Laufen & Spaß – Kommt die Belohnung erst später?

von run.de am 3. September 2013

Zugegeben, dass Buch ist nicht ganz neu auf dem Markt. Trotzdem steckt in dem Buch „Warum Läufer beharrlich sind und Surfer das Leben genießen. Was dein Sport über dich verrät“ von Thomas Frankenbach jede Menge Wahres und so mancher Läufer wird sich darin auch wieder erkennen.

Tendenziell sind Läufer ja doch eher eigenartige Sportler: Sie bewegen sich aus eigener Kraft fort ohne irgendwelche Unterstützung – während Surfer zum Beispiel den Wind für sich nutzen. Zudem ist die Fortbewegung eines Läufers eher monoton. Auch das ist eher speziell und nicht für jeden etwas.

Der Laufsport erinnert gewissermaßen sogar an so manche Arbeit. Aber: Laufen ist gut für den Körper und für die Seele. In dem Zusammenhang kann Laufen bei aller Monotonie dennoch etwas wirklich Befreiendes haben. Denn monotone Bewegungen können dabei helfen, dass man mit sich selbst in Einklang kommt. Nicht zuletzt haben Pilgereisen in vielen Religionen auch etwas mit monotonen Bewegungen zu tun.

Was viele Laufsportler, die sich und ihren Sport ein wenig ernst nehmen, gemeinsam haben: Sie genießen ihre Hartnäckigkeit, an etwas dranzubleiben und tief verwurzelte Lebensprinzipien auf den Sport zu transportieren. Dazu passt auch, dass nicht jeder Läufer gerade Freude an seinem Sport hat, während er ihn ausübt.

Oft kommt das gute Gefühl erst nach dem Training, wenn man die erste Flasche Wasser gelehrt und geduscht hat. Das Belohnungszentrum im Gehirn wird bei einem Läufer damit nicht direkt während des Laufens aktiviert. Surfer hingegen empfinden in der Regel Spaß, während sie ihren Sport ausüben. Läufer ackern während des Laufens und den Ertrag (weniger Kilos, mehr Fitness, weniger Stress, …) genießen sie später.

Wie siehst Du das?

Kommt der Spaß bei Dir erst nach dem Lauf oder schon während der Trainingseinheit?


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