Radfahren für mehr Abwechslung im Marathon-Training

von run.de am 2. Juli 2013

Für einen Marathon zu trainieren ist auch eine Frage an den Ehrgeiz und an die eigene Willenskraft. Damit man das Training nicht irgendwann als “langweiliges Kilometerfressen” begreift, sollte man Elemente einstreuen, die Abwechslung ins Training bringen.

Das kann durch die Auswahl der Strecke geschehen, durch Laufen in einer Gruppe oder durch eine alternative Sportart. Neben dem Schwimmen stellt auch das Radfahren eine perfekt ergänzende Sportart für Läuferinnen und Läufer dar.

Bild: Nassfeld via flickr | CC BY-SA 2.0

Radfahren eignet sich, um die Grundlagenausdauer weiter zu trainieren. Besonders sinnvoll ist es, auf das Rad zu steigen, wenn man am Vortag einen Temoplauf oder einen langen Lauf absolviert hat. Dann sind die Knochen und Gelenke noch zu erschöpft, um wieder laufen zu können. Auf dem Rad kann man dann aber trotzdem trainieren und schont dabei die Knochen, Gelenke und Bänder. Man sollte für das Training mit dem Rad allerdings ein wenig Zeit mitbringen: Um den gleichen Trainingseffekt wie beim Laufen zu erzielen, sollte das Training auf dem Fahrrad rund doppelt so lange ausfallen wie das Training, das man laufend absolviert. Vor einem langen Lauf oder vor einem Wettkampf sollte man sein Rad allerdings in der Garage stehen lassen. Viele kennen sicherlich das Gefühl, dass sich die Beine nach eine Einheit auf dem Rad “wie Pudding” anfühlen. Das sollte man vor intensiven Laufeinheiten vermeiden.

Geringerer Belastungspuls

Da beim Radfahren nur die Beine arbeiten, kann der Belastungspuls auch niedriger ausfallen als beim Lauftraining. Beim Laufen arbeitet der ganze Körper, somit muss auch der ganze Körper mit Sauerstoff versorgt werden. Beim Radfahren arbeiten vereinfacht ausgedrückt nur die Beine. Der gesamte Körper braucht demnach weniger Sauerstoff als beim Lauftraining. Würde man nun beim Radfahren mit einer Pulsfrequenz unterwegs sein wie beim Laufen, dann würden die Beine auf dem Rad zu stark belastet werden. Der Belastungspuls kann also ruhig 15 Schläge niedriger ausfallen als beim Lauftraining.

Im Urlaub die Form halten

Läufer, die einen Rad-Urlaub planen, können in dieser Zeit auch auf das Lauftraining ganz verzichten. Wichtig ist dann nur, im Urlaub auch wirklich Rad zu fahren und auch mal den einen oder anderen Sprint – gerne am Berg – einzubauen und nicht nur zu radeln. Nach einer Verletzung oder bei längeren orthopädischen Problemen – zum Beispiel mit den Knien – kann man zunächst mit dem Rad wieder ins Training einsteigen.

Eines ist aber auch klar: Läufer sind nun mal Läufer und keine Radfahrer. Das Rad sollte also nur eine Alternative für die eine oder andere Laufeinheit darstellen. Tempoläufe oder die langen Läufe im Training zur Vorbereitung auf einen Marathon können auf dem Rad nicht ersetzt werden.

Wie handhabst Du das? Ergänzt Du Dein Lauftraining auch mit Radfahren?


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