Warum Tempotraining so sinnvoll ist

von run.de am 20. März 2014

Laufeinheiten, in denen man auch die eine oder andere Tempoeinheit einstreut, tun mitunter weh. “No Pain, no Gain”, heißt es ja nicht umsonst bei den Bodybuildern und ähnlich ist es auch bei uns Läufern:

Wer immer die gleiche Strecke im gleichen Tempo läuft, tritt unter Trainigsaspekten auf der Stelle. Und erst, wenn man beginnt, über das gewohnte Maß hinaus zu laufen, trainiert man Schritt für Schritt, in Zukunft länger oder schneller laufen zu können.

Foto: Steven Pisano via flickr | CC BY 2.0

Da Tempoeinheiten meistens jedoch außerhalb der eigenen Komfortzone stattfinden, drücken wir uns gerne mal vor einer Runde mit Sprintintervallen.

Das ist jetzt nicht zwingend tragisch, dennoch lässt man Vieles auf der Strecke liegen, wenn man sie im herkömmlichen Tempo abläuft. Tempointervalle haben nämlich nicht nur positive Auswirkungen darauf, ein besserer Läufer zu werden. Wer die eine oder andere Tempoeinheit einstreut, verbrennt auch mehr Fett, stärkt sein Herz-Kreislauf-System und soll sogar einen besseren Blutzuckerspiegel aufweisen. Also: Ran ans Tempo!

Wer noch immer nicht überzeugt ist, wird schnell die eine oder andere Ausrede parat haben. Wir haben die Antwort darauf!

Ausrede 1: Ich laufe wegen meiner Gesundheit und nicht wegen der Zeit

Wer “Gesundheit” als Hauptgrund für sein Lauftraining anführt, sollte schnell mit Tempoläufen beginnen. Wer schneller läuft, trainiert die Muskeln und das wiederum zieht einen besseren Stoffwechsel nach sich. Fett wird nachhaltiger verbrannt und auch der Stoffwechsel, der Kohlenhydrate verarbeitet, kommt in Schuss. Das soll langfristig auch dazu beitragen, dass Diabetes verhindert werden kann.

Ausrede 2: Ich will abnehmen. Daher ist mir Konstanz beim Tempo wichtiger als Geschwindigkeit

Je schneller man läuft, umso mehr Kalorien verbrennt man. Und das Schöne ist: Wer schnelle Etappen in sein Training einstreut – zum Beispiel beim Intervalltraining – nutzt den Nachbrenn-Effekt des Trainings. Das heißt: Die Muskeln verbrennen auch noch Energie, obwohl man es sich schon längst auf der Couch bequem gemacht hat. Entspannter kann man doch nicht abnehmen. Also: Die eine oder andere Tempoeinheit hilft, um die Pfunde noch schneller abzubauen.

Ausrede 3: Ich trainiere für meinen ersten (Halb-)Marathon, daher ist mir Distanz wichtiger als Tempo

Der Mann mit dem Hammer ist vielen Läufern bekannt, die schon einmal einen Marathon gelaufen haben. Durch Tempoläufe im Training lässt er sich vielleicht nicht ganz verhindern; man gewöhnt es seinem Körper aber an, auch am Limit noch Leistung zu bringen. Außerdem führen schnellere Läufe häufig dazu, dass man sich einen effizienten Laufstil antrainiert.

Das heißt: Energie wird so gut wie möglich für das Vorankommen eingesetzt. Wer es trainiert, gut mit der vorhandenen Energie hauszuhalten, hat davon länger etwas und kann dem Mann mit dem Hammer vielleicht doch ein Schnippchen schlagen.

Wie es scheint, gibt es kaum eine gute Ausrede, um gänzlich auf Tempointervalle zu verzichten. Nur das Timing für das Tempotraining sollte realistisch angesetzt werden.

Wann und wie oft streust Du eine Tempoeinheit in Dein Lauftraining ein?


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