Bei Hitze laufen

Dieses Thema im Forum "Gesundheit, Verletzungen & Ernährung" wurde erstellt von Catwoman, 5 Juni 2016.

  1. Catwoman

    Catwoman run.de Promi

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    Hallo,

    eine Frage lauft ihr auch bei 27 oder 30 Grad?
    Ich bin es ja gewohnt um mit dem Rennrad auch bei über 30 Grad loszuradeln.
    Da ich nur Nachmittags Zeit habe um sportlich aktiv zu sein muss ich das Lauftraining also auch immer Nachmittags absolvieren.
    Bin auch kein Morgenmensch der sich in aller Herrgottsfrühe die Laufschuhe schnürt.

    Muss man den Körper erst langsam ans Lauftraining gewöhnen um auch bei Hitze laufen zu können?
     
  2. Göran

    Göran Distanz ist, was der Kopf draus macht.

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    Aber sicher doch, ich würde auch bei 40°C laufen. Das ist alles ne Frage der körperlichen Konstitution, des Trainings und dann der Geschwindigkeit.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Juni 2016
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  3. Catwoman

    Catwoman run.de Promi

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    Auch als Laufanfänger?
     
  4. Göran

    Göran Distanz ist, was der Kopf draus macht.

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    Nuja. Hier würde ich ebenfalls ja sagen. Wenngleich ich hier die Laufumfänge, sprich Distanzen eher geringer halten würde. Aber auch hier gilt, lieber etwas langsamer. Der Körper muss sich auf diese Belastung eben erst einstellen.

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  5. Catwoman

    Catwoman run.de Promi

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    Na dann werde ich es mal probieren bin gespannt ob ichs packe oder im Krankenhaus dann wieder zu mir komme.
     
  6. andrea1377

    andrea1377 run.de Promi

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    @Catwoman: einfach locker bleiben und das Leistungsdenken mal zu Hause lassen .
    Gruß
    Andrea

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  7. Catwoman

    Catwoman run.de Promi

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    Tja das ist schon sowas bei mir. Fällt mir schwer um es langsam angehen zu lassen.
    Bei diesen Temperaturen mache ich auf dem Rennrad Intervalle oder HIT da merke ich nix.
    Bin mal gespannt wie das dann beim Lauftraining sich bemerkbar macht.
     
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  8. Hibbelinos

    Hibbelinos run.de Promi

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    Moin,
    schlussendlich kann man zwar trainieren bei wärme sport zu betreiben, aber ab dem Punkt wo es nen Hitzschlag gibt, gibts nen Hitzschlag! Da ist der Trainingsstatus vollkommen wurscht. Und sinnvoll ist ein Training in der Nähe davon auch überhaupt nicht, da es dem Körper eher schadet als das es nutzt... und mal ehrlich? Wozu wird hier denn jetzt sport betrieben? Verdient hier jemand damit seine Brötchen?
    Ansonsten bin ich der Meinung das hier die Grundeinstellung zum Sport nochmal überdacht werden sollte.. es gibt auch eine Sportsucht.
    Ich komme ja ehem. aus der Leistungssportriege, NIE hätten meine Trainer von mir verlangt bei >35 Grad in der Sonne zu trainieren! Und ich gehe jetzt hier in diesem Kreise von Freizeitsportlern aus, die sollten sowas schon gar nicht tun.
    Sportliche Aktivitäten auf den morgen/abend verlagern, wenn das nicht geht: Regeneration oder alternativ Sportarten ... schwimmen ist recht toll und die Sportbäder sind im Sommer auch sehr leer.
    Oder eben doch inne klimatisierte Muckibude.. damit kriegt man mich zwar nicht hinter dem Ofen vorgelockt, aber ich kenn den ein oder anderen der so im Sommer auf Wettkämpfe hintrainiert... eben um nicht draussen in der prallen Sonne seinen Körper zu ruinieren.
    Gesundheit sollte im Sport an erster Stelle stehen, egal aus welchen Beweggründen und Zielen man ihn betreibt!
     
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  9. Göran

    Göran Distanz ist, was der Kopf draus macht.

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    @Hibbelinos

    Ja, die Sportsucht gibt es und wir alle haben sie irgendwie drin, der eine mehr, der andere weniger. Ob es sinnvoll ist bei diesen Temperaturen zu laufen muss letztendlich jeder selbst entscheiden. Fakt ist jedoch, aus meiner Sicht zumindest, wenn Wettkämpfe für Freizeitsportler anstehen, dann möchte man als Teilnehmer auch einigermassen darauf vorbereitet sein. Alles andere wäre dann nämlich in der Tat gefährlich. Klar, man muss nicht teilnehmen. Aber ist da bereits die Grenze zur Sportsucht, wenn man es dennoch macht? Und vor allem ist sie in der Tat bei jedem schädlich. Ich kann natürlich nur von mir ausgehen. Am 10. Juli starte ich beim Finowkanallauf bei uns um die Ecke. Der ist ca. 65 km lang. Alleine vom Datum her kann man davon ausgehen, dass es sehr warm ist/wird. Die Starter/-innen dort sind alle Freizeitläufer/-innen mit den entsprechenden Lauferfahrungen bei Wind, Wetter und Hitze. Und hier rede ich noch über einen verhältnismäßig kurzen Lauf. Der letztjährige Mauerwegslauf über 160 km fand bei brütendheissen Temperaturen statt. Über 600 Teilnehmer sind dabei gewesen und nur 28% haben das Ziel nicht erreicht. Das kann man natürlich als viel empfinden (sind dann ja auch fast 200), ich sehe es eher so, dass der weitaus größere Teil das Ziel eben erreicht hat. Gesundheitlich geschadet hat es niemandem. Mir ist dazu nichts bekannt geworden. Ich habe als Helfer an einem VP mitgearbeitet und jeden nur bewundert, der dort lief. Viele vo denen sind keine 14 Tage später die nächsten größeren Distanzen gelaufen. Das können sie eben aufgrund des jahrelangen Trainings. Der Körper hat sich darauf eingestellt. Ich hatte gerade im letzten Jahr die Erfahrung gemacht, dass gleichmäßiges langsameres Laufen, regelmässiges trinken und der Genuss am Sport bei Hitze möglich ist, u.a. bei einem 6 -Stunden-Lauf. Hier steht eben kein bedingungsloser Leistungsgedanke im Vordergrund. Platzierung ist nicht wichtig, dabei sein hingegen alles. Wenn Du aus dem Leistungssport kommst, dann hast Du hingegen völlig anders trainiert, eben auf Leistung, sprich Zeiten. Das ist per se nicht mein Ding, aber ich denke, auch das wäre möglich. Das beweisen dann teilweise die Zeiten von Läufen wie z.B. beim Mauerweglauf. In meinen ersten Jahre hingegen ging ab 30° gar nichts mehr. Jetzt habe ich damit keine Schwierigkeiten. Natürlich schwitzt man, aber das Gefühl überhitzt zu sein hatte ich noch nie.

    In eine klimatisierte Muckibude kriegt mich keiner rein und Schwimmbäder sind bei diesen Temperaturen, wie die Seen restlos überfüllt. Da gehe ich eher in ruhigeren Zeiten ne Runde schwimmen. Aber schlussendlich und das möchte ich hervorheben. Jeder muss das für sich entscheiden. Ob das schadet oder nutzt ist höchst individuell.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 Juni 2016
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  10. Göran

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  11. Jenne

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    Muß ja bei den Temperaturen auch arbeiten, also kann ick auch laufen :D

    Nee, quatsch. Ich denke, mit angepasster Kleidung, Distanz und Pace kann man da schon noch laufen. Wie bei allem, gewöhnt sich der Körper nach und nach daran.
    Wenn ich Frühdienst habe bin auch öfters gezwungen zwischen 17-19 Uhr loszulegen. Versuche dann Routen zu laufen, wo Gartenkolonien oder Einfamilienhäuser sind. Da steht öfters mal jemand mit dem Gartenschlauch oder der Rasensprenger tränkt den Gehweg mit.
    Ich finde oftmals gar nicht die Temperaturen entscheidend, sondern die Luftfeuchtigkeit ;)
     
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  12. Catwoman

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    Meine Chefin rief an brauchte heute nicht putzen sie muss für einen Auftrag ein paar Tage nach England.
    Na gut dachte ich mir gehste laufen.
    So schlecht habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gelaufen.
    Bei nun schon 28 Grad 4,86 km in einer Zeit von 0:36:12 Pace 7:27

    Musste andauernd Gehpausen einlegen auch weil mir so schwindelig wurde.
    Wollte eigentlich einen kleinen Tempolauf machen aber meine Beine wollten einfach nicht.
    Run happy war heute für'n Ar.....h.
     
  13. Kirsten

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    Ein Tempolauf ist wirklich nicht das Richtige für die Temperatur. Das ist langsamer und vielleicht auch kürzer angesagt und vor allen Dingen ausreichend trinken. Wenn nicht beim Lauf, dann davor.
     
  14. Catwoman

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    Habe davor schon genug Leitungswasser getrunken und danach auch.
    Mein Kreislauf ist immer noch nicht oke der Blutdruck ist heute schon ein paar Mal in den Keller gegangen.
     
  15. Göran

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    Langsam laufen Catwoman, laaaaangsaaaam. :eek:
     
  16. Catwoman

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    Dann kann ich genauso gut spazieren gehen.
     
  17. Göran

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    Nääääääääääääää, langsamer Dauerlauf ist was anderes als spazieren gehen.

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  18. Catwoman

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    Na mit einer Pace von 7:27 ist das doch ein langsamer Dauerlauf gewesen.
     
  19. Hibbelinos

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    Moin Göran,

    ich bezog meinen Aussage auf deinen ersten Beitrag wo du geschrieben hast das du auch bei 40 Grad laufen würdest.
    40Grad haben wir in Deutschland zum glück sehr selten, aber wenn, dann liegt wirklich alles brach. Ich habe vor ~3 Jahren einen Event gehabt wo wir uns körperlich sehr betätigen... es herrschten 43 Grad in der Mittagshitze... da wurde alles eingestellt und nix ging mehr, das war einfach viel zu gefährlich... mal davon ab das der noch so todemutigste nicht mehr aufmuckte und jeder von selbst klein bei gab. Und troz des "gammelns" sind mir meine Leute wie die Fliegen (im schatten!) umgekippt. Bei den erst-versorgungen musste ich aufpassen das ich mich nicht gleich dazu lege! Bei solchen temperaturen ist in meinen augen der trainingsstatus vollkommen egal... ich rede hier nicht von einem Hitzschlag der durch eine überanstregung passieren kann (das kann im ungünstigstenfall auch schon bei 20-25 grad passieren) sondern von einem klassischen Hitzschlag wo die Körpertemperatur auf über 41 Grad steigt. Geschieht dieses, kannst du trainingsmässig sein wie du willst, es werden prozesse im Körper angestossen die kann man nicht beeinflussen und können lebensbedrohlich sein.
    Sport bis 35 Grad, dem Wetter angepasst.. da sehe ich überhaupt keine Bedenken. Wobei ich das "dem wetter angepasst" eigentlich als selbstverständlich sehe.. egal ob bei kälte oder wärme!

    Ich bin gestern bei 28Grad meinen ersten 10ner gelaufen (das mag jetzt meiner aussage hier im ersten moment wiedersprechen, aber auch nur im ersten moment)... ich habe mich vorab "gewässert" (was weis ich wie man das beim menschen nennt.. so nennen wir das im hundesport lach) und hatte nicht das ziel soweit zu laufen.. ich bin in 5min im wald, da war es schattig und angenehm... und es lief gut, fühlte sich gut an.. ich flog quasi durch den wald. Ich finde es wichtig aufs eigene körpergefühl zu hören und nichts zu erzwingen. Ich habe oft, wenn ich loslaufe, kein distanz/zeitziel, liegt aber auch daran das mein körper mir öfters nen strich durch die rechnung macht und es halt sehr viel Tagesformabhängig ist. Allerdings muss man dieses "gefühl" auch erst lernen, aber auch nem gesunden läufer kommt sowas im sommer zu gute.

    Sicherlich muss es jeder für sich selbst entscheiden! Um gottes willen ich will hier keinen bevormunden und sowas, ich wollte nur recht ungeschickt dadrauf hinweisen das es eben geusndheitliche risiken gibt die man nicht mit training beeinflussen kann.

    Vielleicht sehe ich es auch kritischer aufgrund meines urpsurngs und ich oft in uniform die "selbstüberschätzer" vom asphalt kratz....
     
  20. Göran

    Göran Distanz ist, was der Kopf draus macht.

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    Moin Hibbelinos,

    ich verstehe Dich schon, ich gebe Dir grundsätzlich völlig recht. Das laufen bei großer Hitze birgt Risken. Risike verteilen sich aber eben. Untrainierte sollten körperliche Betätigung weitestgehend meiden, da wird auch stets und ständig drauf hingewiesen. Menschen die sich das jedoch sukzessive antrainiert haben, haben logischerweise auch einen Blick auf das Zusammenspiel Hitze und Körper. Ich habe gestern gesehen, daß Du 10 km geschafft hast. Klasse und Respekt dafür, denn gerade bei diesen Temperaturen werden seltenst neue Bestdistanzen/-zeiten aufgestellt. Damit trainierst Du aber Deinen Körper bereits. Sollte es jetzt 10 Grad wärme sein, würdest 5 km sicherlich auch schaffen. Und über diese Wege schaffen trainierte Menschen eben auch weitere Strecken zu laufen. Man darf sich eben nur nicht selbst überschätzen. Vor allem sollte man sich, wenn es mal nicht läuft dann auch eingestehen, dass es eben heute nicht geht. Das ist schwer, ich weiss. Und dennoch passiert das bei jedem Wettkampf, dass Läufer vorzeitig ausscheiden. Das passiert ja seltenst aus Verletzungsgründen, sondern viel öfter, weil sie eine Grenze erreicht haben, die sie nicht überschreiten wollen. Und das ist gut und wichtig. Das ist nichtmal eine Niederlage. Sowas ist aus meiner Sicht ein Gewinn. Denn wer kennt seine Grenze schon ud hat die Stärke dann auch aufzuhören? Zudem nehme ich bei langen Läufen bei diesen Temperaturen alle 45 Minuten eine Salztablette um den Salzhaushalt wieder auszugleichen. Einfaches Wassertrinken reicht nämlich nicht, wie uns der Tod eines Triathleten in Frankfurt in diesem Jahr erst gezeigt hat.
    http://www.welt.de/sport/fitness/ar...t-30-stirbt-weil-er-zu-viel-Wasser-trank.html
     
    Zuletzt bearbeitet: 9 Juni 2016