Diese 3 großen Laufirrtümer solltest Du vermeiden!

von run.de am 8. Dezember 2015

Läufer gibt es viele und jeder Einzelne hat seine eigene kleine Formel für den Erfolg im Wettkampf oder im Training. Wichtig ist bei Allem, dass man sich wohlfühlt, dass man sich Ziele steckt und dass man diese auch erreicht. Dabei haben sich allerhand Faustformeln und Weisheiten entwickelt, von denen zumindest einige in Frage gestellt werden sollten, so wie zum Beispiel diese drei Weisheiten, bei denen es sich allesamt um Laufirrtümer handelt:

Foto: lululemon athletica | CC BY 2.0

Irrtum 1: Wer langsam läuft, nimmt schneller ab

Richtig ist: Wer langsam läuft, erhöht den Anteil an verbranntem Fett im Vergleich zu verbrannten Kohlenhydraten – darauf mag auch dieser Irrtum begründet sein. Allerdings nimmt man noch immer am meisten ab, wenn man viele Kalorien verbrennt. Nimmt man nun zum Beispiel die Laufdauer von 45 Minuten, dann werden in dieser Zeit umso mehr Kalorien verbrannt, je schneller man läuft. Allerdings sollte man hier das richtige Maß finden, um sich nicht zu erschöpfen und diese Trainingsintensität drei bis vier Mal in der Woche absolvieren zu können.

Irrtum 2: Schnelligkeit trainiert man am Ende eines Laufs

Man kennt das: Da joggt man gemütlich zehn Kilometer durch den Stadtwald, um dann die letzten 300 Meter im Spurt zu absolvieren, um so auf Dauer schneller werden zu können. Die Beine werden so tatsächlich schneller, aber nur schneller müde. Sie werden kaum trainiert, um dauerhaft jeden einzelnen Kilometer einer längeren Distanz zehn Sekunden schneller laufen zu können.

Richtig ist: Schnelle Trainingseinheiten machen insgesamt schneller. Doch sollten diese Einheiten separat geplant werden – zum Beispiel mit dem Verhältnis zwei zu eins: Auf zwei langsame lange Läufe kommt ein schneller kürzerer Lauf mit Tempointervallen. Das trägt viel mehr zur allgemeinen Temposteigerung bei als ein verzweifelter Endspurt zum Abschluss jeder einzelnen Trainingseinheit. 😉

Irrtum 3: Besser warm als kalt

Das gilt vor Allem jetzt im Winter: Wer glaubt, mit warmer Kleidung alles richtig zu machen, der liegt leider falsch. Besser ist es, auf den ersten zwei Kilometern leicht zu frieren, um ab dann gut aufgewärmt zu trainieren. Wer sich jedoch so warm einpackt, dass man direkt ab dem Start nicht frieren muss, dem wird im Laufe des Trainings schnell zu warm.

Daher gilt: Atmungsaktive Kleidung tragen, die die Feuchtigkeit nach Außen transportiert, eine äußere Kleidungsschicht, die vor Wind schützt, gerne auch eine Mütze und Handschuhe, die man im Zweifel unterwegs auch ausziehen kann. Bei Temperaturen, die im Plusbereich liegen, macht man dann alles richtig, wenn einem zu Beginn der Laufeinheit leicht kalt ist; nach rund zehn Minuten sollte der Körper dann so aufgewärmt sein, dass man die Temperatur insgesamt als angenehm empfindet.

In diesem Sinne

#keeponrunning


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