Cool Down: Wer cool bleibt, erholt sich am besten

von run.de am 17. Mai 2013

Wer eine lange Distanz im Training oder im Wettkampf absolviert hat, der verspürt selten noch die Lust, einen Schritt weiter laufen zu müssen als eigentlich nötig. Es warten die heiße Dusche und die Couch, was man sich ja auch beides redlich verdient hat. Wer seinem Körper aber noch etwas besonders Gutes antun möchte, der läuft noch einige Meter und Minuten aus. Cool Down nennt sich das Ganze und das ist gut für die Muskulatur.

Bild: Landin Hollis |CC BY-SA 2.0

Damit der Körper in der Lage ist, auch eine lange Distanz zu laufen, aktiviert er so manche Stoffe, um diese Leistung abzurufen. Und diese Stoffe – zum Beispiel Laktat – sind echtes Gift für die Muskulatur. Wer nun nach dem Training langsam weiter läuft und dabei den Puls gemächlich reduziert, der spült quasi auch diese giftigen Stoffe aus dem Muskel heraus. Und das beschleunigt die Regeneration in den Stunden und Tagen nach dem langen Lauf.

Nun ist nicht jeder Finisher bei einem Marathon noch in der Lage, einen weiteren Kilometer zu laufen. Aber man sollte dann versuchen, sich zu einem Spaziergang am Abend nach dem Lauf aufzuraffen. Eine halbe Stunde gehen reicht da schon aus, dass es den Muskeln am nächsten Morgen besser geht. Sportprofis nehmen das „Cool Down“ tatsächlich wörtlich und steigen nach einem belastenden Wettkampf, zum Beispiel nach einem Spiel in der Fußball-Bundesliga, in ein Eisbad, um die Muskulatur herab zu kühlen und dabei die Regeneration zu unterstützen.

Cool Down im Training eines normal ambitionierten Sportlers bedeutet zum Beispiel auch, dass man die letzten Meter eines gelungenen Trainings nicht spurten sollte – auch wenn man dazu gerade große Lust verspürt, weil die Glückshormone vom Training nur so durch den Körper flitzen. Denn jeder Spurt bedeutet noch einmal eine besondere Kraftanstrengung, der die durch den langen Lauf ermüdete Muskulatur noch einmal gehörig durcheinander bringt. Der zusätzliche Trainingseffekt, den man sich durch einen Schlussspurt erhofft, wird durch die zusätzliche und ungewöhnliche Belastung in aller Regel mehr als konterkariert. Also sollte man sich das lieber sparen.

Experten sagen, der Cool-Down nach dem Laufen sei ebenso wichtig wie das Aufwärmen vor dem Laufen.

Wie siehst Du das?


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