Kolumnen-Special: Verletzungen Teil 2 – Prävention von Verletzungen

von Sandra Mastropietro am 14. April 2014

>>Läuferleben<<

Kolumnen-Special zum Thema Verletzungen

Teil 2 – Prävention von Verletzungen

Es ist doch verhext! Nie, aber auch wirklich nie habe ich auch nur irgendein Wehwehchen; und dann, genau in der Wettkampfvorbereitung, passiert es:

Der Alptraum eines jeden Läufers – ich bin verletzt! 🙁

Nicht, dass es dafür überhaupt einen geeigneten Zeitpunkt gäbe; aber grundsätzlich Ziept und Zwickt es natürlich genau dann, wenn man es am allerwenigsten gebrauchen kann.

Warum das so ist:

Laufen ist ein wunderbarer Sport; jede Zelle im Körper wird mit Sauerstoff versorgt und unser Herz-Kreislaufsystem wird angekurbelt. Kurz: Laufen hält uns fit und gesund. 🙂

Doch wie bei allen anderen Sportarten kann es auch hier zu Verletzungen kommen. Die Gründe resultieren nur selten aus Unfällen, sondern viel mehr aus einer Überlastung der Muskeln und Gelenke – schließlich ist unser Trainingspensum gerade in der Wettkampfvorbereitung extrem hoch!

Wie man dem Vorbeugen kann:

Unsere Vernunft weiß es, aber unser Läuferherz will es einfach nicht wahrhaben: Überlastungen können nur durch eine allmähliche Steigerung der Trainingsintensität vermieden werden.

Heißt: DEN TRAININGSUMFANG LANGSAM STEIGERN!

Oft, besonders aber in der Wettkampfvorbereitung, will man alles aus sich heraus holen, meint; da geht noch was! …Doch leider geht gerade genau dann bald nicht mehr viel 🙁

Wie gemein, dennoch irgendwie auch logisch: Im Gegensatz zu unserem Herz-Kreislauf-System, dass sich Belastungen sehr schnell anpassen kann, braucht unser Körper Zeit und Ruhe, um sich an erhöhte Belastungen zu gewöhnen. Muskulatur muss „wachsen“, und das geht nicht von heute auf morgen.

Eines der vielen schönen Dinge am Laufen ist, dass man einfach loslaufen kann. Theoretisch!

Warm-Ups und Cool Downs werden leider von vielen Sportlern noch als vollkommen überbewertet angesehen, wenngleich sie dazu dienen, die Beweglichkeit zu erhöhen und somit das Verletzungsrisiko zu minimieren.

Wer mal wieder keine Lust auf langsames Einlaufen und Schwunggymnastik hat, sollte sich vielleicht in Erinnerung rufen, dass ein erwärmter Körper leistungsfähiger ist – dieser Gedanke hilft mir zumindest immer 😉

Ein weiterer Punkt in der Verletzungsprävention, liebe Frauen aufgepasst; ist das richtige Schuhwerk 🙂

Ja, tatsächlich kann der richtige Schuh das Verletzungsrisiko minimieren, da er die Kräfte beeinflusst, die beim Laufen wiederholt auf den Körper einwirken. So ist es letztendlich die Beschaffenheit des Schuhs bzw. der Sohle, die das Zusammenspiel von Knöchel, Knie und Hüfte zum großen Teil mitbestimmt.

Ein Schuh sollte den körperlichen Gelegenheiten angepasst und eventuell durch spezielle Einlagen ergänzt werden. Hier bietet sich eine Beratung vom Fachmann an.

Last but not least: Kräftigungsübungen und mein guter Freund die Black-Roll 😉

Parallel zur Ausdauer sollte auch die Muskelkraft wachsen. So ist ein Core-Training (Rumpf-Stabi) für uns Läufer unumgänglich. Muskeln und Sehnen „polstern“ unsere Knochen, sorgen quasi dafür, dass es trotz ständigem „Aufprall“ nicht zu Frakturen kommt. Das ist eine ganz tolle Leistung. In Anerkennung dafür, sollten wir die Muskulatur durch gezielte Übungen kräftigen! 😉

Außerdem wird durch regelmäßige Massage (auch Selbstmassage z.B. via Blackroll) der Muskelaufbau gesteigert und die Leistungsfähigkeit erhöht, was wiederum eine Minimierung des Verletzungsrisikos mit sich bringt 😉

Leider lassen sich Verletzungen nie 100%ig vermeiden; aber zumindest kann man das Risiko minimieren. 🙂

Die gerade genannten Tipps resultieren aus eigenen Erfahrungen. Solltet Ihr Ergänzungen haben, würde ich mich über Feedback freuen! 🙂

Übrigens ist diese Kolumne der Zweite von drei Teilen zum Thema „Verletzungen“. Nächste Woche geht es um den Umgang mit diesen.

Ich wünsche Euch eine wunderschöne und vorallem verletzungsfreie Laufwoche 🙂

Ganz liebe Grüße

Sandra


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