Laufen im Herbst – Tipps, Tricks und die richtige Laufbekleidung

von run.de am 23. Oktober 2013

Der Herbst schleicht sich allmählich an. Morgens und abends erwartet einen schon recht früh die Dunkelheit, die Termperaturen haben sich deutlich abgekühlt und die Sonnenstunden sind auch schon arg reduziert.

Damit steigt natürlich die Möglichkeit der Ausreden enorm und viele Hobbyläufer legen ihre Laufschuhe an die Seite und werden sie in den kommenden Wochen und Monaten mit einem schlechten Gewissen immer mal wieder anschauen aber doch nicht anziehen.

Bild: antony_mayfield via flickr | CC BY 2.0

Dem Schnee, dem Regen, dem Wind entgegen

Das muss nicht sein! Das einfachste ist es, feste Lauftermine zu definieren. Ich habe zum Beispiel Dienstag und Donnerstag Abend sowie den Sonntag Vormittag für mich als drei feste Lauftermine definiert. Gestrichen wird nicht; allenfalls zeitlich nach hinten verschoben. Das ist aber eher eine Motivations- und Organisationskomponente. Damit das Laufen im Herbst ebensolche Freude macht wie in den Frühlings- und in den Sommermonaten sollte man auch die eine oder andere Kleinigkeit beachten.

Welche Ausrüstung benötigt ein Läufer im Herbst?

Das beginnt bei der Kleidung, und zwar von oben nach unten: Eine Mütze hilft gegen Kälte oder Regen. Sie sollte aber noch nicht zu dick sein. Wer abends Richtung Wald unterwegs ist, sollte über eine Stirnlampe nachdenken. Die Jacke sollte wasserabweisend sein und im Dunklen auffallen.

Funktionsunterwäsche hilft dabei, nicht auszukühlen. Wenn es beginnt, nasskalt zu werden, sollte man auch lange Hosen tragen, um die Gefahr von Muskel- und Sehnenverletztungen zu reduzieren. Ein gutes Profil unter den Schuhen hilft, auf rutschigem Untergrund den richtigen Halt zu finden; außerdem sollten die Schuhe wasserdicht sein.

Aufwärmen und Dehnen

Muskeln mögen keine Kälte. Daher sollte man sich langsam warm laufen, ehe man zu Tempoläufen ansetzt. Dehnübungen können schon im Warmen gemacht werden und auch ein langsames Auslaufen hilft dabei, dass das nasskalte Wetter den Waden und den Oberschenkeln nicht allzu sehr zusetzt. Nach dem Auslaufen sollte man dann direkt und schnell ins Warme. Wenn die Temperaturen in den nächsten Wochen kälter werden, kann man auch einige Trainingseinheiten nach Drinnen aufs Laufband verlegen.

Auch wenn es im Herbst ein wenig kühler und feuchter wird, so empfinde ich ihn auch als sehr angenehme Jahreszeit für Laufeinheiten in der freien Natur. Ich mag es, wenn die Sonne flach durch die Herbstbäume hindurch scheint; wenn sich der Morgennebel langsam legt und die Sonne noch ein paar warme Strahlen schickt. Mitunter mag ich aber auch die richtig harten Regenschlachten, bei denen man nass und schmutzig und ausgepowert und glücklich nach Hause kommt. Hier ist es tatsächlich nur wichtig, dass die Füße weitestgehend trocken bleiben.

Ansonsten halte ich es da wie Goethe: Dem Schnee, dem Regen, dem Wind entgegen. Immerzu, Immerzu; ohne Rast und Ruh.


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