Hoka Clifton 2

von run.de am 6. Juni 2016

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Design
Passform / Laufgefühl
Material / atmungsaktiv
Verarbeitung / Haltbarkeit
Preis / Leistung
Rating: 4.7/10 (4 votes cast)

 

Mit einigen Kilo zu viel auf den Hüften, mittleren Distanzen zwischen zehn und 20 Kilometer im 6 Minuten-Bereich nicht abgeneigt, ist es mitunter schwierig, den richtigen Laufschuh zu finden. Nun also der Hoka One One Clifton 2.

Der Schuh überrascht schon auf dem ersten Kilometer. Die Sohle ist von Außen sichtbar und beim Tragen unmittelbar spürbar sehr dick das zeichnet die Schuhe von Hoka ja generell aus.

Erstaunlich ist, dass diese dicke Sohle spürbar dynamisch ist und man vor allem bei längeren Läufen von dieser Dynamik profitieren kann. Auch vom Vorgängermodell dem Hoka One One Clifton wurde bereits Ähnliches über die Sohle geäußert.

Anders als beim Vorgänger wurde nun das Obermaterial ein wenig fester und die Lasche wurde ebenfalls dicker. Das sorgt dafür, dass die Füße zu jederzeit fest und sicher eingepackt sind und der Schuh insgesamt für einen guten Halt sorgt.

Die Nähte im Schuh sind verschweißt und nicht genäht das Ganze nennt man Speedframe; einen wirklichen Vor- oder Nachteil dieses Technologie  konnte ich allerdings nicht festmachen.

Sicher ist jedoch, dass der Schuh zu jeder Zeit sicher und fest am Fuß sitzt. Es bleibt dabei: Dieser Schuh definiert sich über seine Sohle und die ist schon etwas Besonderes. Vor allem bei höherem  Tempo spürt man bei jedem Schritt, wie man tief in die Sohle hinein sinkt. Kein Wunder bei einer Sohle mit 24 Millimetern Schaum unter dem Vorfuß und 29 Millimetern Schaum unter der Ferse.

Das Gefühl ist nicht unangenehm, ob das für wirkliche Höchstgeschwindigkeiten auf Asphalt jedoch ausreichend ist, mag ich bezweifeln. Das Unternehmen selbst wirbt damit, dass mit diesem Schuh schon ein Marathon unter 2:20 gelaufen wurde daher scheint er sich auch für schnelle Läufe zu eignen.

Bei mir hinterlässt der Hoka One One Clifton 2 vor allem bei langen langsamen Läufen auf festem Untergrund den besten Eindruck. Trockene Waldböden oder Asphalt sind perfekt bei der angenehmen Dämpfung des Schuhs. Da kann man dann auch 15 oder mehr Kilometer angenehm laufen (bislang waren 19 Kilometer meine längste zurückgelegte Distanz in dem Schuh).

Bei höherem Tempo laufe ich stärker über den Vorfuß und dabei hatte ich das Gefühl, so tief in die Sohle zu sinken, dass ich nicht wieder richtig dynamisch herauskam. Und je unebener oder sandiger der Boden wird, umso eigenartiger wird das Laufgefühl mit dem Schuh. Er sitzt zwar weiterhin sicher; man hat dennoch das Gefühl, ein wenig wackelig unterwegs zu sein. Auch das mag mit der dicken Sohle zusammen hängen.

Der Hoka One One Clifton 2 ist obendrein der erste Laufschuh seit langem, den ich wieder richtig einlaufen musste. Mittlerweile habe ich rund 120 Kilometer in ihm absolviert und er sitzt wirklich gut. Bei den ersten zwei Läufen haben sich hinter dem Ballen nach rund einer halben Stunde schmerzhafte Druckstellen gebildet. Das ist mittlerweile nicht mehr der Fall ich schiebe auch das auf die weiche
Sohle, die sich mittlerweile meinem Fuß angepasst hat.

Das Design des Schuhs überzeugt mich nicht wirklich. Ich trage die schlichte Variante aus schwarzem Obermaterial und weißer Sohle. Das mag ich grundsätzlich lieber als zu grelle Farben. Die dicke Sohle sieht aber schon gewöhnungsbedürftig aus und der Clifton 2 erinnert eher an einen Gesundheitsschuh als an einen Sportschuh.

Erstaunlich ist jedoch, wie leicht diese Schuh bei diesem dicken Unterbau dann letztlich ist. Das macht sich vor allem bei den längeren Läufen wunderbar bezahlt.

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