Wieso Manager und Führungskräfte laufen sollten!

von run.de am 18. November 2015

Früher zeichneten sich Spitzenmanager dadurch aus, dass sie einen Wohlstandskörper vor sich her trugen: Zeit für Bewegung gab es nicht; Geld für gutes Essen und gute Getränke war vorhanden und mit dem Auto wurde jeder einzelne Meter zurück gelegt.

Dieses Bild hat sich in den letzten 25 Jahren Schritt für Schritt gewandelt und man bekommt mittlerweile das Gefühl: Wer einen DAX-Konzern leiten möchte, muss auch einen Marathon unter vier Stunden absolvieren können oder gleich einen Triathlon absolvieren.

Foto: James OBrien II via flickr | CC-BY-SA 2.0

Wer einen Marathon läuft, um damit anderen zu zeigen, wie fit und wie leistungsfähig was ist, macht sicherlich etwas falsch. Wer einen Marathon – oder zumindest das Laufen längerer Distanzen – dahingehend begreift, seine eigene Leistungsfähigkeit, Energie, Vitalität und Schaffenskraft zu steigern bzw. auf lange Sicht zu konservieren, macht wiederum Einiges richtig. Hier stimmt die Einstellung, um Energie und Zeit in den Lauf längerer Distanzen zu investieren. Einen guten Artikel gab es dazu zum Beispiel im Wirtschaftsmagazin Capital unter dem Titel “Laufend Verantwortung übernehmen”.

Dort wird anhand von Beispielen beschrieben, wie Manager – und darunter kann man jeden verstehen, der in seinem Job Verantwortung für sich und für andere übernimmt – durch das Laufen an Vitalität gewinnen: Wer morgens läuft, startet bereits mit einem Erfolgserlebnis, bei dem der innere Schweinehund überwunden wurde, in den Tag. Zudem kann man den Tag gedanklich strukturieren und weiß spätestens beim Duschen, was man an dem Tag mit welcher Priorisierung angehen sollte.

Wer in der Mittagspause läuft, kann geschickt dem berühmten Suppenkoma nach dem üppigen Kantinenessen entgehen. Lieber Obst oder Stullen von zu Hause mitbringen; als Snack zwischendurch im Laufe des Tages essen und die Mittagspause für eine Laufrunde nutzen – Duschmöglichkeiten vorausgesetzt: Die Kollegen werden einen zunächst belächeln, das regelmäßige Laufen in der Mittagspause recht schnell akzeptieren und es dann insgeheim bewundern. Durch das Laufen am Mittag steigert man seine Vitalität am Nachmittag kolossal, was den Arbeitsergebnissen sehr zu Gute kommen kann.

Und wer am liebsten am Abend läuft, macht auch Einiges richtig: Man kann die Ereignisse des Tages reflektieren, Abstand gewinnen und Lösungen für Problemchen finden, auf die man im Büro nicht so locker und leicht gekommen wäre. Wunderbar.

Hinzu kommt, was in dem oben genannten Artikel hervor gehoben wird: Wer läuft, der übernimmt Verantwortung. In einem ersten Schritt natürlich für sich selbst. Doch wem es gelingt, die Laufleidenschaft auf sein Team zu übertragen, gewinnt mehr: Ein gemeinsames Thema, dem sich Viele im Team zugehörig fühlen, mögliche Events für das Team (Stichwort Firmenlauf) und nicht zuletzt fitte und gesunde Teammitglieder.

Und das Schöne: Die positiven Entwicklungen zeichnen sich schon bei drei wöchentlichen Laufeinheiten von je 40 Minuten ab – zwei Stunden pro Woche.

Das sollte machbar sein – los gehts!

#keeponrunning


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