Laufen in der Gruppe – nervig oder motivierend?

von run.de am 11. April 2013

Wer lange Dauerläufe bei grauem Wetter absolviert und auch noch vergessen hat, den Akku von seinem MP3-Player aufzuladen, der kann schon mal ein wenig trübsinnig vor sich hin traben. Um wie viel spannender wäre da doch ein Lauf in der Gruppe: Man könnte sich unterhalten, man würde die Müdigkeit in den Oberschenkeln weniger spüren und man könnte sich gegenseitig motivieren.

Bild: sportsandsocial | CC BY 2.0

Gruppenzwang?

Tatsächlich gibt es einige Gründe, die dafür sprechen, einen Lauf in der Gruppe zu absolvieren. So ist zum Beispiel die Verbindlichkeit ein entscheidender Faktor zur Motivation: Nimmt man sich alleine vor zu laufen, dann findet man schnell “gute Gründe”, um die geplante Einheit doch sausen zu lassen.

Ist man verabredet, so fühlt man sich schon eher an seinen Lauftermin gebunden, absolviert seine Einheit und fühlt sich nachher besser.

Weitere gute Gründe für den Lauf in der Gruppe, sind:

  • man hat Gesprächspartner
  • man unterhält sich und trainiert quasi nebenbei
  • man kann neue Strecken kennen lernen, die man allein nie ausprobiert hätte
  • man kann sich gegenseitig motivieren

Es muss einem allerdings auch bewusst sein, dass der Lauf in der Gruppe nicht nur Vorteile mit sich bringt. Ist man in einer kleinen Gruppe unterwegs, so muss jeder auf den langsamsten Läufer Rücksicht nehmen. Daher ist es vorteilhaft, wenn sich Gruppen zusammen finden, bei denen alle Läufer in etwa die gleiche Leistungsfähigkeit haben.

Wer auf ein bestimmtes Zeitziel bei einem Wettkampf hin trainiert, der ist sicher gut beraten, wenn er dieses alleine macht. Denn dazu sind das Training und der Wohlfühlbereich im Training zu individuell, als dass man sich da an schwächere oder stärkere Laufpartner anpassen sollte.

Bei längeren Läufen zur Grundlagenausdauer kann ein Lauf in der Gruppe oder mit einem Laufpartner aber durchaus reizvoll sein. Persönlich empfinde ich es als motivierend, mit jemandem zu laufen, der ein wenig besser in Form ist als ich. Das motiviert mich zusätzlich, auch an mir und meinen Zeiten zu arbeiten.

Übrigens: Eine der größten Chancen, einen Partner fürs Leben – nicht nur fürs Laufen – kennen zu lernen, soll in einer Laufgruppe bestehen…

Wie findest Du es in der Gruppe zu laufen – nervig oder motivierend?


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