Berliner Halbmarathon 2016 – Mit SC24.com zu neuen Bestzeiten

von run.de am 11. März 2016

Am 03.04.2016 starten 4 Läufer beim Projekt „Mit SC24.com zu Bestzeiten“ beim Berliner Halbmarathon. Jeder der Läufer bringt seine eigene Geschichte mit und hat den Traum in der Hauptstadt eine persönliche Bestzeit aufzustellen.

Die 4 Läufer:

Sandra Rodemeier, Rudi Schmidt, Benny Trump

Sarah Uliczka

Hier die Geschichten und Ziele der Kandidaten:

Sandra Rodemeier 35: Ziel < 2h (Von 95 kg Januar 2015 auf 65 kg heute)

Eigentlich wollte ich nur noch ein paar Kilo abnehmen und dazu, möglichst bequem, nicht auch noch kilometerweit fahren müssen, um eine halbe Stunde Sport zu treiben. Wie ich meine ersten Kilometer laufend hinter mich gebracht habe, wissen meine Nachbarn besser als ich – sicherlich mit viel Gemecker und Gestöhne. Und wenn ich mir die „kurze“ Strecke heute anschaue, die ich mit Ach und Krach geschafft habe, muss ich fast ein bisschen lächeln. Manchmal hilft es dann auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und einen befreundeten Zeitungsausträger zu kennen, der einem netterweise, einige Zeit die Tageszeitung in die Rolle steckt, weil der eigentliche Bezieher im Urlaub ist. Jedenfalls fand ich dort den Artikel über eine geplante HM-Aktion des VfB Fallersleben/VfB fit. Welcher Übermut mich geritten hat mich dort zu bewerben? Wer weiß! Ich wurde ausgewählt, bekam einen individuellen Trainingsplan, nette Laufkollegen und ein schickes Trikot 🙂 Nach quälenden 3km, kämpfenden 10km bei unserem ersten gemeinsamen Trainings- Treffen, sollte es nun ein Halbmarathon werden. Ich war motiviert, also trainierte ich fleißig und der Erfolg konnte sich sehen lassen, nicht nur auf der Waage. Ich fand Spaß am Laufen. An heißen Tagen und auf langen Strecken hatte ich immer eine Fahrradeskorte bei mir (Mann und Kinder). Und nicht zu vergessen, war ich nun auch „Mitglied“ beim Lauftreff. Laufen bestimmte meine Freizeit – ich hatte das Gefühl, endlich etwas für mich gefunden zu haben, an dem ich Spaß hatte, etwas was ich konnte, in dem ich gut war, in das ich meine Familie mit einbinden konnte und durch das ich viele tolle Leute kennengelernt habe. Ziemlich schnell nach dem Halbmarathon in Wolfsburg am 03. September wurde klar – da geht noch mehr, da kommt noch mehr, her mit dem MEHR. Wie gut, dass ich genauso verrückte Laufkollegen hatte. So war schnell klar: Es wird ein zweites gemeinsames Event geben und es wird Berlin und mit Berlin dann für jeden eine neue Bestzeit! Gesagt, getan, Hotel gebucht, Nudelparty organisiert, Familien informiert….BERLIN – wir kommen. Je näher der Termin rückt und je aufgeregter ich werde, desto öfter frage ich mich auch: Warum tust du das? Vor allem immer dann, wenn eine Trainingseinheit auf dem Programm steht, die verspricht anstrengend zu werden und das Wetter sich zwischen hell und dunkel, Schnee und Regen, Wind und Sturm nicht entscheiden kann. Manche Laufeinheit habe ich so aufs Laufband verlegt, aber mit Gewissheit kann ich sagen, dass ich spätestens danach (ob im Regen an der frischen Luft oder auf dem Laufband) immer wieder diese gewisse Befriedigung empfunden habe, die jeder Läufer sicher kennt. Das Wissen, etwas geschafft zu haben, noch mehr schaffen zu können und an etwas Großem beteiligt zu sein. Klingt etwas poetsich? Ist aber wahr! Und sicher ist, dass der Halbmarathon in Berlin die richtige Entscheidung ist. Nicht nur, weil ich eine Zeit unter 2 Stunden schaffen will – 1.59:59 Stunde wäre da doch schon Mal ein guter Anfang– sondern auch, weil ich mich auf die Stadt freue. 30.000 Gleichgesinnte, eine tolle Strecke mit viel Ablenkung während des Laufs, Tausende Zuschauer, die einen Anfeuern und mein Lieblingskeksladen direkt auf dem Alexanderplatz. Was will man mehr? Berlin – ich komme!

Benny Trump, 36, Ziel

Lauferfahrung: knapp 5 Jahre (seit 03.07.2011) Zum Laufen bin ich folgendermaßen gekommen. Ich habe seitdem ich 6 Jahre alt bin bei uns im Verein Fußball gespielt. Ich war schon immer Torwart. Ganz besonders gerne war ich Torwart, weil ich da meist nicht so viel laufen musste wie die anderen. Ich war wirklich bis zum Ende meiner aktiven Fußballzeit 2010 der Lauffoulste Spieler…. Das fiel auf meiner Position ja zum Glück nicht so auf 🙂 Dazu kommt, dass ich von meinem 16. Lebensjahr an geraucht habe. Als ich dann im Jahr 2011 mit meiner jetzigen Frau beim Staffelmarathon in Wolfsburg war (ich als Unterstützung, sie als Teilnehmerin), hat das den letzten Ausschlag gegeben auch selbst mit dem Laufen zu beginnen. Meine Frau lief zu der Zeit regelmäßig und ich konnte nur selten verstehen, dass man daran Spaß haben kann…. Tatsächlich begann ich dann im Juni 2011 mit dem Laufen… Mein 1. Lauf war eine kleine Runde bei uns im Ort. 3,8km in knapp 26 min… Von da an war ich bis heute Regelmäßig los und es hat mir tatsächlich auch angefangen sehr viel Spaß zu machen. Meist bin ich dann mit meiner Frau zusammen gelaufen und sie motivierte und trainierte mich sehr zu dieser Zeit. Da ich dann auch einen gewissen Ehrgeiz entwickle, sollte natürlich auch ein Wettkampf her. Dieser war dann der Windmühlenberglauf in Fallersleben am 21.08.2011. Ich beendete diesen Lauf in 55.40min. Hätte meine Frau mich auf der Strecke nicht begleitet und durch die 10km getrieben, hätte ich mich spätestens nach 8km an den Streckenrand zum Ausruhen gelegt…. Im Oktober habe ich dann auch das Rauchen aufgegeben und bis heute vermisse ich es nicht. Heute laufe ich 4-5x/Woche ca. 40-90WKM und konnte meine 10km Zeit auf 42min steigern. Meinen 1. Marathon lief ich im letzten Jahr im Oktober in München und erreichte das Ziel nach 3.52h. Bei meinem 2.Marathon am 26.04. in Hamburg lief ich als Pacemaker für meinen Vater der endlich mal unter 4h einen Marathon beenden wollte. Dieses Ziel erreichten wir gemeinsam und finishten nach 3:55h überglücklich. Laufen ist meine große Leidenschaft geworden und ich kann mir mein Leben ohne Laufen im Moment schwer vorstellen. Mein Ziel beim Halbmarathon in Berlin ist es, meine momentane Bestzeit von 1:37h zu verbessern. Ich bin 2014 schon in Berlin gelaufen und die Strecke und Leute haben mir sehr gut gefallen. Mein Training läuft momentan sehr gut und ich bin optimistisch dieses Ziel zu erreichen. Ich bereite mich gerade auf den Marathon in Barcelona vor. Diesen werde ich am 13.03.2016 laufen. Danach sollte ich für den Halbmarathon in Berlin fit sein 😉 Vielen Dank, das ich bei der Aktion dabei sein darf!

Sarah Uliczka, 20, Ziel:

Zunächst möchte ich mich einmal vorstellen und etwas darüber erzählen warum ich damals mit dem laufen angefangen habe. Ich heiße Sarah Uliczka, bin 20 Jahre alt und am 11.6.95 geboren.

Mit dem Laufen begann ich so richtig vor 3 Jahren im Jahr 2013, ich befand mich zu dieser Zeit in einer Ausbildung zur Altenpflegehelferin, die ich bereits im Jahr 2012 angefangen habe. Zunächst lief ich alle paar tage, manchmal aber auch alle paar Wochen mal um die 5-6 Kilometer. Ich hatte einfach Lust drauf, das Wetter war so schön und irgendwas in mir trieb mich dazu mich zu bewegen. Im September schloss ich die einjährige Ausbildung zur Altenpflegehelferin erfolgreich mit sehr guten Noten ab, ich beschloss in das 2. Lehrjahr in die Ausbildung zur Altenpflegerin einzusteigen da mir dies von den Noten und durch mein vorgeschriebenes Mindestalter von 18 Jahren nun möglich war. Schnell merkte ich das mich der Stress und der Alltag einholte, ich wurde nun wie eine vollausgebildete Fachkraft behandelt. Todesfälle und dabei sein wenn der Bestatter kommt, komplexe Wundversorgungen die eigentlich von mindestens 2 Personen durchgeführt werden müssen, Medikamentenstellen und und und…stand auf der Tagesordnung, einerseits fand ich es schön, dass man mir soviel Verantwortung zumutete. Aber ich merkte das ich mehr und mehr ausgebeutet wurde. Während ich 8 Stunden auf der Station war ohne eine einzige richtige Pause und sehr wenig trinken, waren andere Kollegen zwischendurch rauchen, obwohl es nach Notfällen nur klingelte. Ich beschloss mich immer mehr körperlich zu betätigen, durch diese gedrückte Altenheim Stimmung kam mir Während des LAUFENS ein ganz entscheidender Gedanke in den Sinn, welcher mein Leben veränderte. Ich dachte immer mehr während des Laufens über das Leben nach und das dies doch nicht alles sein kann und ich mein Leben lang nur in diesen Altenheim verbringe, mich haben komplexe Zusammenhänge und Neurologische Krankheiten sowieso immer schon interessiert. Sodass ich mir das ganze Wissen über alle Demenzarten aneignete. Mittlerweile es war ca. Ende 2013 ich lief mindestens alle 2 Tage und bis zu 18 Kilometer Läufe standen auf den Plan, als diese entscheidende Veränderung in mir durch das Laufen zum Vorschein kam, ich habe während des Laufens gemerkt, dass mich dieser Beruf auf Dauer unglücklich machen wird und ich mehr aus meinen Leben machen möchte. Ich beschloss schließlich diese Ausbildung selbständig zu kündigen und mein Abitur nachzuholen um dann zu studieren. Außerdem wollte ich mehr im Leben erreichen und das Laufen machte mir mittlerweile soviel Spaß, dass ich mich noch 2013 für den ersten Marathon in Münster anmeldete. Ich erzählte allen, dass ich im September 2014 Marathon laufen werde und wie toll das alles ist. Anfang Mai 2014 reichte ich die Kündigung meiner Ausbildung ein und ich erhielt die Zusage meiner jetzigen Schule für das Abitur. Leider musste mir das Schicksal einen Strich durchs Leben ziehen, es war ja auch alles dabei wieder perfekt zu werden, habe sogar schon meinen ersten Urlaub mit einer Freundin gebucht. Ich erinnere mich noch ganz genau, nachdem ich an einem 8 Stündigen Schultag im Fachseminar für Altenpflege Schulschluss hatte und mit dem Fahrrad nach hause radelte und mir vorstellte gleich schön wieder laufen zu gehen. Es war ja zu dieser Zeit schon mein größtes Hobby. Leider wurde ich an einer Ampel als Radfahrerin von einem Auto angefahren, der Autofahrer passte einfach nicht auf, er ließ die Radfahrer vor mir noch vorbei, mich erwischte es dann leider. Im Krankenhaus erfuhr ich dann nach einem bildgebenden Verfahren (MRT), die tragische Diagnose. Ich hatte einer Trümmerfraktur am linken Schienbeinkopf, ein wichtiger teil des Kniegelenks zusätzlich hatte ich dort starke Knorpelschänden, mein rechtes Knie war auch verletzt aber nicht gebrochen, sodass man es operieren musste. Mir wurden damals 3 Platten, 6 Schrauben und künstlicher Knochen ins Knie eingesetzt. Die Schmerzen waren natürlich die Hölle, das einzigste was mich am Kämpfen hielt war der Wille wieder zu laufen, die Ärzte sagten auch das ich extrem mutig sei wie schnell ich denn wieder auf Beinen kam, natürlich nur auf Krücken ich durfte 3 Monate gar nicht belasten, was ich aber als Sportlerin auch nicht so ganz einhalten konnte. Ich beschloss, mich nicht durch diesen Bruch einschränken zu lassen und flog auch mit meiner Freundin trotz des Unfalls nach nur 6 Wochen in die Türkei, es war ein toller Urlaub. Natürlich war der Marathon gelaufen das ist klar …, aber der Gedanke eines Tages einen zu laufen lässt mich bis heute nicht los. Ich begann ab Oktober 2014 wieder mit dem Laufen und schaut mich im Dezember nach einen Halbmarathon um. Denn eins habe ich durch diesen Unfall sicher gelernt, ich befolge meine Ziele deutlich kleinschrittiger, verliere das große Fernziel nie aus dem Augen, gebe mir aber selbst kleinere Nahziele die zunächst zu bewältigen sind, um mich auf das große Ziel vorzubereiten. Ich lernte Rudi Schmidt im Dezember 2014 über Facebook kennen und wir plauderten viel übers laufen, er schlug vor am Berlin HM teilzunehmen, wovon ich schon wusste, dass dieser schon ausgebucht war. In dieser Zeit meldete ich mich für dem HM in Hamburg für Juni 2015 an. Rudi ermöglichte es mir, am 29.3.2015 meinen ersten Halbmarathon in Berlin zu laufen, ich werde diesen Tag niemals in meinen ganzen Leben vergessen. Es war so eine unglaublich schöne Erfahrung und hat mir enorm viel Spaß gemacht. Diesen ersten Halbmarathon lief ich mit einer Zeit von 2:17:23. Die Zeit war für mich erstmal relativ, denn ich hatte ja noch die Schrauben und Platten im Knie, welche mir am 24.9.2015 letztes Jahr operativ entfernt wurden, danach kam wieder das gleiche Theater mit den Schmerzen aber diesmal konnte ich etwas schneller belasten. Ich beschloss also auch im kommenden Jahr wieder einen Halbmarathon zu laufen und am liebsten auch wieder in Berlin, da es dort schöner war im Verhältnis zu Hamburg. Da meine Operation noch nicht solange her ist bin ich dieses mal nicht allzu gut vorbereitet wie beim letzten HM. Als Ziel habe ich mir gesetzt  mit einer max. Zeit von 2:10 h zu laufen, es ist ein enormer Kampf für mich. Ehrlich gesagt hätte ich es mir auch leichter vorgestellt, da das Material nun aus dem Knie raus ist, aber dem ist leider nicht so. Jedoch werde ich immer wieder aufstehen und für diese Ziele die ich mir setze kämpfen und sollte es beim ersten Anlauf nicht gleich klappen, gibt’s ja noch einen Versuch. Ich kann euch allen nur sagen, nutzt eure Lebenszeit und macht etwas draus, besonders das Laufen es ist kostbar und schön.Wir Menschen sind nicht umsonst dazu gemacht zu laufen und auch wenn ich im Verhältnis zu anderen eine langsame Läuferin bin, das ist mir egal, denn jeder schreibt seine eigene Geschichte.

Rudi Schmidt, 36, Ziel

Ich bin der Rudi und laufe mittlerweile seit gut 15 Jahren. Das Laufen hat mich bei fast allen wichtigen Meilensteinen im Leben, wie meinem Studium neben der Arbeit zum Wirtschaftsingenieur, meinen Auslandsaufenthalten in China und der Slowakei sowie vielen Dienst- und privaten Reisen begleitet. Die Laufschuhe wurden mit den Jahren immer mehr zu einem festen Bestandteil meines Lebens und so war es 2008 an der Zeit einen Marathon zu laufen, den bin ich in Berlin gelaufen, wo ich auch gleichzeitig meiner jetzigen Frau den Heiratsantrag gemacht habe und heute haben wir schon 3 sehr süße Töchter. Vor 10 Jahren habe ich mir das Ziel gesetzt den Marathon bis zu meinem 40. Lebensjahr mindestens einmal unter 3h zu laufen, ich wusste, dass es bis 40 möglich ist und so habe ich mich damals für Ende 2018 entschieden. Heute stehe ich mit 7 Marathon und einer 3:15:30h Marathon Bestzeit da. Dieses Jahr soll der nächste Schritt folgen, und auf dem Weg zu meinem nächsten Marathon, der am 17.04. in Hamburg sein wird, werde ich am 03.04, beim Berlin Halbmarathon bei der Aktion von SC24.com starten, wo ich meine persönliche Bestzeit vom letzten Jahr mit 1:30:20h knacken möchte, es soll eine 1:29:xxh werden. Für mich gibt es keinen besseren Sport um abzuschalten und Energie zu tanken, ich erlebe durch das Laufen die 4 Jahreszeiten viel intensiver und kann jedem nur raten, mit dem Laufen anzufangen, weil es einem sehr viel gibt und es kein günstigeres Medikament gibt.

Vorbereitung & Vorfreude

Jetzt kennt ihr unsere Crew für den Berliner Halbmarathon 2016. In ca. 4 Wochen ist es soweit, und natürlich werden wir hier bei run.de in einem Blogbeitrag dann auch nochmal berichten wie es für uns gelaufen ist. Bis dahin, #keeponrunning


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