Spezialantrieb: Laufen in der Gruppe

von run.de am 12. November 2014

Laufen ist eine sehr individuelle Angelegenheit: Distanz, Tempo, Beschaffenheit der Strecke, Wetter, Lauferfahrung, Ernährung, das generelle körperliche Wohlbefinden: Das Alles spielt eine relevante Rolle für den Lauferfolg. Und selten passen alle Faktoren am Trainingstag perfekt abgestimmt zusammen. Und schon hat man eine Ausrede bereit, warum doch kürzer, langsamer oder gar nicht trainiert.

Gruppenzwang beim Laufen?

Diese Ausreden kann man sich sparen, wenn man in der Gruppe trainiert oder zumindest mit einem Laufpartner. Durch das gemeinsame Verabreden zu einem Lauf, schafft man eine Verbindlichkeit und das gemeinsame Training kann beginnen.

Foto: Sean Klein | CC BY 2.0

Ideal ist es, einen Trainingspartner zu haben, der ein wenig schneller unterwegs ist, ein wenig längere Distanzen läuft oder das Alles deutlich leichter schultert als man selbst. Oder man sucht sich eine Laufgruppe, in der alle das gleiche Ziel verfolgen. Läuft man in einer Gruppe, die lange gemütliche Läufe bevorzugt, so wird man eines Tages ganz bequem lange gemütliche Läufe absolvieren können.

Schließt man sich einer Gruppe an, bei der die Geschwindigkeit auf möglichst langen Strecken im Vordergrund steht, dann wird man eines Tages sicher auch deutlich schneller laufen können. Wichtig ist aber, dass die Ziele der Gruppe zum Ziel des einzelnen Läufers passen. Das gilt auch, wenn man nur mit einem Laufpartner trainiert. Ist der besser trainiert, dann macht ein gemeinsames Training dann am meisten Sinn, wenn man selber auch besser werden möchte und der Laufpartner seine Leistungsfähigkeit beibehalten möchte.

Die Grupppe zieht mit

Hat man eine Laufgruppe gefunden, in der alle am gemeinsamen Ziel, das Tempo zu steigern, festhalten, dann wird man das auch schaffen. In einer Gruppe ergibt es sich sehr oft, dass ein oder zwei Läufer das Tempo anziehen. Alles, was die anderen dann tun müssen, ist, sich an diese Pacemaker zu hängen und ihr eigenes Tempo auch zu verschärfen. Das geht in der Gruppe leichter als wenn man allein seinen inneren Schweinehund überwinden muss. Und somit wird man zu der einen oder anderen Tempoeinheit im Team getrieben, die man sonst hätte schleifen lassen. 😉

Wie ist eure Erfahrung? Streift ihr lieber als einsamer “Wolf” durch die Wälder? Oder setzt ihr auf den einen festen Laufpartner? Oder fühlt ihr euch in der Gruppe am stärksten? Für jede einzelne Form gibt es gute Gründe. Was sind eure?


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