Trust your Ritual – Die Magie des Laufens

von Sandra Mastropietro am 1. Dezember 2014

Trust your Ritual

Oder auch

Die Magie des Laufens

„Rituale sind wertvolle Stimmungsverstärker, Glaube ist ein Aufmerksamkeitslenker und Musik ein archaischer Gefühlsverstärker.“ Ulrich Warnke

Montagmorgen: Mein Kollege begrüßt mich mit einem skeptischen Blick und sagt mit leicht mürrischen Unterton „Beim nächsten Mal bitte keine Daumen drücken…“

Es dauert eine Weile, bis ich verstehe, dass sein Lieblings-Fußballverein am Wochenende (wieder 😉 ) verloren hat und ich mich am Freitag mit den Worten „Ich drück die Daumen für das Spiel!“ verabschiedete.

„Ist ja nicht böse gemeint; aber wir Fußballer sind nun mal abergläubisch“ unterbricht er meine geistige Abwägung; ob ich beleidigt sein soll oder nicht „…habt Ihr Läufer denn nicht so etwas wie gewinnbringende Umstände, Rituale oder Aberglauben… alá Nadal und sein Wasserflaschenetikett, dass nur in eine Richtung zeigen darf oder so?“

„Nene… wir sind schon unseres Glückes eigener Schmied – Laufen ist Laufen, ohne Ritual – Schnick- Schnack“ antworte ich überzeugt.

Als er weg ist, denke ich jedoch noch einmal über das Thema Rituale bei Läufern nach. Haben wir wirklich keine?  Was ist unsere „Magie“? Unser Stimmungsverstärker? Unser MUST DO, welches das Kribbeln im Bauch vor Wettkämpfen noch verstärkt und uns dann mit einem ruhigen Gewissen auf die Strecke schickt…

Aberglaube ist menschlich – ja! … aber auch sportlich; „läuferisch“? Wahrscheinlich lautet auch hier die Antwort ja! Denn Rituale geben uns tatsächlich das Gefühl, schwierige Situationen positiv beeinflussen zu können.

Ich tauche tiefer in das Thema; schmunzle als mir auffällt, dass ich vor jedem Wettkampf; ja gar vor jeder herausfordernden Situation, noch einmal meinen Lieblingssong höre. Ein Lied aus 2004… over und over again seit nunmehr 10 Jahren.

Bemerke, dass ich zu gewissen Läufen gewisse Schuhe trage… „Glücksschuhe“. Realisiere; dass ich am Abend vor großen Rennen ein bestimmtes Gericht esse.

Gedanken aus denen sich die Frage ergibt, ob nicht auch das Laufen selbst ein Ritual ist. 🙂

Ein Ritual, um zum Beispiel erfolgreich in den Tag zu starten. Ein Ritual, um einen nicht ganz so guten in einen guten Tag umzuwandeln?

Eine Art Zeremonie, die unser inneres Gleichgewicht wieder herstellt und das Wohlbefinden steigert.

Ja, ich habe die Antwort auf die Frage meines Kollegen gefunden: Wir Läufer haben vielleicht den ein oder anderen Aberglauben vor Wettkämpfen; aber unser eigentliches „Ritual“; unsere wirklich Magie ist das Laufen selbst!

Denn darauf können wir immer zählen, jeder Lauf ist ein Gewinn und ein wertvoller Stimmungsverstärker 😉

Übrigens ist es nachgewiesen; wer an die positiven Kräfte eines Rituals glaubt, geht an eine Aufgabe zuversichtlicher heran und bringt am Ende eine bessere Leistung. 🙂

„Self Fulfilling Prophecy“ quasi. 🙂 🙂 🙂

Ich wünsche Euch einen super Start in die Woche 🙂

#keeponrunning

Eure Sandra

PS: Apropos Rituale! Wer von Euch ein festes Trainingsritual hat und dieses mit der Welt teilen möchte, hat die Chance auf ein vollständiges Outfit von Odlo. Einfach ein Foto bei entsprechender Ausführung auf instagram hochladen und mit #OdloRitual taggen. Nähere Infos findet Ihr hier: http://www.odlo-ritual.com/de


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