Seitenstechen beim Laufen und was Du dagegen tun kannst

von run.de am 27. Juni 2014

Unter Seitenstechen leiden nicht nur Hobbysportler beim Laufen, sondern auch echte Profis. Du musst also nicht befürchten, dass der unangenehme Schmerz immer auch bedeutet, dass du schlecht trainiert bist und deine Grenzen überschritten hast. Dennoch ist Seitenstechen nicht zu unterschätzen.

Der Körper sendet Dir ein Signal, dass etwas nicht stimmt. Was hier in der Seite Deines Körpers tatsächlich sticht, sind Magen, Leber oder Milz. Ständiges Stechen in der Seite sollte keinesfalls ignoriert werden. Stattdessen solltest Du dem Problem auf den Grund gehen und in Zukunft einige kleine Regeln beim Laufen beachten.

Foto: Katchooo | CC BY-SA 2.0

Bewusst atmen!

Die richtige Atemtechnik kann Dir dabei helfen, ab sofort ohne Seitenstechen Dein Lauftraining zu absolvieren. Der Druck im Bauchraum entsteht, weil die Atmung zu schnell und unkontrolliert erfolgt und der Sauerstoff knapp wird.

Je länger Du schlecht atmest, desto enormer wird der Druck und das Seitenstechen zwingt Dich im schlimmsten Fall zum Stehenbleiben. Atme von Beginn an sehr bewusst beim Laufen. Du solltest dabei den Mund geöffnet halten, denn nur durch die Nase alleine ist keine allzu tiefe Atmung möglich.

Achte beim Laufen ab jetzt ganz bewusst auf jeden Atemzug. Das tiefe Einatmen schafft Platz im Körperinneren und beugt dem stechenden Schmerz vor. Das Ausatmen muss ebenfalls kontrolliert und langsam erfolgen.

Dran bleiben!

Zudem kann der Druck, der vom Magen abstrahlt, beeinflusst werden, indem Du richtig isst. Vermeide es, direkt vor dem Training zu essen und plane einen Abstand von mindestens einer Stunde zur letzten Mahlzeit ein. Zudem gilt, dass auf sehr fettige Speisen vor dem Laufen verzichtet werden soll. Gegen eine gesunde kleinere Mahlzeit vor dem Laufen ist aber nichts einzuwenden.

Während Deines Trainings musst Du auf Deinen Körper achten und nötige Pausen einhalten, wenn Dein Körper Dir durch Seitenstechen entsprechende Signale sendet. Fakt ist aber auch, dass gerade Anfänger einfach eine Zeit lang benötigen, um eine solide Grundlagenausdauer aufzubauen. Dran bleiben ist hier die Devise, aber nichts mit Gewalt überstürzen.

Letztendlich hat jeder Läufer sein eigenes, individuelles Tempo, das seiner eigenen Leistungsfähigkeit entspricht und das nur langsam gesteigert werden sollte. Zu viel Ehrgeiz und damit zu hohes Tempo und zu wenige Pausen sind kontraproduktiv und werfen Dich immer wieder einen Schritt zurück.

Vermeide die Überforderung Deines Körpers, indem Du Dich nur langsam steigerst und Deine Grenzen kennst. So gehört das Seitenstechen bei Deinem Lauftraining bald der Vergangenheit an.

Hast Du noch weitere Tipps, dann freuen wir uns über deinen Kommentar! 


Hinterlasse einen Kommentar

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: