Verletzung beim Laufen: Muskelfaserriss

von run.de am 2. Oktober 2013

Ein Muskelfaserriss ist eine wirklich schmerzhafte Verletzung, die gut auskuriert werden muss. Daher ist diese Verletzung auch als schwerwiegender zu beurteilen als zum Beispiel eine Zerrung des Muskels. So tragisch wie ein Muskelriss ist ein Muskelfaserriss indes aber auch nicht.

Die Wade ist ein typischer Muskel, an dem ein Muskelfaserriss bei einem Läufer auftritt. Auch im Oberschenkel reißt gerne einmal eine Muskelfaser. Das geschieht vor allem in Trainingseinheiten, in denen die Schnellkraft des Muskels trainiert wird. Das ist bei Läufern besonders dann der Fall, wenn Sie Sprintintervalle ins Training einbauen oder aber am Hang mit einem starken Anstieg trainieren.

Ein Muskelfaserriss äußert sich in den starken Schmerzen und in einer nur eingeschränkten Bewegungsfähigkeit. Sollte man diese Symptome haben, so sollte man am besten einen Arzt aufsuchen. In aller Regel kann ein Muskelfaserriss mit viel Regeneration selbst abheilen.

Wichtig für den Heilungserfolg ist, dass mit dem Training wirklich ausgesetzt wird.

Ein Muskesfaserriss kündigt in der Regel nicht an

Er tritt auf, dann schmerzt es auch direkt und damit ist es dann auch schon zu spät. Dann schmerzt die entsprechende Stelle nicht nur bei Bewegung sondern auch in Ruhephasen. Muskelfaserrisse können auch vermehrt auftreten bei Fußfehlstellungen, falschen Laufschuhen, kaltem Wetter, zu intensiven Trainingsumfängen oder bei nicht ausgeheilten früheren Muskelfaserrissen.

3- 6 Wochen Pause

Wird der gerissene Muskel insgesamt gut geschont, dann kann nach drei bis sechs Wochen Pause wieder ins Training eingestiegen werden – dann allerdings zunächst einmal mit kurzen und langsamen Einheiten. Damit ein Muskelfaserriss erst gar nicht entsteht, sollte man sich vor intensiven Trainingseinheiten aufwärmen – mindestens 15 Minuten sollte man hierfür ansetzen. Idealerweise wärmt man sich schon auf dem Untergrund auf, auf dem man später trainieren wird.

Ist es draußen nass oder kalt, so sollte man die Muskeln mit entsprechender Kleidung schützen.  Ist es draußen wiederum heiß, so dass man viel schwitzt, sollte man durch natriumreiche Getränke einer Verletzung des Muskels vorbeugen.

 
Und wie eigentlich immer beim Laufsport: Man soll auf seinen Körper hören und es auch einmal langsamer angehen lassen, auch wenn man eigentlich Vollgas geben möchte.


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