Wieso eigentlich einen Marathon?

von run.de am 5. November 2013

Warum sollte man einen Marathon laufen? Eigentlich gibt es kaum einen guten Grund dafür, gut 42 Kilometer am Stück zu laufen, wochen- und monatelang daraufhin zu trainieren und dafür Kilometer, Minuten, Kalorien und Herzschläge zu zählen.

Und doch sind jüngst wieder Zehntausende in Berlin auf die Strecke gegangen, um einen Marathon zu laufen. Manche von ihnen waren auch nach sechs Stunden noch auf der Strecke und wurden vom Publikum nach vorne getrieben.

Foto: Marc Zimmermann | CC BY 2.0

Faszination Marathon

Wenn es so viele tun und ihre Leidensfähigkeit strapazieren, dann muss ja vielleicht doch etwas dran sein. Dann müsste es je doch eine Antwort darauf geben, warum man einen Marathon laufen sollte. Einer der Gründe, die dafür sprechen, einen Marathon zu laufen: Man spürt seinen Körper.

Und zwar spürt man seinen Körper intensiv. Wer heute einen normalen Job im Büro hat, kennt das Gefühl kaum, am Abend mit müden Knochen und Muskeln ins Bett zu fallen. Dabei tut dieses Gefühl wirklich gut. Ein Marathon – und auch das Training für einen Marathon – gibt uns das Gefühl, körperlich was geschafft zu haben. Das macht ein gutes Gefühl und das kann auf Dauer tatsächlich zufriedener und glücklicher machen.

An sich glauben

Damit die Karriere als Marathonläufer möglichst lang dauern kann und mit möglichst viel Freude verbunden ist, sollte man schon vor dem ersten Marathon eines beherzigen: Man sollte an sich glauben. Nur wer sich vornimmt: “Ich werde diesen Marathon laufen”, der wird sich auch im Training so hinein knien, dass das Vorhaben hinten heraus gelingen wird.

Man weiß mittlerweile durch viele Studien: Wer ein festes Vorhaben verfolgt ist erfolgreicher als jemand, der Dinge mit der Devise angeht: “Mal schauen wie ich mich fühle. Vielleicht laufe ich den Marathon.” In diesem Fall wird das bestimmt nichts mit dem freudigen Zieldurchlauf.

Also: Ziel setzen, alles dafür tun, es zu erreichen und am Ende den Marathon bestehen. Das gibt ein unglaublich gutes Gefühl.

Ziele setzen und erreichen

Dieses Vorgehen sollte man übrigens auch beibehalten, wenn man schon den ersten Marathon absolviert hat. Da man das geschafft hat, droht bei vielen Läufern, dass die Einstellung wieder zurück geht. Für den zweiten Marathon trainiert man dann nicht mehr so zielstrebig wie für den ersten und der zweite Lauf ist plötzlich mit mehr Schmerzen als mit Freude verbunden. Da ist die Frage dann auch erlaubt, warum man den Marathon überhaupt laufen sollte.

Heißt: Einen Marathon zu laufen und für einen Marathon zu trainieren bedeutet: Ziele setzen und sie zu erreichen. Und das fühlt sich verdammt gut an. Das allein ist Grund genug, um einen Marathon zu laufen. Weitere schöne “Neben”-Effekte: Man ist viel an der frischen Luft, bekommt seinen Kopf frei, verbrennt Kalorien, verliert überflüssige Pfunde und lernt als Läufer ein völlig neues Lebensgefühl. Also, wenn das nicht Gründe genug sind…

Warum lauft Ihr lange Strecken?


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