Trainieren für die Zombie-Apokalypse

von run.de am 4. April 2016

Liebe laufende Gemeinde!

Die Zombie-Apokalypse wird bald kommen, da bin ich mir ganz sicher. Andere übrigens auch, nur falls mich jetzt hier einer für den einzigen Spinner hält. Der Mythos der auferstandenen Toten ist zwar noch nicht so alt und entstammt eher der Fantasie einfallsreicher Filmemacher, aber logisch und vorstellbar ist es trotzdem, dass die Welt alsbald von untoten Walkern bevölkert wird, die gerne Menschenfleisch und innere Organe, vorzugsweise das Gehirn, verspeisen.

Grund genug, fleißig zu trainieren, oder nicht? Denn eins sind die Zombies, die da kommen werden, garantiert: langsam, wenn auch ausdauernd. Wink

Stellen wir uns eine Art mutierten Super-Virus aus der Familie der Tollwut vor. Dieser wird auch auf Menschen übertragen, in der altbewehrten Weise, meistens durch den Biss eines infizierten Opfers. Man kennt das. Es ist völlig selbstverständlich, dass man sofort nach einem Hundebiss ins nächste Krankenhaus fährt und sich eine Spritze abholt. Für den Fall der Fälle. Denn Tollwut ist tückisch und man sollte sie nie auf die leichte Schulter nehmen, auch wenn es im Moment kaum vorkommt, dass ein Mensch noch von ihr befallen wird.

Aber: gegen dieses Super-Virus, welches die Zombie-Apokalypse einleiten wird, ist kein Kraut gewachsen. Es wurde von Genetikern in geheimen Laboren entwickelt und ein Psycho-Doc hat es nun frei gelassen.

Nun rette sich, wer kann! Die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus ausbreiten wird, ist katastrophal. Der Mob plündert, brandschatzt und begleicht alte Rechnungen mit Feuer und Schwert, während sich die Ängstlichen zu Hause versuchen zu verbarrikadieren – aber vergeblich. Wenn nicht der wütende Mob die Haustür eintritt, dann die Masse an Zombies, die Menschnefleisch auch durch Mauern hindurch riechen können. Sie gehen nicht eher, bis die Türen und Fenster dem Druck der nachfolgenden Massen nachgegeben haben und man sich gemeinsam auf das Festmahl – die liebe Kleinfamilie in der Vorstadt – gestürzt hat und anschließend zum nächsten Haus weiter zieht.

Zwar langsam, aber leider zu viele – eine Horde Zombies läuft durch die Straßen

Bild: Joel Friesen | CC BY 2.0

Wie entkommt man aber nun den Zombies? Beste Antwort für´s Erste: immer in Bewegung bleiben. Logische Handlung: erstmal ein passables Fahrzeug besorgen. Einen schweren SUV, irgendwas Panzerartiges. Aber erstens, geht irgendwann mal das Benzin kollektiv zur Neige und zweitens muss man sich Nahrung beschaffen. Das geht nicht vom Panzer aus, also muss man raus auf die Straßen und unter Umständen, nachdem alles geplündert wurde und es keine Vorräte mehr beim nächsten Aldi oder Lidl zu holen gibt, in die Wälder. Aber überall ist alles voller gefährlicher, gefrässiger Zombies!

Lauf, Überlebender, lauf! Wie wir aus Zombiefilmen wissen, sind die Untoten langsam zu Fuß. Also müssen wir schneller sein. Und das sind wir, liebe laufende Gemeinde.

Wir machen jetzt schon alles richtig, wenn auch aus den falschen Gründen. Wir sollten nicht um Bestzeiten wetteifern oder Laufen, weil es Spaß macht. Oh nein! Wir sollten uns bewusst darüber sein, dass wir trainieren um bald den Zombiemassen davonlaufen zu können, Haken zu schlagen, nicht gefressen zu werden. Wir laufen, weil es gesünder für uns ist! Allerdings in diesem Falle in einem ganz anderen Kontext als aus einem Fitnessanspruch heraus.

Wappnet Euch für die Zombie-Apokalypse, liebe Läufer! Da wir ja schon mal fit sind, brauchen wir nicht mehr ganz so lange, wie die ´Normalsterblichen´, um uns jetzt auch so richtig fit zu machen für den Ansturm der Untoten und Gehirnfresser. Ein ein klein wenig müssen wir unser derzeitiges Training aber doch noch modifizieren, wenn wir die Untoten auch überleben wollen. Deshalb hier nun ein paar Tipps, von jemandem, der schon seit Jahren darauf vorbereitet ist.

Laufen mit Marschgepäck

Wer bei der Zombie-Apokalypse um sein Leben rennt, der hat immer das Nötigste zum Überleben dabei. 10 bis 15 kg kommen da dann schon mal schnell zusammen. Trinkwasservorräte, Nahrung in Konserven, Waffen und Munition, Verbandszeug etc. Wer nach dem Zusammenbruch der zivilisierten Welt überleben will, der muss wissen wie und entsprechend ausgerüstet sein – immer! Also: schnürt euren Rucksack, stopft euer Survival-Equitment hinein und absolviert die 10 km Sonntagsmorgens in Zukunft schon mal mit Marschgepäck!

Ab jetzt immer beim Laufen dabei – geräumiger, stabiler Rucksack und Marschgepäck!

Bild: Joadl | CC BY-SA 3.0 at

Weg mit den Laufschuhen

So schön und so bequem eure Laufschuhe auch sein mögen – jetzt müsst ihr Euch leider endgültig von ihnen verabschieden. Denn bei der Zombieapokalypse sind Laufschuhe viel zu unpraktisch. Zu leicht, zu fragil, nicht wiederstandsfähig und auch nichts, für die kalten Jahreszeiten. Und zwei Paar Schuhe könnt ihr auch nicht mitnehmen und dann die Zombies darum bitten, bitte kurz zu warten, bis ihr die Laufschuhe angezogen habt, bevor sie sich auf Euch stürzen. Nein Nein! Ihr braucht ein paar robuste Schuhe.

Also: ab in den Bedarfsladen für die Militärfetischisten und ein paar ordentliche Armee-Stiefel gekauft! Mit denen wird fortan das Training absolviert, damit ihr Euch A: schon mal daran gewöhnt, auch in diesen klobigen Dingern Bestzeiten zu laufen und B: um sie schon mal einzulaufen. Das erspart Euch Blasen und Schmerzen, wenn es dann soweit ist.

Hohes Trainingspensum auf Null Diät

Eins ist gewiss: wenn die Zombie-Apokalypse gekommen ist, dann stehen uns magere Zeiten bevor. Der Überfluss ist dann vorbei und einen reich gedeckten Tisch findet ihr nur noch in euren Träumen. Vorbei die Zeiten, da man sich als Dauerläufer den Luxus von Powerriegeln und Nahrungsergänzungsmitteln leisten konnte.

Jetzt wird gegessen, was normalerweise nie auf den Tisch kommt. Ungewürztes Eichhörnchen, geschmacklose Wurzeln, deren Namen man nicht kennt, Baumrinde und ein Salat aus Brennnesseln ohne alles. So sieht jetzt schon euer Speiseplan aus. Damit ihr Euch daran gewöhnt, auch ohne reichhaltige Nahrung Bestleistungen abzuliefern. Nebenbei kriegt ihr so auch noch eure Bikini-Figur auf die Waage und könnt die letzten Sommer vor der Zombibe-Apokalypse in eurem Traum-Body genießen.

Bald im Kochtopf und schon mal ungesalzen dran gewöhnen!

 Bild: Ray eye | CC BY-SA 2.0 DE

Immer eine Waffe in der Hand

Ganz wichtig während der Zombie-Apokalypse: man legt niemals, NIEMALS seine Waffe aus der Hand. Ob Pumpgun, Armbrust, Samurai-Schwert oder Pfeil und Bogen – wer überleben will, legt seine Waffe noch nicht einmal im Scheisshaus zur Seite. Und auch beim Laufen nicht. Deshalb: ab jetzt wird mit der Waffe eurer Wahl in der Hand trainiert. Geschockte und entsetzt zurückweichende Mitmenschen im Stadtpark könnt ihr getrost ignorieren. Sie wissen nur noch nicht, was bald auf sie zukommt, während ihr bei der Zombieapokalypse mit einem schweren Gewehr in der Hand laufen könnt, als sei es ein Gänseblümchen.

Super zur Zombieabwehr – Pfeil und High-Tech Bogen

Bild: StromBer | CC BY-SA 3.0

So! Ich habe es Euch hiermit mitgeteilt: die Zombie-Apokalypse wird kommen und wir sollten uns darauf vorbereiten. Jetzt – und nicht, wenn es schon zu spät ist. Wer noch mehr Tipps braucht, der kann sich selber auch informieren.

Hier bezüglich des Nachhilfeunterrichts ein paar Tipps:

  • Alle Bücher von Survival-Papst Rüdiger Nehberg
  • Die Serie ´The walking Dead´ und ´Fear the walking Dead´ anschauen
  • Unterrichtsbücher aus dem Gundstudium der Medizin wälzen
  • Umgang mit Waffen aller Art lernen
  • Bruce Lee Filme gucken
  • In der Nachbarschaft schon mal nach Häusern suchen, die im Ernstfall gut zu verteidigen sind
  • Waffengeschäfte auskundschaften, damit man später sofort weiß, wo man zuerst plündert
  • Lernen wie man ein Eichhörnchen und anderes Getier ausnimmt und zerlegt
  • Frieden mit sich und den anderen schließen

Wem noch etwas einfällt: die Kommentarfunktion kann hier gerne genutzt werden!

Ich gehe jetzt mal mit Marschgepäck und meinem Samurai-Schwert in meinen Armee-Stiefeln ein paar Ründchen drehen. Und am besten ist, ihr tut das auch!

Augenzwinkernd,

euer Tankred


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