Kolumnen-Special: Verletzungen Teil 3 – Verletzt; und nun?

von Sandra Mastropietro am 21. April 2014

>>Läuferleben<<

Kolumnen-Special zum Thema Verletzungen

Teil 3 –  Verletzt; und nun?

Hallo liebe run.de – Leser,

ich hoffe Ihr hattet wunderschöne und erholsame Ostertage 🙂

Da sich die Feiertage nun dem Ende neigen, möchte ich mich auch in dieser Kolumne wieder dem Ernst des >>>Läuferlebens<<< widmen. 😉

Nachdem es in den beiden vorherigen Teilen um den frühzeitigen Besuch beim Sportarzt und die Prävention von Verletzungen ging, handelt dieser Teil von dem Umgang mit solchen.

Normalerweise suche ich ja immer recht lange nach einer passenden Einleitung; das „erspare“ ich mir heute; es gibt ganz einfach keine…

Verletzt sein ist doof, und zwar richtig!

Auch wenn es einige wesentliche Punkte zur Prävention gibt, so lässt sich die ein oder andere Verletzung in der (Hobby-)Läuferkarriere wohl leider nicht vollständig vermeiden.

Aber wie geht man mit so einer Verletzung, die natürlich zum ungünstigsten aller Zeitpunkte kommt, um?

Erster und ganz wichtiger Punkt: Stay positiv!

Nein, eine Verletzung lässt sich nicht schön reden. Und auch wenn es leichter gesagt / geschrieben als getan ist; solltet Ihr auf keinen Fall den Kopf hängen lassen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich: Ausdauer, die man sich über einen langen Zeitraum mühsam antrainiert hat, verliert man nicht in zwei, drei oder gar vier Wochen! 🙂 Auch unsere Muskulatur ist äußerst „merkfähig“. Heißt, dass Muskeln, die schon einmal trainiert waren, sich schon nach ein paar gezielten Trainings wieder auf dem gewohnten Leistungsniveau befinden 🙂

Auf die Gefahr hin, das es komisch klingen mag: Versucht die Verletzung und darauf resultierende Pause als Chance anzusehen.

Wie bereits in den ersten beiden Teilen berichtet ist die häufige Verletzungsursache das Übertraining.

Der nächste Wettkampf wird kommen und ihr werdet dabei sein; sowohl topfit  (da man selten den selben Fehler zweimal macht)  als auch „un-übertrainert“ 😉

Übrigens lässt sich der „Nicht-Teilnehm-Frust“ sehr gut eindämmen, indem man sich ein spannendes, neues Wettkampfziel sucht 😉

Abschließend zu diesem ersten Punkt sei gesagt, dass Euer emotionaler Zustand die Heilung beeinflusst. So heilt ein positiv gestimmter Geist den Körper viel schneller als ein negativ gestimmter.

Also keep on thinking positive 🙂

Zweiter Punkt: „In der Ruhe liegt die Kraft“

Oh, wie habe ich dieses Sprichwort früher immer gehasst. Ruhe?! Wer oder was ist das? 😉

Tatsächlich kann man eine Verletzung nur wirklich „loswerden“, indem man sie richtig auskuriert. Und das bedeutet vor allem eins: „RUHE“ des betroffenen Körperteils über einen vom Arzt festgelegten Zeitraum, den Ihr keinesfalls unterschreiten solltet.

Jap, auch wenn die Schmerzen weg und die Versuchung entsprechend groß ist; wartet ab und gebt Eurem Körper die Chance richtig zu heilen. Das mit dem Positivem aus Punkt eins wird nämlich mit jeder neuen „Alt-Verletzung“ schwieriger 🙁

Von daher muss ich hier wohl eingestehen: In der Ruhe liegt die Kraft 😉

Dritter Punkt: Es leben die Alternativen!

Ja, das gerade mit der Ruhe war natürlich nur auf DAS betroffene Körperteil oder eine bestimmte Bewegung bezogen. Denn wenn es uns Läufer mal erwischt, dann ja meist an den Füßen, Knien oder „sonstigem Bein“.  Laufpausen sind schlimm, aber keine Entschuldigung den Rest des Körpers nicht zu trainieren oder Alternativsportarten zu betreiben.

Auch wenn man von der „Königsdisziplin“ Laufen pausieren muss; Aquajogging, Schwimmen oder Radfahren sind tolle Alternativen. (und gehen trotz „Laufverletzung“ eigentlich fast immer 😉 )  Euer Sportarzt berät Euch sicher gerne 🙂

Zusammenfassung: PECH haben bzw. machen 😉

Nicht im klassischen Sinne. PECH steht hier als Abkürzung für die altbewährte „Verletzungsformel“:

P: pausieren, das Gelenk oder Körperteil ruhigstellen (sofort und über die gesamte Dauer der Verletzung) E: Eis gegen den Schmerz und die Schwellung. C: Compression im Sinne eines Druckverbandes (verlangsamt die Ausweitung von Blutungen und Schwellungen ) H: Hochlagern.  (Verbessert den Rückflusses des Blutes)

So, ihr Lieben. Das Kolumnen-Special zum Thema Verletzungen ist hiermit abgeschlossen 🙂

Ich hoffe es war der ein oder andere hilfreiche Tipp dabei, den Ihr aber hoffentlich selten anwenden müsst; denn ich wünsche allen Läufern von Herzen Verletzungsfreiheit! 🙂

Eine schöne Woche

#keeponrunning

Sandra


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