Tipp für Laufanfänger: Entscheidend ist die Zeit nicht die Entfernung

von run.de am 19. Januar 2015

Laufen macht vor allem dann Spaß, wenn man sich Ziele setzt, daraufhin trainiert und diese letztlich auch erreicht, um sich dann wieder neue Ziele zu setzen. Jede einzelne Trainingseinheit wird dann auch mit einem bestimmten Ziel verbunden, wie zum Beispiel: Laufe zehn Kilometer. Oder: Mache 20 Steigerungsläufe. Das alles ist OK, kann für Anfänger aber zunächst zu größeren Frusterlebnissen führen.

Es gibt gute Gründe dafür, dass es sinnvoll ist, wenn vor allem Anfänger allein die Dauer des Trainings als Zielvorgabe nehmen – zum Beispiel: Laufe 45 Minuten am Stück. Punkt.

In diesem Ziel wird noch nicht über Distanzen geredet sondern allein über die zu laufende Zeit. Was für die Zielvorgabe “Zeit” spricht: 45 Minuten sind 45 Minuten, unabhängig davon, wie gut die Tagesform ist, wie die Strecke beschaffen ist oder wie das Wetter gerade ist. Vor allem für Anfänger ist die Zeit damit ein verlässlicher Indikator für die einzelne Trainingseinheit.

Weitere positive Nebeneffekte: Setzt man sich ein Zeitziel, so wird man sich selber überraschen können, wie weit man es geschafft hat und wie gut man sich danach noch fühlt. Nach und nach wird man dann auch mehr Meter schaffen als bei den ersten Einheiten. Und wenn man nach vier Wochen Training nach einer halben Stunde plötzlich 500 Meter weiter läuft als bei den ersten Einheiten, dann fühlt sich das greifbarer und damit besser an als eingesparte zehn Sekunden pro Kilometer.

Setzt man sich ein Zeitziel, so fühlt sich das Training stets abgeschlossen an. Bei einem Distanzziel fühlt sich das Training schnell unvollkommen an, z.b. wenn man es am Anfang nur auf drei Kilometer bringt, während der Nachbar stets zu Zehn-Kilometer-Runden aufbricht.

Wie gesagt: Sich allein an der gelaufenen Zeit zu orientieren, kann vor allem für Anfänger im Laufsport motivierend sein. Wenn später die Grundlagenausdauer gelegt wurde und neue Aufgaben warten, dann werden auch Parameter wie Distanzen, Minuten und Sekunden je Kilometer oder die Anzahl der Temposteigerungen im Training relevant. Bis es aber soweit ist, kann sich auch einfach mal Zeit lassen und diese Zeit auch einfach genießen.

#keeponrunning


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