Rennen enden; das Laufen nicht! – Laufend Gutes Tun

von Sandra Mastropietro am 4. August 2014

Laufend Gutes Tun II -Kiew

oder

Rennen enden; das Laufen nicht!

„Für mich, wie auch für viele andere Läufer, gibt es keine Ziellinie. Rennen enden, Laufen nicht.“ *Dean Karnazes, Ultraläufer

Es gibt Tage, an denen man sein Läuferleben Revue passieren lässt; Rennen gedanklich noch einmal läuft, überlegt wo und wie das Nächste stattfinden soll.

Heute ist für mich so ein Tag.

Am späten Sonntagnachmittag breche ich mit zwei Freunden auf, um einen lockeren  Trainingshalbmarathon zu laufen. Die Kilometer fliegen nur so vorbei und mit jedem Schritt spüre ich das Feuer der Laufleidenschaft in mir.

Auf dem Weg nach Hause beginnen meine Gedanken um das bevorstehende Laufevent zu kreisen. Weniger als 2 Monate bis zum Kiew Marathon…nur noch 54 Tage, überschlage ich und merke das seltsame Kribbeln der Nervosität in mir aufsteigen.

Lächelnd denke ich an meinem ersten Halbmarathon, der nicht einmal zwei Jahre zurück liegt. Fix und fertig, aber überglücklich, kamen wir nach ca. 2:30 durchs Ziel. Hätte mir damals, an diesem wunderschönen Spätsommertag, jemand gesagt, dass ich irgendwann mal einen lockeren Trainingshalbmarathon freiwillig und fernab jedes Wettkampfes laufe, hätte ich laut gelacht…dass ich nur ein halbes Jahr später die doppelte Distanz zurücklege, war schier undenkbar.

Undenkbar – ein Wort, über das ich an dieser Stelle irgendwie stolpere; denn seit ich laufe, scheint nichts mehr undenkbar.

Je mehr ich drüber nachdenke, stelle ich sogar fest, dass das einzige undenkbare ist, dass etwas undenkbar ist 😉

Laufen verändert, erweitert den Horizont auf eine ganz besondere Art und Weise. Stärkt; den Glauben an uns selbst und daran, dass alles möglich ist. Beweist; dass es der Kopf ist, der zuerst aufgibt und der Körper doch zu so viel mehr fähig ist als man denkt. Fördert; die Selbstdisziplin und eine gesunde Lebensweise. Weckt; Ehrgeiz und Lust auf neue Ziele.

Neue Ziele… Kiew… Laufend Gutes Tun… Die Gedanken überschlagen sich und neben der Nervosität, die sich mit Vorfreude paart, spüre ich auch einen gewissen Respekt vor der geplanten Reise; vor einer sehr bergigen Strecke in einem Land, dass sich nahezu täglich einen Platz in den Medien sichert. Ich atme tief ein und denke an das Straßenkinderprojekt der Caritas (http://www.caritas-international.de/hilfeweltweit/europa/ukraine/strassenkinder-armut), für das ich schon über 150€ Spendengelder sammeln konnte – bin stolz.

Ein Wechselbad der Gefühle. Meine U-Bahnfahrt nährt sich dem Ende. Zeit auszusteigen, nach Hause zu gehen und mein heutiges Kiew Training durch Stabilisationsübungen abzurunden.

Wie in jedem Blog habe ich zwei „Stabi-Übungen“ für Euch zum Nachmachen 😉

Klaus Bachmann, Functional Training Expert und Geschäftsführer des Gymmy in München, führt die Advanced Variante aus; ich die Basic Version 🙂

Russian Twist

Basic

Setzt Euch für diese Übung auf den Boden oder eine Fitnessmatte. Winkelt Eure Beine 90 Grad an und lasst die Fersen erst einmal auf dem Boden. Dann lehnt Euren Oberkörper etwa 45 Grad nach hinten; haltet den Rücken dabei gerade! Schließt die Hände vor der Brust, hebt Eure Füße vom Boden, balanciert Euren Oberkörper aus und haltet das Gleichgewicht.

Während Euer ganzer Körper angespannt ist dreht Ihr Euren Oberkörper so weit wie möglich zur Seite. Die Bewegung findet im Rumpf statt, heißt Hüfte und Beine bleiben nahezu unbewegt.

Anschließend kontrolliert zur entgegengesetzten Seite drehen. Und wiederholen …und nochmal und nochmal … 😉

Sollte die Übung so zu schwer sein, könnt Ihr sie vereinfachten indem Ihr die Fersen auf dem Boden lasst.

Advanced

Selbe Ausführung wie Basic, nur mit Gewicht(en) 🙂

Bitte achtet hier besonders darauf, nicht ins Hohlkreuz zu verfallen…sollte dies der Fall sein die Übung erst noch ein paar mal ohne extra weight ausführen 😉

Spiderman (Liegestütz)

Basic

Diese Übung beginnt in der Liegestützposition. Die Hände sind also schulterbreit auseinader und die Fingerspitzen zeigen nach vorn. Bauch und Po sind angespannt, der Körper bildet eine gerade Linie.

Führe nun langsam und kontrolliert Dein Knie seitlich am Körper entlang Richtung Oberarm. Halte die Position kurz und führe Dein Bein dann kontrolliert in die Ausgangsposition zurück. Wenn beide Füße wieder parallel nebeneinander stehen, wird die Bewegung mit dem anderen Bein ausgeführt 🙂

Und dann; wiederholen! 🙂 Es sollte eine flüssige Bewegung entstehen.

Advanced:

Selbe Ausführung, „nur“ das man während des Heranziehen und Wegstrecken des Beines einen Liegestütz macht. Hier passe ich persönlich und sage: Respekt allen Advanced Spidermen 😉

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Wochenstart.

#keeponrunning & #keepontraining

Gemeinsam sind wir stark!

Eure Sandra

Übrigens: Wer sich noch an der LAUFEND GUTES TUN Aktion beteiligen möchte; bitte einfach eine Email an sandra@run.de schreiben. Ich freu mich, mit Euch etwas bewegen zu können.


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