Der richtige Armeinsatz beim Laufen bringt Luft nach oben

von run.de am 11. Oktober 2013

Die Beine tragen einen Läufer ins Ziel. Die Beine sind es auch meistens, die als erstes ermüden und schlapp machen, wenn man sich auf seiner Strecke Kilometer um Kilometer nach vorne kämpft. Dabei wäre es mitunter sehr einfach, seine Beine zu entlasten – zum Beispiel durch die richtige Armarbeit.

Ja richtig. Auch beim Laufen kommt es auf die Arme an. Vereinfacht lässt sich sagen: Alle Bewegungen, die unterhalb der Hüfte getätigt werden, werden durch den Schwung und durch den Einsatz der Arme beeinflusst – im Guten wie im Schlechten. Wer also seinen Oberkörper und die Arme beim Laufen dynamisch einsetzt, der wird diese Dynamik auch in den Beinen spüren: Das Laufen fällt leichter und die Beine ermüden nicht so schnell.

Foto: Peter Mooney | CC-BY-SA 2.0

Wer einmal andere Läufer beobachtet, der wird feststellen, wie verkrampft und zum Teil in sich versunken diese armen Menschen unterwegs sind. Bei denen müssen die Beine wahre Schwerstarbeit verrichten. Und dann schaue man sich einmal Spitzenläufer an: Die haben einen weiten und langen Armschwung, der ganze Körper bewegt sich von oben bis nach unten in harmonischer Perfektion.

Bewusst auf die Arme achten!

Der richtige Einsatz der Arme macht aus euch natürlich noch lange keine Spitzenathleten, aber ihr habt trotzdem etwas davon – egal wie weit euer Leistungsstand ist: Anfänger werden plötzlich eine Leichtigkeit spüren, die für sie beim Laufen noch recht neu sind. Erfahrene Läufer werden ihre Runde bei gleich empfundener Belastung plötzlich einige Minuten schneller absolvieren oder werden ihre Stammrunde um den einen oder anderen Kilometer verlängern.

Denn: Durch den richtigen Einsatz der Arme ist beim Laufen plötzlich wieder Luft nach oben da. Und wer insgesamt ökonomisch läuft, beugt so auch am besten irgendwelchen Verschleißerscheinungen, zum Beispiel im Knie, vor.

Armbewegung gezielt trainieren

Den richtigen Einsatz der Arme beim Laufen kann man natürlich trainieren. Am besten ist es, wenn der Ursprung der Bewegung der Arme in den Schultern liegt. In diesem Fall schwingen die Schultern und die Arme gemeinsam. Und die Arme bewegen sich dabei auf einer Linie bleibend neben dem Körper. Der Winkel im Gelenk vom Ellenbogen sollte kleiner als ein rechter Winkel sein und die Hände und die Finger sollten möglichst locker bleiben.

Das gilt es erst einmal zu trainieren. Es ist nämlich gar nicht so einfach, die Arme über einen längeren Zeitraum so weit oben zu halten. Auch daran muss man sich gewöhnen und auch das muss trainiert werden. Aber das ist ein Training, das sich lohnt. Eure Beine werden es euch danken.

Achtet Ihr beim Laufen bewusst auf Euren Armeinsatz? 


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Sandra Oktober 11, 2013 um 13:08

Noch zu wenig – aber ich werde gleich ein Ründchen drehen u dabei gezielt drauf achten 🙂 Danke!

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