Runner’s High – Frühlingsgefühle beim Joggen

von run.de am 7. März 2013

Freunde der Sonne, ab nach draußen: Die Sonne scheint. Der Frühling liegt in der Luft. Und damit hat man im Moment die doppelte Aussicht auf ein Hochgefühl: Frühlingsgefühle treffen das Runner’s High.

Foto: Salvation Army USA West | CC BY 2.0

Wer hat schon mal ein Runner’s High – auch Läuferhoch genannt – erleben dürfen?

Es fühlt sich alles so leicht an. Mühelos schwebt man über den Asphalt oder über den Waldboden. Kein Muskel zwickt, keine Fußsohle schmerzt, die Atmung geht locker leicht. Und man ist sich ganz sicher dabei: So könnte man für immer und ewig weiter laufen. Irgendwann kommt dann zwar der Punkt, an dem einen der Körper eines Besseren belehrt. Bis dahin ist das Läuferhoch aber ein großartiger Zustand der entspannten Leichtigkeit.

Das Runner’s High spürt nur, wer vorher „leidet“

“Schuld” an diesem Glücksgefühl haben die Endorphine. Das sind quasi Drogen, die der eigenen Körper herstellen kann – dem Opium nicht unähnlich. Damit die Endorphine ausgeschüttet werden, muss man allerdings schon ein wenig länger unterwegs sein – nach frühestens einer Stunde stellt sich der Gefühlszustand des Runner’s High ein. Man muss also bereits einen gewissen Erschöpfungszustand erreicht haben, ehe der Körper Stoffe ausschüttet, die einen diese Erschöpfung vergessen lassen, so dass man einfach nur weiter laufen will. Wie lange ein Runner’s High dann anhält, das ist von Läufer zu Läufer, ja sogar von Lauf zu Lauf verschieden.

Frühlingsgefühle übrigens sind eher auf den Glücksstoff Serotonin zurück zu führen, der auch vermehrt ausgeschüttet wird, wenn wir Süßigkeiten essen. Serotonin wird im Frühling und Sommer stärker ausgeschüttet als im Herbst und im Winter – aber das nur am Rande.

Am Wochende soll es noch einmal kalt werden in Deutschland. Die Frühlingsgefühle werden dann wohl wieder erst einmal auf Eis gelegt. Das Schöne jedoch ist: Das Runner’s High gibt es auch bei kalten Temperaturen. Also der Appel für das Wochenende:

Raus an die Luft, ab nach draußen!


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