der Industriestandard.

Der DynaFlyte wird ab Mitte Juli 2016 als Herren- und Damenmodell im ausgewählten Sportfachhandel sowie online zu einem UVP von 160 € erhältlich sein.

Liebe Grüße und #keeponrunning

Eure Sandra

„PS: Don’t Run, Fly!“ 😉


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