How to start vegan: Tipps, wie die Umstellung gelingt

von Run Munich Run am 21. Januar 2015

„Waaaas, spinnst du, und wie willst du das anstellen?“ So und ähnlich klingt es, wenn man seinem Umfeld erzählt, man lebe nun vegan. Es wurden sämtliche Lebensmittel durchdiskutiert, die ich sooo vermissen werde, und essen gehen könne man ja nun auch nicht mehr mit mir. „Na und“ dachte ich mir, denen werde ich es schon noch zeigen, so schwer kann das doch nicht sein.

Gesagt, getan, mein Vorsatz für 2015 stand fest. Zu Weihnachten bekam ich glücklicherweise zwei vegane Kochbücher geschenkt: „Vegan to go“ von dem Trendsetter der veganen Ernährung: Attila Hildmann und „Vegan für Einsteiger“ vom GU Verlag. Beide Bücher beinhalten – auch für mittelmäßige Köche wie mich – super lecker aussehende Rezepte, die meist nicht wahnsinnig aufwendig sind.

Ich empfehle jedem, der vegan leben möchte, gerade für den Einstieg, sich das ein oder andere vegane Kochbuch zuzulegen, um ein paar Grundrezepte kennenzulernen. Mit der Zeit wird man selbst kreativer in der Küche, aber für den Anfang ist sicher etwas Inspiration von außerhalb nicht schlecht.

Motiviert zur veganen Ernährung haben mich zahlreiche Sportler und Blogger, die darauf schwören. Ein besseres und fitteres Körpergefühl war das Hauptargument, denn gerade nach der sehr kalorien- und zuckerreichen Weihnachtszeit klang das für mich sehr überzeugend. Der Verzicht auf Fleisch sollte für mich kein Problem darstellen, denn zu Hause gibt es bei mir weder Wurst, noch anderes Fleisch. Anders sieht es da mit Käse & Co. und Süßigkeiten aus, wobei ja einige Süßigkeiten, wie Oreo Kekse, Manner Waffeln und (die meiste) Zartbitterschokolade vegan ist… gefährlich 😉

Eine vegane Grundausstattung kaufte ich im Bioladen und bekam an der Kasse gleich mal wegen dem Preis einen Schreck (40 Euro, ich kann mich nicht erinnern jemals so viel Geld auf einmal für Lebensmittel ausgegeben zu haben). Dafür bekam ich unter anderem Nussmus, Agavendicksaft, Sojajoghurt, Mandelmilch oder veganen Frischkäse. Obst und Gemüse kaufte ich weiterhin beim Discounter ums Eck.

In der ersten Woche hatte ich noch Urlaub beziehungsweise musste nicht zur Uni und hatte deshalb viel Zeit einige Rezepte aus meinen neuen Kochbüchern auszutesten. Es gab Rote-Beete Suppe, Nudeln mit selbstgemachtem Pesto, Blumenkohl mit Kokos-Curry-Creme oder Tomaten-Tofu Caprese. Wenn man sich erst einmal in die Kochbücher eingelesen hatte, bekommt man schnell ein gutes Gefühl dafür, was die vegane Küche so alles zu bieten hat.

Außer den „vorgeschriebenen“ Rezepten aus den Büchern sind für mich Essensbilder auf zahlreichen Instagram Accounts eine tolle Inspiration:  ourcleanjourney, morrisonclub, saveyourshape, runskills, vegan_and_happy, mucveg und fahnies sind meine absoluten Lieblinge.

Gnocchi mit getrockneten Tomaten und Oliven

Während ich in meiner ersten veganen Woche länger als sonst in der Küche stand und etwas aufwendiger kochte, wurde ich in der zweiten Woche experimentierfreudiger und schmiss oft einfach Gemüse in die Pfanne. Außerdem versuchte ich abends weniger Kohlenhydrate zu essen, denn in der ersten Woche habe ich wirklich dreimal am Tag (morgens Müsli, mittags Nudeln, abends Brot) gegessen.

Was ich noch änderte: Ich fing an für den nächsten Tag vorzukochen und schrieb mir sonntags einen „Wochen-Essensplan“. So kann man super für die ganze Woche alle Lebensmittel in Essen einplanen, vor allem wenn man am Samstag den großen Einkauf erledigt.

Nun befinde ich mich schon in Woche drei meiner veganen Zeit. Bisher bin ich positiv überrascht, denn fitter fühle ich mich schon. Früher hatte ich oft Bauchschmerzen nach dem Essen, insbesondere wenn ich schnell irgendetwas unterwegs gegessen habe. Das entfällt nun komplett, denn mit meiner vorgekochten Speise vom Vortag weiß ich genau, was drin steckt und verzichte auf ungesunde Zusatzstoffe.

Etwas problematisch finde ich allerdings „normale“ Restaurantbesuche: Beim Italiener bleibt meist wirklich nur „Nudeln mit Tomatensauce“ (gääähn) oder in bayerischen Lokalen ein grüner Salat (bekomme ich daheim wohl besser hin…). Zum Glück habe ich aber sehr tolle Freunde, die mit mir vegane Restaurants testen oder mich sogar vegan bekochen 🙂

Wie es mit meinem neuen veganen Lifestyle weitergeht, was sich verändert hat und was meine Lieblingsgerichte waren, das verrate ich euch Anfang März hier auf run.de 🙂

#keeponrunning
Laura

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