Blackroll Orange: Let’s Run & Roll ;)

von Sandra Mastropietro am 18. Dezember 2013

Ein beherzter Läufer kennt keinen Schmerz… oder etwa doch?

Let’s be honest: Das Ziehen in der Wade, ein Brennen im Oberschenkel und das Beißen in der Hüfte gehört leider bei vielen von uns zum Alltag.

Was könnte hinter den gemeinen „Mitbringseln“ intensiver Trainingseinheiten stecken?

Blackroll-Orange

Verklebte Faszien!

Was in aller Welt sind denn nun schon wieder Faszien?

Laut Wikipedia-Definition bezeichnet man die „Weichteil-Komponenten des Bindegewebes, die den ganzen Körper als ein umhüllendes und verbindendes Spannungsnetzwerk durchdringen“ als Faszie.

Kurz gesagt: Die Faszien umhüllen unsere Muskelfasern, Knochen sowie Organe und Nerven.

Und was hat diese Faszie nun mit den Post-Run Wehwehchen zu tun?

Nach aktuellem Kenntnisstand geht man davon aus, dass Verklebungen in den Faszien die Schmerzen verursachen. Diese Verklebungen entstehen durch „Flüssigkeitsmangel“ (Lymphflüssigkeit 😉 ).

Übrigens: Da die Faszien untereinander alle in Verbindung stehen, können Spannungen und Unbeweglichkeiten schnell auch in andere Körperteile übertragen werden. So kann also eine verklebte Wadenfaszie sogar die Ursache für Schmerzen und/oder Unbehagen in der Schulter sein. 🙁

Wie kann man diesem „Flüssigkeitsmangel“ entgegenwirken?

Durch Massage! Denn bei einer Massage verschieben sich die Fasern untereinander, sodass eine Art Unterdruck entsteht. Dadurch kann sich die Flüssigkeit wieder verteilen und die Verklebungen lösen sich 🙂

blackroll-orange:

Die „Do-It-Youself-at-Home“ Methode

Die so genannte „blackroll“ bekommt meiner Meinung nach absolut zu Recht immer mehr Aufmerksamkeit aus der Läufergemeinde.

Durch die Selbstmassage mit Bällen und Rollen in verschiedenen Größen und Härtegraden wird die Hydration  des Gewebes angeregt; Verklebungen somit gelöst.

Während des „Rollens“ wird das Gewebe, ähnlich wie ein Schwamm, ausgepresst, sodass anschließend frisches Gewebewasser aus den Lymphen in das beanspruchte Gewebe zurückfließen kann.  🙂

Meine ersten Erfahrungen „auf der Rolle“ waren etwas…nun ja; nennen wir es beim Namen: schmerzhaft.

Ok, irgendwas mache ich doch hier sicherlich falsch! 🙁  dachte ich, bis ich auf der Website des Herstellers las, dass Schmerzen am Anfang der „Rollkarriere“ normal sind.

Auf den sogenannten „Schmerzpunkten“ soll man sogar etwas länger verweilen, bis der Schmerz nach einigen Sekunden in ein angenehmes Gefühl übergeht.

Meine Erfahrung: Je häufiger Ihr „rollt“, umso angenehmer wird es 🙂 . Inzwischen genieße ich meine Roll-Sessions fast ausschließlich 😉

Was kann „gerollt“ werden? 🙂

Eigentlich so ziemlich alles; denn wie oben beschrieben sind die Faszien im ganzen Körper vorhanden. Die „Problemzonen“ von uns Läufern sind allerdings:

  • vorderer und hinterer Oberschenkelmuskel
  • Wade
  • Gesäßmuskulatur
  • Adduktoren
  • Lendenbereich
  • Füße

Wie sollten die Übungen durchgeführt werden?

Puhhhhhhhhhhh; offiziell heißt es langsam und schmelzend, in den Schmerz hinein und in kleinen, wechselnden Winkeln. Klingt nicht so einfach…ist es auch am Anfang nicht! Auch Rollen will gelernt sein und zumindest ich habe einige Zeit benötigt, um (m)einen „Rollfluss“ zu finden. Umso schöner ist es jetzt; ich freu mich auf jede Rolleinheit 🙂

Anbei mal ein Video wo man die Blackroll in Action sehen kann:

Zusammenfassung:

Durch die Selbstmassage mit der Blackroll werden Verklebungen im Bindegewebe gelöst. 🙂

Hard Facts:

Die blackroll ist in 4 verschiedenen Härtegraden verfügbar. Von Extra weich bis Ultra Hart 🙂 Alle vier sind formstabil.

Ich trainiere mit der blackroll-orange Pro, Härtegrad 3 von 4. Diese empfehle ich auch im Sportbereich.

Kostenpunkt für eine blackroll: 29,90 €  (Paket beinhaltet Übungs-DVD und Übungsposter): Bei amazon bekommt die Blackroll Orange STANDARD (Das Original) 4,5 Sterne bei 134 Bewertungen.

Das gesamte Paket inkl. Mini-Rolle (für z.B. die Unterarme) und 2 Bällen in verschiedenen Größen kostet 49,90€. (Die Bälle sind SUPER!!!)

Mein Resümee

Die blackroll ist inzwischen fester Bestandteil  meines Trainings und war definitiv eine sehr lohnende Investition, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann (vielleicht auch passend zur Jahreszeit gleich als Weihnachtsgeschenk für Läufer 😉 )

…Einen professionellen Masseur kann sie zwar wahrscheinlich nicht ersetzen; aber wer wiederrum kann sich den schon nach jeder harten Trainingseinheit leisten?

Und noch was: Gut trainierte Faszien fördern einen athletischen und effizienten Laufstil 😉

#keeponrunning

Merry Christmas & Happy New Year

Eure

Sandra


{ 1 Kommentar… lies ihn unten oder füge einen hinzu }

Thomas Februar 19, 2014 um 10:46

Die Übungen hat mir auch ein Osteopath empfohlen. Allerdings geht das alles auch mit einem Stück Plasikrohr aus dem Baumarkt und einem Tennisball. Meine „Rolle“ habe ich beim joggen am Wegrand gefunden.

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