Hartes Training: Laufen auf Asphalt

von run.de am 26. April 2013

Er ist hart. Er federt nicht besonders. Im Sommer wird er heiß. Und doch muss man viele Kilometer auf ihm trainieren, wenn man sich zum Beispiel auf einen Marathon vorbereiten möchte. Die Rede ist vom Asphalt als Bodenbelag für das Lauftraining.

Klar, feste Waldböden sind angenehmer zu laufen als asphaltierte Strecken. Und doch tut man dem Asphalt unrecht, wenn man in ihm nur den harten und unbequemen Laufuntergrund sieht. Wenn man ein paar Kleinigkeiten bei seinem Training auf Asphalt beachtet, dann ist auf ihm sehr gutes Training für erfahrene Läufer möglich.

Bild: Charlotte Nordahl | CC BY-SA 2.0

Laufen auf Asphalt

Asphaltierte Laufuntergründe haben den Vorteil, dass sie sehr eben sind. Daher eignen sie sich zum Beispiel gut für Tempoläufe. Zudem ist die Verletzungsgefahr deutlich geringer als bei anderen Untergründen: Auf Asphalt stolpert man halt weniger schnell als auf einem mit Schotter bedeckten oder von Baumwurzeln durchzogenen Waldboden. Bei langen Läufen auf Asphalt, die über eine Dauer von rund einer Stunde hinaus gehen, sollte man auf die richtige Dämpfung achten, damit der harte Asphalt nicht allzu stark die Gelenke und Bänder in Mitleidenschaft zieht. Generell eignen sich trotz hoher Dämpfungsanforderung Laufschuhe mit einer flachen Sohle für das Training auf Asphalt, da mit ihnen die Gefahr des Umknickens noch einmal reduziert wird. Eine flache Sohle mit relativ wenig Profil sorgt zudem für einen perfekten Halt auf Asphalt.

Ideal: Radwege

Als asphaltierte Wege für das Lauftraining eignen sich Radwege besonders gut. Hier ist man weitestgehend vor Autofahrern sicher. Dennoch sollte man es sich überlegen, bei einem Lauf auf Asphalt auf einen MP3-Player im Ohr verzichten, um nahende andere Verkehrsteilnehmer wie Fahrradfahrer schneller wahrnehmen zu können. Läuft man in der Dämmerung oder im Dunkeln sollte man zusätzlich über ein reflektierendes Oberteil nachdenken. Damit ist man beim Training auf Asphalt dann am ehesten auf der sicheren Seite.

Der relativ harte Boden ist dennoch trotz allem noch immer gewöhnungsbedürftig. Wer bei einem City-Marathon, der auf Straßen und somit auf Asphalt durchgeführt wird, mitläuft, der sollte in jedem Fall im Vorfeld auf Asphalt trainieren. Die langen Läufe, die in den Wochen vor dem Marathon auf dem Trainingsplan stehen sollten, eignen sich dafür besonders gut, da man die Muskeln, Gelenke und Bänder damit an den Untergrund gewöhnt. Auch das Material kann dabei einem Härtetest unterzogen werden um zu sehen, ob zum Beispiel die Schuhe und deren Dämpfung einem langen Lauf auf hartem Untergrund standhalten.

Lauft Ihr gerne auf Asphalt, oder zieht Ihr andere Untergründe vor? 


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