Kalorien verbrennen durch Lauftraining

von run.de am 14. März 2014

Da ist man eine halbe Stunde um den Block gehastet und hat am nächsten Morgen trotzdem nichts weniger auf der Waage. Wer kann tatsächlich einschätzen, wie viele Kalorien man durch sein Lauftraining wirklich verbrannt hat? Um den Döner Kebap aus der Mittagspause laufend zu verbrennen, muss man jedenfalls schon den einen oder anderen Kilometer abspulen.

Keine Frage: Wer abnehmen möchte, der trifft mit dem Lauftraining ein vortreffliche Wahl – vorausgesetzt, die Gesundheit insgesamt lässt dieses zu. Doch wer einen Kilometer nach dem anderen frisst, kann nicht zwingend davon ausgehen, dass er im Gegenzug beim Essen verspeisen darf, was er will. Denn meistens tendiert man dazu, die mit dem Essen aufgenommenen Kalorien zu unter- und die beim Laufen verbrannten Kalorien zu überschätzen.

Bild: Wade Treichler | CC BY 2.0

Falscher Kalorienverbrauch

Wer mit einer Lauf-App oder mit einer Pulsuhr unterwegs ist, ist häufig auch nicht wirklich klüger. Sowohl die App als auch die Pulsuhr geben zwar an, wie viele Kalorien in einer Laufeinheit verbrannt wurden. Das ist aber zumeist sehr grob über den Daumen gepeilt, da das tatsächliche Verbrennen von Kalorien doch zu individuell ist, als dass es mit den Parametern Geschlecht, Gewicht, Puls, gelaufene Zeit und Distanz tatsächlich auf den Punkt genau bestimmt werden kann. Der Ungenauigkeitsfaktor entspricht in Kalorien gemessen gerne einmal einer halben Tüte Chips. Und die kann auf der Waage dauerhaft durchaus den Unterschied machen …

Energiespeicher rechtzeitig auffüllen

Wer eine lange und kraftraubende Laufeinheit absolviert hat, wird stolz sein, weil viele Kalorien verbrannt wurden. Das stimmt ja auch, doch sollte man trotzdem nach dem Training den ersten Snack zu sich nehmen. Auf den ersten Blick verschlechtert das zwar die Kalorienbilanz, auf den zweiten Blick hilft es aber, die Kalorienbilanz später nicht noch schlechter ausfallen zu lassen. Denn: Wer beim Training richtig Substanz lässt, wird seine Energiespeicher früher oder später wieder auffüllen müssen. Besser ist es, das früher zu tun. Denn wer wartet, wird Heißhungerattacken verspüren und dann wahrscheinlich eher wahllos Süßigkeiten, Cola und andere schnell verfügbare Kohlenhydrate in sich reinschütten. Was das mit der Kalorienbilanz anstellt, kann sich jeder selbst ausrechen.

Die letzten Pfunde sind hartnäckig

Unter Motivationsaspekten ist es für halbwegs trainierte Läuferinnen und Läufer übrigens ausgesprochen dumm, dass es immer schwieriger wird, eine bestimmte Kalorienmenge zu verbrennen, je dünner und trainierter man wird. Wer mehr Pfund auf den Rippen hat, verbrennt auch mehr – auch wenn man einfach nur herum sitzt. Daher lassen sich in der Regel schnelle Abnehmresultate erzielen, wenn man mit einer gehörigen Portion Übergewicht mit dem Lauftraining beginnt. Je fitter man wird, umso schwieriger wird es dann, mehr Kalorien zu verbrauchen als man zu sich nimmt.

Ein wichter Tipp bei dem Ganzen: Sowohl Essen und Trinken als auch Laufen sollen Spaß machen. Wenn man zwei Kilo zu viel auf den Rippen hat und sich sowohl beim Laufen, als auch beim Essen und Trinken insgesamt wohl fühlt, dann ist das halt so. Allzu ernst sollte man das Zählen von Kalorien dann doch nicht nehmen. Zumal man sie kaum genau bestimmen kann …

Lesetipp aus der run.de Community:

 


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