#runwithasmile – Vom 35. Gerolsteiner Brückenlauf des ASV Köln

von Sandra Mastropietro am 1. September 2015

#runwithasmile 

Oder

Vom 35. Gerolsteiner Brückenlauf des ASV Köln

Über fünf Brücken musst Du gehen
15,4 wunderbare Kilometer überstehen
fröhlich und k.o. wirst Du sein,
nach dem Lauf in der Sonne hellen Schein

(Songtext „Über 7 Brücken“ von Peter Maffay, abgewandelt)

Sonntagmorgen in der Domstadt:

Während sich die meisten Kölner nach dem Jeck im Sunnesching (Karneval im Sommer) am Vortag noch einmal verschlafen im bequemen Bett umdrehen, versammeln sich knapp 3000 vorfreudige Läufer vor dem Olympiamuseum. Was sie dort machen?!

Sie warten auf nahezu sehnsüchtig auf den Startschuss des 35. Gerolsteiner Brückenlauf vom ASV Köln, und bis dieser fällt wird posiert, warm gemacht, in Toilettenschlangen eingereiht, wiedergetroffen, herzlich umarmt und vor allem aber gelacht. Ja, denn der Lauf steht u.a. unter dem wunderschönen Motto des Hauptsponsors Gerolsteiner #runwithasmile;  und wo könnte man dieses Motto besser leben als in Deutschlands ausgelassenster Stadt?! 🙂 

So verfliegt die Zeit bis zum Start ehe ich überhaupt alle meine Bekannten im Gemenge aus weißen T-Shirts gefunden habe.

„Zehn, neun, acht…Auf die Brücken, fertig, los“ Punkt 10 Uhr werden wir unter lautem Jubeln auf die Strecke, welche uns im Zickzackkurs mehrmals über den Fluss der Mythen führt, geschickt.

Vom Rheinauhafen gelangen wir über die kleine Drehbrücke ganz schnell zur Severinsbrücke, die wir alle mit Euphorie und „leichten Beinen“ überqueren. Unter uns bricht sich die Sonne auf dem Wasser, ein leichter Rückenwind trägt uns bis zur 1. Verpflegungsstation bei Kilometer vier, kurz vor der Hohenzollernbrücke.

Den Dom fest im Blick, erfrischt durch ein eiskaltes Gerolsteiner und inzwischen gut aufgewärmt passieren wir also die Brücke mit den Liebesschlössern.

Foto: Heinz Schier, Runner‘s World

Mit jedem Schritt, den wir Richtung Ziel unternehmen, klettert auch der brennende Planet weiter am Horizont empor. Köln präsentiert sich an diesem wunderschönen Augusttag komplett wolkenlos.

Zur Freude der Zuschauer, die das Anfeuern mit einem Sonnenbad und einem kühlen Kölsch kombinieren, kämpfen wir Läufer ab Kilometer fünf eine Hitzeschlacht.

Knapp 30 Grad und es wird noch heißer. 😉

Die „Kurzstreckenläufer“ von 6.5k dürfen nach der Hohenzollernbrücke den Zielsprint antreten, für alle anderen heißt es 3,5 Kilometer entlang des wunderschönen Rheinufers.

Zu unserer Linken befinden sich ausgelassene und gutgelaunte Touristen, die uns Bejubeln und gleichzeitig für verrückt erklären, zu unserer Rechten der Fluss, an dessen Stetigkeit wir uns alle eine Scheibe abschneiden möchten. Denn Hitze und Treppenstufen verlangsamen das Feld zunehmend und der Gedanke an einen Sprung ins kühle Nass lässt sich nicht mehr abschütteln 😉

In meiner Vorstellung tuckere ich plötzlich auf einem Touridampfer den Rhein entlang; Fortbewegung ohne Eigenbewegung, aber mit ganz viel kalten Getränken …hach 😀

Egal, weiter geht’s – keine Zeit für Träumereien und doch so viel Möglichkeit seinen Gedanken mal freien Lauf zu lassen…unwillkürlich muss ich schmunzeln, während ich meinen Blick über das nicht-ruhende Wasser gleiten lasse und auf die Mühlheimer Brücke einbiege, hinter der mich auch schon wieder der nächste Gerolsteiner Erfrischungsstand erwartet. Kurz danach der lang ersehnte Erfrischungsbogen, unter dem ich kurz mit ausgebreiteten Armen verweile und genieße.

Genieße; die sich einstellende Ermüdung, die schwerer-werdenden Beine, das Leben…den Laufsport und das mit ihm verbundene tolle Gefühl zelebriere.

Weiter geht’s – die letzten Kilometer Richtung Deutzer Brücke. Wer auf dieser Strecke noch überholt, hat sich entweder seine Kräfte sehr gut eingeteilt oder läuft die letzte Station der 3x5km Staffel. Letzteres bestätigt sich vermehrt durch die rote Startnummer, die ich im Augenwinkel von dannen ziehen sehe.

Das Feld, das einst aus ambitionierten Läufern bestand, besteht jetzt aus Kämpfern, Kriegern und Jägern der inneren Schweinehunde.

Doch macht sich zwischen den inzwischen schwerfälligen Schritten auch immer wieder ein Lächeln breit, gemeinsam ermutigen wir uns und freuen uns auf das Ziel, auf das kalte Gerolsteiner,  auf Schatten und frisches Obst.

Da ist sie, die Deutzer Brücke. Gleich geschafft, Go Go Go… auf zum Zielsprint. Jubeln um uns herum. Der hellblaue Zielbogen rückt in Sichtweite. Jetzt trennen uns nur noch ein paar große Schritte vom Finish!

Juhu Juhu Juhu… geschafft. Wir haben die Hitzeschlacht gewonnen, unsere Laufliebe gelebt und mit einem dicken Smile gefinished!

In der Finishergasse erwarten uns Kiwis, Äpfel, Bananen, Corny (im Sachertortengeschmack) sowie selbstverständlich jede Menge Gerolsteiner Wasser und Apfelschorle. Kurzum alles, was der ausgepowerte Läufer begehrt!

Mein Fazit: Der Gerolsteiner Brückenlauf in Köln ist eine wirklich schöne Laufveranstaltung. Aufgrund der Jahreszeit muss mit hohen Temperaturen gerechnet werden und niemand sollte sich hier ans Limit pushen oder gar seinen Körper zu weit treiben. Spaß und das gemeinsame Genießen der wunderschönen Strecke am Rhein entlang stehen hier eindeutig im Vordergrund; das Miteinander der rheinländischen Läuferszene.

Mein Tipp: Besonders geeignet ist der Lauf für alle, die in der Herbstsaison einen Halbmarathon (vielleicht sogar Ihren Ersten) laufen wollen. Die Strecke von 15.4 Kilometer lässt sich perfekt in den Trainingsplan dafür einbauen und macht einfach Spaß; weckt Lust auf mehr.

Und natürlich für jeden, der Spaß am Laufen hat oder auch einfach mal ganz offiziell über Kölns schönste Brücken rennen möchte 🙂

Die Organisation war liebevoll und bis auf das übliche Problem von zu wenigen Toiletten vor dem Start 😉 perfekt gelungen. Danke ASV, danke Gerolsteiner, danke Köln und vor allem danke Ihr lieben, freiwilligen Helfer!

Danke an alle, die ich treffen durfte oder die gar mich gefunden haben – ich habe mich über jeden Einzelnen sehr gefreut.

Hier geht es zu den Schnappschüssen der Gerolsteiner Sharingbox: Klick mich! 

Und hier zu den Laufbildern mit Deiner Startnummer: Klick mich!

Ich wünsche Euch eine schöne Woche und eine erfolgreiche und vor allem von Freude geprägte Wettkampfsaison im Herbst 2015.

Never forget to #runwithasmile

Liebe Grüße aus München

Eure Sandra


{ 2 Kommentare… lies sie unten oder füge einen hinzu }

Ronny September 1, 2015 um 18:03

Hi Sandra,

es ist wie immer eine wahre Freude, Deine Berichte zu lesen. Die sind immer so authentisch und liebevoll und so ehrlich geschrieben. Hammer einfach nur.
Nur eines fehlt mir einfach noch, Dich auch mal live und in Farbe kennen zu lernen und von Dir zu lernen.

Dieser Augenblick wird aber auch noch kommen. Bis dahin verfolge ich stetig was Du wo treibstund lese gern Deine Berichte ob hier oder bei FB oder wo auch immer 😉

Fühl Dich herzlichst gedrückt

Ronny

Antworten

Maik September 5, 2015 um 09:23

Hi,

Ja es war eine sehr schöne Veranstaltung und nächstes versuche ich auch wieder dabei zu sein und das an meinem Geburtstag.

Antworten

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