Weiterlaufen, auch wenn das Ziel in weiter Ferne ist!

von run.de am 15. April 2015

Um als Läufer kleine persönliche Erfolge feiern zu können, ist es unbedingt notwendig, sich Ziele zu setzen, zum Beispiel, indem man sich vornimmt, einen Marathon unter 3,5 Stunden zu laufen. Training, Ernährung, Ausrüstung, Tagesplanung: Alles wird an diesem Ziel ausgerichtet, damit man es letztlich auch erreichen kann.

Doch wie geht man eigentlich damit um, wenn man während des Laufs dann feststellt, dass man es nicht schaffen wird, sein Ziel zu erreichen?

Marathon - Ein Ziel für viele Läufer.

Eine Möglichkeit besteht darin, den Lauf in kleine Einheiten zu unterteilen. Man fokussiert sich zunächst einmal, bis zur nächsten Verpflegungsstation zu laufen, dann bis zur nächsten Kilometer-Marke, weiter zur übernächsten Kilometer-Marke und dann wieder bis zur Verpflegungsstation. So läuft man Häppchen für Häppchen der Ziellinie entgegen und schafft so zumindest das Teilziel, den Marathon erfolgreich zu absolvieren – und das fühlt sich deutlich besser an als ein Marathon, den man einfach abgebrochen hat.

Manche Läufer haben auch ein bestimmtes Ritual. Ihre innere Stimme spricht immer wieder gebetsmühlenartig den gleichen Motivationsspruch. Das sollte man zuvor auch im Training üben, um zu schauen, ob es gelingen kann, die Gedanken beim Laufen soweit zu befreien, dass man wirklich losgelöst laufen kann, auch wenn die Beine nicht mehr weiter wollen. Das hilft dann über den ersten Schmerz hinweg und es hilft darüber hinweg, sich in dem einen Lauf vielleicht vom Hauptziel zu verabschieden. Dafür kann man den Wettkampf dann aber unter dem Aspekt “Erfahrung” verbuchen – ein nicht zu unterschätzender Wert für Langstreckenläufer.

Ebenso hilfreich: Sich über seine Körperhaltung Gedanken machen. Wer sich in einem Marathon abmüht, beginnt irgendwann einzusacken. Das belastet die Beine jedoch stärker als denen lieb ist. Wer sich dessen bewusst ist und sich wieder aufrichtet, die Arme wieder bewusst mitschwingt, wird die Beine unmittelbar entlasten. Und das gibt einem wieder neuen Antrieb. Sich bewusst auf seine Körperhaltung zu konzentrieren sollte man auch im Training gezielt einüben.

Auch gut: Im Teilnehmerfeld Verbündete suchen. Dem einen kann es helfen, sich an jemanden zu heften, der noch besonders agil voran kommt. Dem anderen hilft es, jemanden zu finden, der gerade ein tiefes Tal durchläuft. Auch die Erkenntnis “anderen geht es noch schlechter als mir und die laufen trotzdem weiter” kann helfen, dass man sich selbst wieder besser fühlt und besser voran kommt.

Welche Motivationstipps habt ihr für den Fall, falls es mal nicht so toll läuft?


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