Mizuno Wave Rider 16

von run.de am 22. August 2013

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Design
Passform / Laufgefühl
Material / atmungsaktiv
Verarbeitung / Haltbarkeit
Preis / Leistung
Rating: 7.8/10 (9 votes cast)

Unbekannter Japaner?

Ich will ehrlich sein: Die Marke Mizuno kannte ich bislang nur aus dem Golfsport. Als Hersteller sehr ordentlicher Laufschuhe waren mir die Japaner bislang noch nicht aufgefallen. Aber das kann ja auch an mir liegen, immerhin gibt es das Modell Mizuno Wave Rider mittlerweile in der 16. Auflage. Vergleiche zu Vormodellen habe ich keine (hier ein älterer Bericht vom Kollegen zum Wave Rider 15), aber ich kenne meine Laufstrecken und habe den Schuh dort getestet. 😉

Und ich muss vorab sagen: Ich bin nahezu rundherum begeistert – es gibt Kleinigkeiten, bei denen ich etwas zu Meckern habe. Aber dazu später mehr.

Neutraler Allrounder

Der Mizuno Wave Rider gilt als Neutralschuh, der als Allrounder auch für längere Strecken geeignet ist. Nach dem Öffnen des Schuhkartons war ich zunächst einmal positiv überrascht: Das Obermaterial des Mizuno Wave Rider 16 ist schwarz, die Streifen an der Seite sind rot und als Farbtupfer tauchen kleine grün-gelbe Elemente auf – “Chinese Red” und “Lime Punch” nennt der Hersteller diese Farbelemente. Mit persönlich gefällt die Optik, da ich ohnehin ein Freund von dunklen Laufschuhen bin.

Die Anprobe des Mizuno Wave Rider 16 bringt die erste wirkliche Überraschung. Von guten Allrounder-Schuhen anderer Hersteller bin ich es gewöhnt, dass man beim ersten Tragen der neuen Schuhe wie auf dicken Watte-Wolken unterwegs ist. Das Gefühl hat man beim Wave Rider 16 nicht. Stattdessen fällt direkt auf, wie leicht er ist, wie angenehm fest er an der Ferse sitzt und wieviel Spielraum die Zehen im vorderen Bereich des Schuhs haben. Das ist vielleicht nichts für schmal geschnittene Füße; für mich sitzt der Mizuno Wave Rider 16 aber auf Anhieb perfekt.

Leichtgewicht mit guter Dämpfung

Und dieses Gefühl setzt sich beim ersten Lauftraining sofort fort. Man spürt quasi nicht, dass man einen neuen Schuh trägt. Da drückt und zwickt nichts; alles sitzt angenehm fest und stabil. Was man spürt, ist die Leichtigkeit an den Füßen. Immerhin wurde das Gewicht gegenüber dem Vorgänger-Modell noch einmal reduziert. 280 Gramm bringt der Mizuno Wave Rider 16 auf die Waage und ist damit angenehm leicht, so dass sich auch längere Strecken damit absolvieren lassen, ohne einen Klotz am Bein zu haben.

Was verblüfft: Bei aller Leichtigkeit des Schuhs, ist die Dämpfung prima. Das gilt insbesondere im Fersenbereich. Aber auch auf dem leicht abschüssigen asphaltierten Radweg, auf dem ich die zweite Hälfte meiner Trainingsrunde unterwegs bin, steckt die Sohle im Vorderfuß-Bereich die Dämpfungen locker weg. Meine Knie, die an solcher Stelle gerne mal Alarm schlagen, bleiben ruhig; und das, obwohl die Sohle schon über eine Stunde am Stück im Einsatz ist.

Probleme bei Schotter

In der ersten Hälfte meiner Trainingsrunde ist die Sohle allerdings an ihre Grenzen gestoßen. Da ich gerne in Wäldern, auf Feldwegen oder befestigten landwirtschaftlich genutzten Wegen unterwegs bin, variiert der Untergrund regelmäßig. Auf ebenen Waldböden und auf Asphalt ist alles weiterhin perfekt. Sobald ein geschotterter Untergrund ins Spiel kommt, hat es die dünne Gummisohle schwer: Immer wieder pieksen spitze Steinchen, so dass sie Druck auf die Fußsohle ausüben.

Das ist nicht sonderlich schlimm, nervt aber schon, wenn man mal auf einem längeren Schotterstreifen unterwegs ist. Noch mehr stört dabei allerdings, dass die Sohle an der Ferse nicht geschlossen ist sondern die Form eines großen Us aufweist. Das Gefühl beim Laufen ist gut; schlecht ist, dass in der Lücke gerne Steine oder Tannenzapfen fest sitzen. Die muss ich dann immer wieder heraus puhlen, was entweder eine willkommene kleine Trainingspause sein kann oder aber den Trainingsrhythmus empfindlich stört.

Atmungsaktiv und gut belüftet

“Atmungsaktiv” ist ein Attribut, mit dem viele Sportartikel versehen werden. Das ist auch beim Mizuno Wave Rider 16 der Fall. Ich war mit dem Schuh auch an den heißen Tagen in diesem Sommer unterwegs und muss feststellen: An dem Attribut scheint etwas dran zu sein. Ich hatte nie das Gefühl, dass die Füße überhitzen. Und der angenehme weite Schnitt im Vorderfußbereich lässt auch ausreichend Spielraum, wenn die Füße nach längerer Trainingsdauer mal “platt getreten” sind.

Während dessen bleibt der erste positive Eindruck aus der Anprobe bestehen: Die Schnürung sitzt fest, die Fersen haben einen ordentlichen Halt und die Füße fühlen sich in diesen Schuhen rundherum wohl. Dass die Schuhe so leicht und so angenehm und so atmungskativ sind, ist auf die Obermaterialien Synthetik und Mesh zurück zu führen.

Kleine Schwächen:

Die offenbaren ihre kleine Schwäche an anderer Stelle: Beim zweiten Lauf mit den Schuhen bin ich früh morgens unterwegs und muss einen kurzen Grasstreifen entlang laufen. Der ist in den frühen Morgenstunden noch feucht und die Feuchtigkeit dringt durch das Obermaterial direkt an die Socken und an die Füße. Im Sommer empfinde ich das noch als angenehme Kühlung; im Herbst kann ich mir diese Durchlässigkeit von Feuchtigkeit schon unangenehm vorstellen.

Wave Rider 16 – Mein Fazit

Als Fazit lässt sich insgesamt sagen: Der Mizuno Wave Rider 16 ist ein auf Anhieb sympathischer und angenehmer Laufschuh. Die Verarbeitung ist gut, man hat einen stabilen Halt, rollt sicher und angenehm ab und die gute Dämpfung der Sohle verblüfft vor allem, weil der Schuh wirklich leicht ist. Solange die Strecke asphaltiert und trocken ist, ist alles perfekt.

Bei einem Wald- und Wiesenlauf mit Pfützenspringen stößt der Schuh an sicherlich an seine Grenzen. Das darf er als Allrounder dann aber auch; dafür sind dann eher die Spezialschuhe aus der Trail-Abteilung gefragt. Dass mir die Marke Mizuno im Laufschuhbereich so lange verborgen bleiben konnte, ist mir mittlerweile ein echtes Rätsel. 😉

Mizuno Wave Rider 16 kaufen:

Der Laufschuh kostet im Handel knappe 140 Euro.

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