Kompressionsstrümpfe beim Laufen – Sinn oder Unsinn?

von run.de am 19. November 2013

Als vor einigen Jahren die ersten Läufer mit Kompressionsstrümpfen bei Wettkämpfen auftauchten, da wurden sie noch kritisch beäugt. Die hohen Kniestrümpfe sahen im Vergleich zu den üblicherweise kurzen Laufsocken schon eigentümlich aus.

Das tun sie heute noch immer. Doch mittlerweile wundern sich die wenigsten darüber wenn Spitzenathleten und ambitionierte Hobbyläufer mit Kompressionsstrümpfen um die Ecke kommen.

Was machen Kompressionsstrümpfe?

Letztlich ist ein Kompressionsstrumpf nichts anderes als ein wirklich sehr eng sitzender Kniestrumpf. Diese Strümpfe kannte man bislang vor allem aus dem sanitären Fachhandel: Bei Durchblutungsstörungen in den Beinen helfen Kompressionsstrümpfe, um zum Beispiel einer Thrombose vorzubeugen. Die positive Wirkung von Kompressionsstrümpfen zu diesem Zweck ist wissenschaftlich erwiesen.

Ob Kompressionsstrümpfe auch bei Läufern einen positiven Effekt haben, ist wissenschaftlich indes nicht eindeutig erwiesen. Die einen schwören auf die eng anliegenden Strümpfe; die anderen fühlen sich weiterhin in ihren gut sitzenden Laufsocken wohl.

Bessere Sauerstoffversorgung der Wade

Kompressionsstrümpfe sitzen ausgesprochen eng an der Wade des Läufers. Daher braucht man schon einiges an Geduld, wenn man diese Strümpfe anziehen und sie nach dem Lauf auch wieder ausziehen möchte. Da sie so eng sitzen, ergibt sich die Kompression – das heißt: Es gibt einen leichten Druck auf die Wade. So soll sich die Muskulatur in der Wade entspannen und das Blut soll leichter fließen, was einer besseren Versorgung der Wade mit Sauerstoff gleichkommt – So jedenfalls argumentieren die Befürworter des Kompressionsstrumpfes für Läufer.

Schnellere Regeneration?

Viele beobachten beim Training und im Wettkampf allerdings keine Steigerung, sprechen aber von einem angenehmen und lockeren Gefühl in der Wadengegend. Und was sich gut anfühlt, kann schon mal nicht verkehrt sein. Zudem soll die Regeneration nach einem langen Lauf deutlich schneller erfolgen, wenn man den Lauf mit Kompressionsstrümpfen absolviert hat.

Wichtig ist allerdings, wenn man sich seine ersten Kompressionsstrümpfe zulegt: Diese sind in der Regel ein wenig dünner als herkömmliche Socken für Läufer. Das sollte man wissen, um sich später nicht zu wundern, warum man in seinen Schuhen plötzlich hin und her rutscht und sich Blasen holt. Es gibt auch Kompressionsstrümpfe ohne Fuß, dann sind es sozusagen sehr eng anliegende Stulpen, bei denen man seine gewohnten Laufsocken dann aber doch noch weiter tragen kann.

Hier mal ein Video in dem die Funktionsweise beschrieben wird:

In unserer Community gibt es bereits einige Meinungen über den Sinn und Einsatzzweck von Kompressionssocken.

Wir würden uns sehr freuen, auch Deine Meinung zum Thema zu hören!


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