The Final Countdown – Laufend Gutes Tun II – Kiew

von Sandra Mastropietro am 22. September 2014

The Final Countdown

oder auch

Ich packe meinen Koffer für Kiew und nehme mit… 

„Jeder Mensch, alle Ereignisse in deinem Leben sind da, weil du selbst sie angezogen hast.

Was Du mit Ihnen anfängst, das ist deine Sache.“    *Richard Bach

… so habe ich mich Anfang Juni für „das Kiew-Projekt“ entschieden und seitdem versucht, mich seelisch und körperlich darauf vorzubereiten. Diese Vorbereitungen, besonders seelischer Natur, unterlagen starken Schwankungen.

Soll ich oder soll ich nicht? Was wäre wenn? …Dauerpräsente Fragen; ständig ein Ohr bei den Nachrichten.

Doch der Zweifel paart sich mit Überzeugung; die Angst mit Mut – lassen Zuversicht in mir aufkeimen; den Glaube an das das Gute wachsen.

Zur körperlichen Vorbereitung auf den Kiew Halbmarathon:

Vorab möchte ich anbringen, dass ich in Kiew nicht auf Zeit laufen werde. Diese Aussage hat weniger mit dem anspruchsvoll bergigen Kurs als vielmehr mit dem „Genussfaktor“ zu tun.

Ich habe aus Mumbai gelernt. Für ein neues Personal Best’s gibt es schnelle Streckenführungen (z.B. Regensburg ;)). Kiew jedoch möchte ich genießen, die Stimmung auf jedem einzelnen Streckenabschnitt einfangen, mich bei Helfern und Zuschauern bedanken, wenn möglich mit anderen Läufern interagieren.

Vorbereitet habe ich mich aber natürlich dennoch 😉

Und zwar mit gefühlten Unmengen an Squats (engl. für Kniebeuge) und anderen „Rumpfstabis“, circa 50 Trainingskilometern in der Woche sowie regelmäßigen Hügelsprints

Squats beanspruchen vor allem Beine und Po. Aber auch der Rumpf wird durch die Anspannung mittrainiert. 🙂 Die Kräftigung der Beinmuskulatur dient neben dem „Ausmaxen“ der Schrittlänge auch dazu, die Kniegelenke zu stabilisieren und somit das Verletzungsrisiko zu minimieren

Hügelsprints – eine geniale Übung; eigentlich so ziemlich das Trainings-i-Tüpfelchen für alle Läufer 😉

Berglaufen ist hocheffektiv, denn die Muskulatur und der Herzkreislauf werden hier gleichermaßen stark belastet. Nicht nur das es Kraft, Ausdauer und Tempofähigkeit verbessert – auch der Kniehub und die gesamte Laufökonomie (möglichst energiesparend laufen) werden verfeinert 🙂

Die mentale Vorbereitung

Puhhhhh… was kann ich hierzu schreiben. Wer vielleicht schon den ein oder anderen Blogpost von mir gelesen hat weiß, welch große Bedeutung ich der mentalen Seite zuordne. Ehrlich gesagt bin ich sogar der Überzeugung, dass sich viel-viel mehr im Kopf als im Körper abspielt.

In den vergangenen Wochen habe ich mir entsprechend Gedanken zu der Situation in der Ukraine und zum „Projekt“ LAUFEND GUTES TUN gemacht. Immer wieder bin ich aufs Neue überwältigt, wenn ich Emails mit Spendenzusagen bekomme. Jedes Mal habe ich ein breites Lächeln auf den Lippen; werde von Stolz und Dankbarkeit erfüllt. Stolz, dass wir gemeinsam etwas erreichen – gemeinsam die Welt ein Stückchen besser machen können. Dankbarkeit, dass Ihr mir Euer Vertrauen schenkt und die Aktion so toll unterstützt.

Genau dieser Stolz, diese Dankbarkeit und Euer uneingeschränkt positives Feedback sind es, die mir neben dem felsenfesten Rückhalt meiner wunderbaren Familie die Kraft und den Mut für die Aktion geben.

Gemeinsam mit meiner Freundin Maria, mit der ich 2012 auch schon in Jerusalem war, breche ich am Donnerstagmorgen nach Kiew auf. Unsere Koffer werden voll mit „Hilfsgütern“ sein, die wir Kindern, Bedürftigen und „Auffangstationen“ übergeben.

Trotz bizarrer-politischen Situation freue ich mich sehr auf unsere Reise und auf den Halbmarathon durch die ukrainische Hauptstadt am Sonntagmorgen. Alle düsteren Gedanken sind verflogen; denn wie zitierte ich am Anfang doch gleich: „Jeder Mensch, alle Ereignisse in deinem Leben sind da, weil du selbst sie angezogen hast. Was Du mit Ihnen anfängst, das ist deine Sache.“ 😉

Gemeinsam sind wir stark!!! Tausend Dank allen Unterstützern, Followern und Daumendrückern 🙂

Auch schon an dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei meinem Partner lendstar, der sozialen Finanz-App die pro registrieren Spender 5€ on top spenden, bedanken. Die App ist ein tolles Tool zum Geld leihen, verleihen, aufteilen und sammeln! 🙂

Ich wünsche Euch eine wunderschöne Woche! 🙂

Allen Berlin-Marathon Startern happy tapering 😛 und einen wunderschönen Lauf am Sonntag 🙂

Liebe Grüße aus München

#keeponrunning

Eure Sandra

PS: Hier geht es noch einmal zum unterstützen Projekt der Caritas http://www.caritas-international.de/hilfeweltweit/europa/ukraine/strassenkinder-jugendarbeit


Hinterlasse einen Kommentar

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: