Grüße aus Jerusalem – 24 Stunden vor dem Marathon

von run.de am 28. Februar 2013

Hallo meine lieben Leser,

sonnige Grüße aus dem beeindruckenden Israel. In Tel Aviv erwarteten mich 24 Grad, Sonnenschein, Meeresluft und meine Freundin Maria, die einige Stunden vor mir eingetroffen war.

All das Schwitzen, bzw. Frieren, in Deutschland hat sich gelohnt, stelle ich vergnügt bei einem ausgiebigen Strandspaziergang fest. Ich bin hier, in Israel, einem wundervollen Land mit wundervollen Menschen, meinem Traum so nah… den ersten Marathon zu laufen…und das bei Traumwetter während Frau Holle über Deutschland unentwegt ihre Kissen ausschüttelt.

Granatapfel so groß wie mein Kopf

Die Letzte Woche vor dem Marathon:

Auch wenn mein Verstand weiß, dass ich das, was ich in den letzten vier Monaten nicht genug trainiert habe, nicht in den letzten Tagen vor dem Big Happening aufholen kann, zwingt mich meine Nervosität und der enorme Respekt vor der bergigen Streckenführung dazu, meine Oberschenkel jeden Abend brennen zu lassen.

Kleine Trainingseinheit am Strand von Tel Aviv

Dem Aufzug habe ich abgeschworen, Treppensteigen ist schließlich ein sehr effektives Training. Außerdem mache ich bei ziemlich jeder Gelegenheit weite Kniebeugen. Morgens beim Zähneputzen, beim Wäsche- auf und Abnehmen, im Büro während ich in der Warteschleife hänge etc. …Außerdem bin ich ins Thai Bo gegangen 🙂 …zum Einen, weil ich mal wieder etwas anderes machen musste außer Laufen und Stabi, und zum anderen, weil es einfach ALLE Muskelgruppen anspricht; und ich war mir nicht sicher, ob ich nicht im Trainingswahn eine vergesse hatte 😉

Am Samstag bin ich dann um 6:30 aufgestanden und habe versucht, in meiner angestrebten Marathonpace von 6.30 joggen zu gehen… ungewohnt, so langsam unterwegs zu sein, aber angenehm 🙂 …ich habe das Gefühl, ewig so weiterlaufen zu können 🙂

Maria und ich, im Hintergrund: Jaffa; die Hafenstadt "vor" Tel Aviv

Gestern sind Maria und ich dann mit dem Bus von Tel Aviv nach Jerusalem gefahren. Eine Stadt, in der die Zeit irgendwie stehen geblieben scheint. Ultraorthodoxe Juden, die die Straßen übervölkern, in Ihren klassischen schwarzen Gewändern (note to myself: Ich muss googlen wie diese heißen), einem schwarzen, spitzen Hut auf dem Kopf, den Locken links uns und rechts von den Schläfen hängend und Ihren langen Bärten scheinen unwirklich, ja sie scheinen zu schweben, Ihre Blicke sind leer. Noch unwirklicher ist es, einen von Ihnen mit Headset oder gar Smartphone am Ohr zu sehen…oder eine Ansammlung von Ihnen in einer modernen Straßenbahn.

Puhhhhhhhhhhhh, Eindrücke ber Eindrücke, ich sauge alles in mir auf; Land, Leute, Gerüche…und das unglaublich leckere Essen (Oh ich habe den Besten Hummus meines Lebens gestern Abend hier gegessen)…denn vielleicht kann ich Morgen den ein oder anderen Berg einfach hinunter kullern beim Marathon… 😉

Die letzten 24 Stunden vor dem Marathon

Heute auf dem Programm, Walking Tour durch Jerusalems Altstadt, Essen, essen, essen, Laufmesse besuchen, Pasta Party und zeitig zu Bett 🙂

Wer Daumen drücken mag: Morgen Früh um 6 Uhr deutscher Zeit fällt der Startschuss 🙂
Danke im Voraus! 🙂

Liebe, sonnige und warme Grüße

Sandra


{ 1 Kommentar… lies ihn unten oder füge einen hinzu }

Franz Utz März 1, 2013 um 13:42

Liebe Sandra,

Helmut und ich drücken Dir fest die Daumen!!!!
Halt durch und komm gesund wieder.
Keep on runnin!
Helmut und Franz

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