ChiRunning – Ein Leben lang beschwerdefrei Laufen?

von run.de am 18. Juni 2013

Es ist die Wade. Vor allem bei nass-kaltem Wetter und einem etwas zu hohem Tempo bei Anstiegen gibt es einen Stich in der linken Wade und danach geht für 48 Stunden nicht mehr viel. Es ist kein Krampf; es könnte ein nicht ausgeheilter zwei Jahre alter Muskelfaserriss sein, es könnte vom Rücken kommen. Egal: Der Schmerz vereitelt einem Freund die Freude am Laufen, bis er anfing, seinen Laufstil bewusst zu ändern.

Laufen kann man ja mitunter schon ab 12 bis 18 Monaten. Das Ganze erlernt man quasi wie von selbst, indem man intuitiv einen Fuß vor den anderen setzt. Genauso intuitiv machen sich dann Läuferinnen und Läufer auf den Weg und in den meisten Fällen geht das auch ganz gut. Doch es gibt kaum einen Hobbyläufer mit einem Wochenpensum von 40 Kilometern oder noch mehr, der im Laufe der Jahre nicht doch Probleme mit dem Knie, den Fußgelenken oder eben mit der Wade bekommen hat.

Chirunning - Was ist das?

Chirunning - Was ist das?

Chi-Running?

In diesem Zusammenhang bin ich auf den Begriff des ChiRunnings gestoßen. Chi-Running würde ich für mich einmal dahingehend übersetzen, dass man sich bewusst einen Laufstil aneignet, der einen ohne Beschwerden über viele Jahre laufen lässt. Damit einher geht die berechtigte Hoffnung auf eine gut dosierte Laufökonomie – sprich: Man wird schneller oder schafft längere Distanzen bei gleichbleibender Geschwindigkeit.

Alle Infos zum Chirunning findet Ihr bei chirunning.com.

Tai Chi für Läufer?

Der Begriff und die dahinter steckende “Philosophie” wurde vom Ultra-Marathon-Läufer Danny Dreyer begründet. Er verbindet Elemente aus Tai Chi und aus dem Running. Beim Tai Chi bedient er sich insofern, als dass er davon ausgeht, dass jede Bewegung im Rumpf beginnt und von dort auch Arme oder Beine übertragen wird. Beim ChiRunning achtet man generell auf die Körperhaltung, auf den Schwung der Beine und auf die Position des Beckens.

Wer bei der Körperhaltung aufrecht bleibt, stellt sicher, dass das Körpergewicht von den Knochen getragen wird. Die Muskeln – zum Beispiel die der Oberschenkel – können sich nun allein dem Laufen widmen. Das entlastet sie ungemein. Das Becken sollte gerade und angespannt bleiben, zudem sollte man bewusst in seinen Körper herein hören und versuchen, nicht zu verspannen.

Das alles von heute auf morgen bei einer eigentlich intuitive Bewegungsform zu berücksichtigen, ist natürlich schwierig. Doch es ist nicht unmöglich, seinen Laufstil zu optimieren, um besser auf Verletzungen und Abnutzungserscheinungen geschützt zu werden. Vielleicht hilft es ja auch schon bald, dass es der Wade des einen Freundes besser geht.

Hast Du schon was vom Chirunning gehört und vielleicht sogar schon erste Erfahrungen gesammelt? Dann  freuen wir uns über Deinen Kommentar!


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