Meditation während des Laufens – geht das?

von run.de am 11. März 2015

Vor allem in englischsprachigen Blogs und Magazinen zum Thema Laufen wird diskutiert, ob man Laufen auch zur Meditation nutzen kann. Es gibt sogar ein Buch “Running with the mind of mediation”, welches sich komplett diesem Thema widmet.

Ich mag beim Laufen durch den Wald, dass man seine Gedanken sortieren kann, dass man sich entspannen kann, dass man zur Ruhe kommt. Ist das schon meditativ? Oder steckt noch mehr dahinter?

Laufen kann tatsächlich ähnliche Effekte erzielen, wie eine Meditation. Will man das für sich nutzen, so sollte man sich darauf vorbreiten: Um beim Laufen ganz allein mit sich und seinem Innern sein zu können, sollte man Uhr, Smartphone, MP3-Player und Laufpartner zu Hause lassen. Um zur Ruhe zu kommen sollte man sich zudem eine ruhige Strecke in der Natur aussuchen.

Und dann geht es los. Man konzentriert sich nicht auf Musik, nicht auf die Zeit, nicht auf das Geschehen drumherum. Man konzentriert sich auf seinen gleichmäßigen Atem und läuft langsam genug los, so dass man tief und intensiv atmen kann ohne ins Schnaufen zu kommen.

Der Sauerstoff beginnt zu fließen, mit ihm fließen die Gedanken. Sie kommen und gehen von selbst. Im Fokus der eigenen Aufmerksamkeit sollte dabei weiterhin allein der eigene Atem stehen. Dazu bedarf es ein großes Maß an Disziplin und es fühlt sich zunächst auch ein wenig befremdlich an. “Meditation” möchte ich es auch gar nicht nennen; das ist mir fast zu esoterisch. Aber einen besseren Begriff für “Laufen, um den Kopf frei zu bekommen”, kenne ich dann auch nicht. 😉

Das ist sicherlich nichts für jeden und auch nicht für jede Trainingssituation. Ich persönlich nehme eine mittlere Strecke in der Woche, in der ich bewusst nur auf meine Atmung achte. Nach diesen Runden fühle ich mich klar und frisch; erschöpft war ich danach noch nie.

Welche Erfahrungen habt ihr mit einer “Meditations-Einheit” während des Lauftrainings gemacht, oder ist das eher nichts für Euch?


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