Stagnation beim Laufen – Und jetzt?

von run.de am 24. März 2016

In der Spur festgefahren – und der Weg hinaus

Laufanfänger, die es geschafft haben, mehr als eine halbe Stunde am Stück im ordentlichen Tempo zu laufen, gelangen oft an einen Punkt, an dem sie sich wie in einer Spur festgefahren fühlen: Sie haben das Gefühl, weder weiter noch schneller laufen zu können.

Bild: lululemon athletica via flickr | CC BY 2.0

Und irgendwie fühlt sich das Lauftraining auch nicht mehr so gut an, wie es sich anfühlte, als man noch spürbare Fortschritte machte.

Die gute Nachricht ist: Es ist durchaus normal, sich in einer Spur festgefahren zu fühlen – wichtig ist nur, dass man wieder heraus findet.

Spur 1: Ich fühle mich schlapp und ich werde langsamer

Der Weg hinaus: Manchmal ist weniger mehr und man sollte die Intensität des Trainings reduzieren – wie wäre es, den ersten Kilometer zu gehen, sich dann zu dehnen und dann erst loszulaufen. Auch eine einminütige Geh-Einheit pro Kilometer kann helfen, sich nicht mehr so schlapp zu fühlen. Hilft auch das nicht, sollte man mit seinem Arzt sprechen, um einen möglichen Vitaminmangel erkennen zu können.

Spur 2: Ich kann das Tempo nicht mehr steigern

Der Weg hinaus: Das Training sollte angepasst werden durch längere Läufe bei niedrigerer Geschwindigkeit und durch Tempoeinheiten bei kürzerer Distanz. Die längeren Läufe helfen, dass sich der Körper an die höhere Belastungen gewöhnt. Die Tempoeinheiten trainieren die Muskulatur und auf Dauer wird man somit leistungsfähiger und schneller.

Wichtig: Die Regeneration sollte bei dem längeren bzw. intensiveren Training nicht vergessen werden.

Spur 3: Ich werde auf langen Läufen langsamer

Der Weg hinaus: Man sollte die langen Läufe von Beginn an langsamer gestalten und durchaus auch die eine oder andere bewusste Gehpause einstreuen. Die Distanzen sollten dabei nicht kürzer werden; vielmehr sollte man regelmäßig den einen oder anderen Kilometer zusätzlich absolvieren.

Wichtig: Schneller werden darf man; langsamer werden sollte vermieden werden. Daher: Langsam starten und das Tempo halten oder auf den letzten Kilometern forcieren. Damit steigert man langfristig die Ausdauerfähigkeit. Und auf die kommt es an, wenn man auf langen Läufen hinten heraus nicht nachlassen möchte.

Ein weiterer guter Tipp: Seht nicht alles so verbissen! Wenn es nicht mehr weiter geht, sollte man mal zurückblicken, und schauen was man bisher bereits erreicht hat. 

Da kann man sich auch gerne mal einen zusätzlichen freien Tag Regeneration z.b. in einer Therme, einer Sauna oder einfach beim Besuch einer Eisdiele gönnen. Am nächsten Tag läuft es sich dann meistens schon wieder viel besser. 😉

#keeponrunning


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