Marathon-Vorbereitung: Bei Generalprobe mit Ablauf vertraut machen

von run.de am 5. April 2013

Der Marathon gilt für viele Hobby- und Freizeitläufer noch immer als das Ziel aller Ziele. Und so werden auch in diesem Jahr wieder Tausende von ihnen bei den großen Volks-Marathons an den Start gehen, um sich irgendwie zwischen drei und fünf Stunden ins Ziel zu kämpfen.

Wer einen Marathon bestehen möchte, der braucht eine relativ lange Lauferfahrung, eine gezielte Vorbereitung und die passende Ausrüstung. Im Rahmen der gezielten Vorbereitung gibt es viele Pläne, die dazu beitragen können, einen Marathon in einer bestimmten Zielzeit zu absolvieren und – was das Wichtigste dabei sein sollte – Spaß dabei zu haben.

Bild: Martineric | CC BY-SA 2.0

Wie sieht es mit Wettbewerben in der Vorbereitungszeit auf einen Marathon aus? Man sagt, dass die gezielte Vorbereitung auf die gut 42 Kilometer lange Strecke rund zwölf Wochen betragen sollte, wenn man sich die Grundlagen im Vorfeld bereits über einen deutlich längeren Zeitraum erarbeitet hat.

Ein Wettbewerb in der Marathon-Vorbereitung passt vielleicht nicht direkt in eine gezielte zwölfwöchige Vorbereitung, er kann dennoch dazu beitragen, dass man sich während des Marathons wohlfühlt. Und daher ist es durchaus sinnvoll, vor einem großen Volksmarathon schon mindestens einmal einen Halbmarathon bei Massenveranstaltung gelaufen zu sein.

Solch eine Generalprobe kann nämlich dazu beitragen, dass man sich beim anschließenden Marathon wohler und schon ein wenig zu Hause fühlt. Denn was man rund um einen Marathon alles beachten muss, das sollte man im Vorfeld schon einmal unter leichteren Bedinungen, die die halbe Distanz ja ohne Frage darstellt, erlebt haben. Dann kennt man sich schon ein wenig aus, mit Themen wie

  • Anmeldung
  • Startunterlagen am Vortag abholen
  • Pastaparty (sinnvoll oder überflüssig?)
  • schlecht schlafen in der Nacht vor dem Wettkampf
  • die richtige Ausrüstung für den Wettkampf zusammen stellen
  • Anreise am Wettkampftag
  • Toilette finden am Wettkampftag
  • im Pulk auf den Startschuss warten
  • im Pulk loslaufen
  • im Pulk sein eigenes Tempo finden
  • am Verpflegungsstand durchsetzen (nicht -boxen: das machen nur die anderen…)
  • Atmosphäre beim Marathon
  • ein Tief überwinden
  • die Ziellinie überqueren
  • Urkunde und Medaille bekommen
  • mit Folie über den Schultern Süßes essen und trinken
  • mit kalter Dusche zurecht kommen
  • mindestens zwei Tage auf einer Euphorie-Wolke schweben
  • sich freuen, wenn der Muskelkater weniger wird

Das alles und noch viel mehr sind Erfahrungen, die man bei einem Marathon macht und die man durchaus schon vorab einmal sammeln sollte. Vielleicht nicht unbedingt innerhalb der zwölfwöchigen Vorbereitung; das Ganze kann man auch schon ein halbes Jahr oder sogar ein ganzes Jahr vorher bei der gleichen Veranstaltung absolvieren. Dann wird man in der Nacht vor dem Marathon noch immer schlecht schlafen, man wird sich dennoch sicherer fühlen.


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